Ausserfernbahn
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Nachrichtenarchiv 2001


01.12.2013: Der Schneeexpress

Toll für Außerferner Einwohner und für deren Urlaubs-Gäste: sie fahren auch in der jetzigen Wintersaison zwischen Vils und Ehrwald, also auf dem österreichischen Streckenabschnitt der Außerfernbahn, kostenlos. Voraussetzung: Einheimische besitzen die "Home-Card", Touristen die Gästekarte. Ein winterliches Service, welches schon in den letzten Jahren sehr gut angenommen wurde, und von den beiden Tourismusverbänden Ferienregion Reutte und Ferienregion Zugspitz Arena bezahlt wird. Start: 1.12.2001 - Ende: 7.4.2002 (Sonntag nach Ostern)

01.12.2001

"Kreisbote" Füssen vom 04.10.2001: Außerfernbahn erhält wieder Oberleitung

DB Regio AG: Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2002 soll sie fertiggestellt sein

Pfronten/Kempten - Der Streckenabschnitt zwischen Garmisch-Partenkirchen und Griesen der Außerfernbahn wird wieder "verdrahtet" - spätestens ab Dezember 2002 können dann wieder Elektrotriebwagen und/oder -lokomotiven eingesetzt werden. Diese Aussage machte Helmut Zowe von der DB Regio AG im Anschluss an eine Benefizvorführung des Spielfilmes "Heinrich der Säger", die von der grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe "FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol" zugunsten der Außerfernbahn in Pfronten veranstaltet wurde.

04.10.2001

30. September 2001: Bericht über den Tag der Regionen in Pfronten

"Kreisbote" Füssen vom 4. Oktober 2001:
Oberleitung wird wieder aufgebaut


Pfronten: Zusage der DB Regio AG beim "Tag der Regionen"
Pfronten / Außerfern. "Die Chancen stehen gut, dass die zwischen Garmisch-Partenkirchen und Griesen demontierte Oberleitung auf der Außerfernbahn spätestens zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2002 wieder aufgebaut ist". Diese Aussage machte Helmut Zowe von der DB Regio AG im Anschluss an eine Benefizvorführung des Spielfilmes "Heinrich der Säger", die von der grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe "FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol" zugunsten der Außerfernbahn in Pfronten veranstaltet wurde.
Anlass für diese Filmvorführung war der "Startschuss" für die Ausschilderung eines neuen Wanderweg vom Bahnhof Vils über den Falkenstein zum Bahnhof Pfronten-Steinach. Der Wanderweg bietet nicht nur imposante Ausblicke auf die umliegende Natur- und insbesondere Seenlandschaft, sondern ist auch kulturhistorisch bedeutend: Führt der Weg in Vils doch in die Nähe der ehemaligen Hammerschmiede, der einzigartigen Kirche St. Anna und der Ruine Vilseck, aber auch vorbei an der Ruine Falkenstein.

Auf dem Falkenstein wollte der Bayernkönig Ludwig II ein Schloss errichten, das Neuschwanstein um nichts nachstehen sollte. Der König konnte allerdings nur noch die Straße bauen. FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu / Tirol will mit der Ausschilderung des Weges wandernden Fahrgästen einen Anreiz bieten, mit der Außerfernbahn anzureisen, wobei die Wegweiser zur Förderung behinderter Menschen bei der Lebenshilfe Reutte angefertig und aufgestellt werden.

Zur Filmvorführung konnte Fahrgast - Pro Bahn Sprecher Rolf Bickelhaupt neben dem Drehbuch-Autor und Regisseur des Filmes Klaus Gietinger und dem Schauspieler Heribert Weber, der in "Heinrich der Säger" den Bahnchef miemte, auch die Tiroler Landtagsabgeordnete Dr. Maria Unterlercher, die Bürgermeister Helmut Wiesenegg (Reutte), Erich Köck (Pflach), Karl Wechselberger (Pinswang), Wolfgang Hützler (Oy-Mittelberg) und den Pfrontener Tourismusdirektor Jan Schubert, der den erkrankten Pfrontener Bürgermeister Josef Zeislmeier vertrat, sowie den bayerischen PRO BAHN Landesvorsitzenden Dr. Matthias Wiegener begrüßen.
Der kritische Film handelt auf äußerst unterhaltsame und erheiternde Weise über "Heinrich", der mit modernen Robin-Hood-Methoden die Schließung einer Provinzbahn verhindern möchte.Der Film kam beim Publikum sehr gut an, was der Applaus des Gäste zum Schluss des Filmes eindrucksvoll bestätigte.
Der durch mehrere Tatort-Folgen bekannt gewordene Regisseur Klaus Gietinger stand im Anschluss an die Vorführung für Gespräche und Autogramme zur Verfügung.

Gietinger, selbst eifriger und "überzeugter" Bahnfahrer, und weitere Diskutanten kritisierten dabei die Weigerung der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), dem nagelneuen Diesel-Triebwagen VT 642 (Typ "Desiro") der Deutschen Bahn AG die erforderliche Betriebsgenehmigung wegen fehlender Außenspiegel und eines fehlenden Schneepfluges zu erteilen, was zur Folge hat, dass die Fahrgäste in Pfronten-Steinach umsteigen müssen, da die DB auf dem Abschnitt Kempten - Pfronten diesen bequemen Triebwagen im Interesse der Fahrgäste einsetzt. Diesen Triebwagen konnten am vergangenen Sonntag die interessierte Bevölkerung aus Anlass eines Informationsstandes von FAHRGAST PRO BAHN am Bahnhof Pfronten-Ried besichtigen.
Kritisiert wurden auch die vielen "Langsamfahrstellen" insbesondere im Abschnitt Kempten - Pfronten. Durch deren Beseitigung könnten hier rund 15 Minuten Fahrzeit eingespart werden, womit - so Bickelhaupt - insbesondere auch der Berufsverkehr attraktiver werden würde. Und für Fernreisende forderte FAHRGAST PRO BAHN auf der Veranstaltung die Einrichtung eines Interregio-Betriebes zwischen Ulm über Kempten und die Außerfernbahn nach Innsbruck. Eine solche Verbindung wäre eine gute Alternative, um den chronisch überlasteten Münchner Hauptbahnhof zu entlasten.
FAHRGAST - PRO BAHN begrüßt die Ankündigung über die Wiedererrichtung der abmontierten Fahrleitung. Dies wäre ein wesentliches Indiz dafür, dass der Bestand der Außerfernbahn für längere Zeit gewährleistet ist.

30.09.2001

DB Regio AG Region Bayern gibt bekannt: Nichtraucherfahrzeuge

Auf dem Abschnitt Kempten - Pfronten der Außerfernbahn verkehren seit Juni 2001 die neuen Nahverkehrstriebwagen VT 642. Ab September 2001 werden in diesen Fahrzeugen die Raucherplätze entfallen. Die DB Regio AG entspreche damit "einem von der Mehrheit unserer Fahrgästen geäußerten Wunsch". Die Umwandlung in Nichtraucherfahrzeuge wird durch die Bayerische Eisenbahn Gesellschaft mbH und der DB Regio AG mit einer gemeinsamen Marktstudie begleitet. Wenn im November 2001 die Ergebnisse der Marktstudie vorliegen werden, "werden wir über die Beibehaltung der Nichtraucherzüge abschließend entscheiden".

01.09.2001

"Kreisbote" - Garmisch-Partenkirchen 30.09.2001

Erlebnischarakter der Außerfernbahn: Internet-Auftritt und Broschüre geben Ausflugtipps

Außerfern - Mit Internet-Auftritt und einer Info-Broschüre sowie einer Benefizvorführung des Railroad-Movies "Heinrich der Säger" des Allgäuer Kultregisseurs Klaus Gietinger will die grenzüberschreitende Arbeitsgruppe "Fahrgast - Pro Bahn Allgäu/Tirol" die Attraktivität der Außerfernbahn steigern und damit weitere Beiträge zum Erhalt der Bahn leisten.

Mit der Außerfernbahn wird das österreichische Außerfern mit seinem Hauptort Reutte erschlossen. Das Außerfern ist durch die Lechtaler Alpen vom restlichen Tirol "getrennt". Die Bahn hat keinen Anschluss an das Festnetz Österreichs. Sie beginnt in Kempten(Allgäu) und endet in Garmisch-Partenkirchen (Oberbayern). Diese "grenzüberschreitende" Lage macht die Bahn neben dem beeindruckenden Landschaftserlebnis auch historisch äußerst interessant. Doch niemand kommt heutzutage an modernen Medien vorbei. Der Internet-Auftritt der Außerfernbahn unter der Internet-Adresse: www. Erlebnisbahn.at/ausserfernbahn ist fertig gestellt. Hauptschwerpunkt sind Ausflugtipps entlang der Bahn. Rund 60 Tipps sowohl für den Sommer als auch für den Winter sollen die Gäste animieren, das Auto in der Garage stehen zu lassen und lieber mit der Außerfernbahn anzureisen: Bergbahnen, Frei- und Hallenbäder, Sehenswürdigkeiten wie Kirchen und Burgruinen, Museen, Wanderwege, Ski-Alpin, Langlaufloipen u.v.a.m werden vorgestellt, alle bequem von einem Bahnhof an der Außerfernbahn erreichbar. Aus dem Inhalt dieses Webangebot entsteht jetzt auch eine Info-Broschüre mit Ausflugtipps entlang der Außerfernbahn, die in ganz Südbayern zur Verteilung gelangen wird. Die Durchführung von zwei Benefizvorführungen mit dem brandneuen Spielfilm "Heinrich der Säger" des Allgäuer Kultfilmemachers und Tatort-Regisseurs Klaus Gietinger sind Höhepunkt eines Aktionstages am 30. September, bei dem die Außerfernbahn in den Blickpunkt gerückt werden soll. Regisseur Gietinger selbst wird am 30.September (um 14 Uhr und 16:15 Uhr) im Pfrontener Filmtheater seine neueste Produktion dem Publikum präsentieren. kb

30.09.2001

Garmisch-Partenkirchener Tagblatt 14.08.2001

Eine Broschüre für mehr Attraktivität Euregio bemüht sich um Außerfernbahn

GAP (tab) Sie fährt wieder, die Außerfernbahn, und das auf alle Fälle noch bis 14. Dezember 2002. Bis dahin gilt es, ihre Attraktivität und Auslastung zu steigern. Noch im Herbst geht eine Broschüre der Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel in Druck, die Urlauber und Gäste über Ausflugsziele entlang der Strecke informieren soll. Die Bahn werde als Erlebnisbahn vermarktet, berichtet Peter Keller, Geschäftsführer der Euregio. Schließlich könne man auf der Linie zwischen Garmisch-Partenkirchen, Reutte und Pfronten nicht nur hervorragend wandern, sondern auch Schlösser und andere Sehenswürdigkeiten besichtigen und Seen per Boot oder zu Fuß erkunden. In Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden seien die verschiedenen Angebote gesammelt worden. "Wir haben sie dann nach Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und Qualität gesiebt", erklärt Keller. Entscheidend finde er, dass "die Ausgangspunkte für mögliche Touren in Bahnhofsnähe liegen."

Erste Bemühungen in diese Richtung stammen vom Fahrgastverband "Pro Bahn", der das Heft "Wandern mit der Bahn" herausgegeben hat. Auf diesen Zug ist jetzt auch die Deutsche Bahn aufgesprungen, die einen eigenen Prospekt über dieses "Sorgenkind" gestaltet hat. Fahrplan, Streckenbeschreibung, Adressen der Verkehrsämter und Ausflugstipps seien dort nachzulesen, sagt Bahn-Sprecherin Daniela Bals. Derzeit befinde sich das Unternehmen in Verhandlungen mit den Österreichern wegen der Elektrifizierung der Linie. "Wir haben aber noch kein Ergebnis", bedauert Bals. Auch über die momentane Auslastung könne sie nichts sagen. Die Tiroler sprechen in den "Außerferner Nachrichten" von einer deutlichen Steigerung des Fahrgastaufkommens. "Die bisherige Entwicklung stimmt sehr zuversichtlich", meint Verkehrsplaner Diethelm Judmaier. Dieser Aussage kann sich Bals anschließen. Konkrete Auskünfte behält sie sich allerdings vor: "Wir müssen noch schauen", findet sie. Schließlich gelte erst seit kurzem der neue Fahrplan.
Schon jetzt setzen jedoch Keller und seine Mitstreiter, auch ohne die genauen Zahlen zu kennen, auf die Außerfernbahn: "Ich glaube, dass man den Erlebniswert steigern kann." Dazu komme, dass die Strecke - im Internet wird sie übrigens unter www.erlebnisbahn.at vorgestellt - durch eine der landschaftlich reizvollsten Gegenden im Alpenraum verlaufe. Genau deshalb locke sie auch Touristen an, weiß der Garmisch-Partenkirchner Kurdirektor Peter Maninger. "Wir haben keine Berührungsängste mit Tirol", versichert er. Daher empfehlen seine Mitarbeiter auch Touren mit der Bahn, die er "eine Möglichkeit zur Ausflugsgestaltung für unsere Gäste" nennt.

14.08.2001

Bekenntnis der Gemeinden und der Tourismusverbände zur Außerfernbahn

Kostenlose Fahrradbeförderung zwischen Garmisch-Partenkirchen und Kempten

Reutte, 30.07.2001 - Zusätzlich zur Vereinbarung über die Benützung der ÖBB VorteilsCard auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald konnte nunmehr mit der DB Regio ein Angebot über die kostenlose Fahrradbeförderung für Kunden der Außerfernbahn ausgearbeitet, abgestimmt und als Serviceangebot finanziert werden. Damit wird den Kunden der Außerfernbahn in den Monaten August 2001 bis Oktober 2001 die Möglichkeit geboten, ihr Fahrrad auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Kempten auf der gesamten Außerfernbahn kostenlos zu befördern. Das bedeutet, dass ein Fahrgast sowohl auf der deutschen Seite einsteigen und sein Fahrrad gratis nach Österreich mitbringen kann, sowie auch die kostenlose Fahrradbeförderung von einem Außerferner Bahnhof auf einer österreichischen Teilstrecke als auch bis zu den deutschen Endbahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Kempten möglich ist.

Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach: "Die Gemeinde Breitenwang und die Tourismusverbände Ferienregion Reutte und Tiroler Zugspitzarena werden dieses zusätzliche Angebot für Einheimische und Touristen finanzieren. Diese Einigung konnte nach der letzten Marketingbeiratsitzung Außerfernbahn innerhalb von 2 Tagen umgesetzt werden und tritt mit 1. August 2001 in Kraft. Mit diesem Service wurde von den Außerferner Gemeinden, hier vertreten durch Breitenwang, und den Tourismusverbänden ein klares Zeichen gesetzt, dass diese Selbstverwaltungskörper vorbehaltlos hinter der Außerfernbahn stehen! Mit diesem neuen Service sollen neben Tagesausflugsgästen auch unsere einheimische Bevölkerung und unsere Sommertouristen auf das attraktive Angebot unseres überregionalen Radwegenetzes hingewiesen werden.", so Schennach.

30.07.2001

Anerkennung der ÖBB VorteilsCard ab 1.8.2001 bis Mittenwald

Einen neuen Verhandlungserfolg kann man bei den Bemühungen zum Erhalt der Außerfernbahn verbuchen: Nachdem Kritik aufgetaucht war, dass die ÖBB VorteilsCard auf der Strecke zwischen dem Bezirk Reutte und Innsbruck keine Anerkennung mehr findet, wurde nunmehr die Anerkennung der ÖBB VorteilsCard auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald ausverhandelt. Die Anerkennung der ÖBB VorteilsCard gilt ab 1. August 2001. Damit wird es möglich, vom Bezirk Reutte aus mit der ÖBB VorteilsCard sowohl nach Kempten, nach Garmisch-Partenkirchen, aber auch von Garmisch-Partenkirchen bis Mittenwald zu gelangen. Natürlich gilt die ÖBB VorteilsCard im "Binnenverkehr" der Außerfernbahn zwischen Vils und Ehrwald. Bei Vorlage der ÖBB VorteilsCard werden 50 %-ermäßigte Fahrscheine für die einfache Fahrt und die Hin- und Rückfahrt ausgegeben.

Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach: "Die Verhandlungen zwischen dem Marketingbeirat Außerfernbahn und der DB Regio gestalten sich als äußerst unkompliziert. Innerhalb weniger Tage konnte die ungeklärte Frage des Geltungsbereiches der ÖBB VorteilsCard geklärt werden. Die Außerfernbahn weist damit eine österreichweite Besonderheit aus: Die ÖBB VorteilsCard gilt nicht nur auf den innerösterreichischen Strecken, sondern auch auf den Strecken der DB zwischen Vils und Kempten sowie Ehrwald-Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald. Die ersten Erfahrungen haben gezeigt, dass dieses Angebot auch sehr gut angenommen wird!", so Schennach abschließend.

30.07.2001

Erklärung der Bürgermeister des Bezirks Außerfern vom 9. Juli 2001

Bezirkshauptmann Dr. Schennach informiert weiters, dass der Weiterbetrieb der Außerfernerbahn bis September 2002 fixiert ist. Das Land Tirol zahlt jährlich 12 Mio.ATS (ca. 1,7 Mio D-Mark) zum Erhalt der Außerfernerbahn. Die grenzüberschreitende Anerkennung von ermäßigten Tickets sowie der Vorteilscard wurde gesichert. Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch die Motivation der Bevölkerung.
BH Dr. Schennach schlägt eine Erklärung der Bürgermeister vor, in der sich die Gemeinden zum Erhalt der Außerfernbahn bekennen. Dieses Bekenntnis lautet wie folgt:
Die Bürgermeister des Bezirkes Reutte legen ein klares Bekenntnis zum Erhalt der Außerfernbahn als überregionalen und regionsverbindeten Verkehrsträger ab!
Da ein mittelfristiges Überleben der Bahn von der umweltfreundlichen Elektrifizierung der Strecke zwischen Reutte in Tirol und Garmisch-Partenkirchen abhängt, werden die Verantwortungsträger, Bund, Land Tirol, ÖBB und ÖBB-Netz aufgefordert, in Zusammenarbeit mit ihren bayerischen Partnern alles daran zu setzen, dass der elektrische Vollbetrieb auf dieser Strecke noch im Jahre 2001 fahrplanmäßig wieder aufgenommen werden kann. Die Gemeinden des Bezirkes Reutte und die Wirtschaft des Bezirkes, insbesondere die heimische Tourismuswirtschaft, sollen alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um einen wirksamen Beitrag zum Erhalt der Außerfernbahn zu leisten. Dabei soll insbesondere der konstituierte Marketingbeirat zum Erhalt der Außerfernbahn in seiner Arbeit aktiv unterstützt werden. Die vorstehende Erklärung der Bürgermeister des Bezirkes Reutte wurde anlässlich der Bürgermeisterkonferenz am 9. Juli 2001 in der Gemeinde Ehenbichl abgegeben. Eine Abstimmung ergibt, dass alle 37 Bürgermeister geschlossen für die Aufrechterhaltung der Außerfernbahn sind.

09.07.2001

17.Juni 2001: Offizieller Start der Außerfernbahn - Homepage

In unserer heutigen Zeit besteht die großartige Möglichkeit, über das Internet Kontakt zu halten mit all denjenigen, die sich als Freund/in der Außerfernbahn verstehen. Das Internet bietet sich aber auch an, um die Attraktivität der Außerfernbahn zu erhöhen, als Mittel schlechthin des Marketings. Die grenzüberschreitende Arbeitsgruppe Fahrgast - Pro Bahn Allgäu/Tirol und das Internet-Projekt Allgäu-Bahn haben sich daher entschlossen, eine eigene Homepage für die Außerfernbahn einzurichten, die Außerfernbahn darzustellen als ein Juwel unter den Bahnen in Österreich und Deutschland, als die Allgäu-Tirol-Oberbayerische Erlebnisbahn. Diese Homepage wurde am 17. Juni 2001 "offiziell" im Rahmen der Veranstaltung über die Einweihung der Wegweiser "Fürstenstraße" eröffnet.

17.06.2001

17.Juni 2001: Einweihung der Wegweiser für die Fürstenstraße

Einweihung der Wegweiser für die Fürstenstraße unter dem Motto: "Mit der Außerfernbahn auf den Spuren von König Ludwig II"

Füssener Blatt vom 18.06.2001:

Außerfernbahn muss fahren: Anbindung an Wanderwege für neue Fahrgäste - Hinweisschilder offiziell übergeben

Außerfern/Ostallgäu(rea). Eine Dampflok aus Holz weist jetzt offiziell den Wander-Weg von Pinswang nach Hohenschwangau - von der Außerfernbahn zu den Königsschlössern über die Fürstenstraße. Die Arbeitsgruppe Fahrgast Pro Bahn Allgäu/Tirol will mit dieser und anderen Aktionen der Außerfernbahn mehr Attraktivität geben und die Züge besser auslasten. Denn, und daran ließ der Haupt-Initiator der Aktion, Martin Teißl, bei der Vorstellung der Schilder keinen Zweifel: 6QUOT,Die Außerfernbahn muss weiterfahren." Zahlreiche Kommunal- und Landespolitiker aus dem Außerfern und dem Ostallgäu nahmen an der Einweihungsfeier der neuen Hinweisschilder teil. Für den Landkreis Ostallgäu und die Schlössergemeinde Schwangau sprach Bürgermeister und stellvertretender Landrat Reinhold Sontheimer. Er wie auch die Gemeindechefs von Musau, Franz Heid, und Pinswang, Karl Wechselberger, ließen keinen Zweifel daran, dass die Bahn im Interesse der Infrastruktur und des Tourismus weiterfahren muss - über den 1. Dezember 2002 hinaus. So lange läuft der Vertrag der Deutsche Bahn Regio AG (DB Regio), die die Außerfernbahn betreibt.

Martin Teißl dankte auch den Sponsoren, neben dem Tourismusverein Reutte vor allem der Firma Schretter. "Wenn der Güterverkehr nicht so gut laufen würde, wer weiß, ob es die Bahn dann überhaupt noch gäbe". Doch was für die Güter noch relativ normal sei, müsse auch für den Personennahverkehr gelten: eine sinnvolle Verkehrspolitik von der Straße weg wieder mehr hin zur Schiene.
Das funktioniere nur, so betonte der Sprecher von Pro Bahn weiter, wenn die Bahn gut genutzt wird. Und mehr Fahrgäste bekomme man nur, wenn man sie attraktiver mache und beweise, dass die Außerfernbahn wirklich eine Erlebnisbahn sei. Dem sollen nun die neuen Hinweisschilder eine erste Rechnung tragen. Dass sie in Form einer Dampflok entstanden, war die Idee von Karl Wechselberger. Hergestellt wurden sie in den Werkstätten der Lebenshilfe Reutte unter Leitung von Stefan Kätzler.

Dass es auch mit der Bahn wieder aufwärts geht, dafür will die DB Regio sorgen. Ihr Vertreter Helmut Zowe betonte, dass die Außerfernbahn erhalten bleibe - hoffentlich über das Jahr 2002 hinaus. Da die Österreichische Bundesbahn sich voll und ganz aus der Region zurückgezogen habe, gelten die deutschen Tarife auch auf den österreichischen Strecken. Zowe verwies hier auf das Wochenendticket und andere Angebote, "die uns sicher einen Fahrgast-Zuwachs bringen werden". Auch einem anderen Wunsch von Pro Bahn wurde entsprochen: Die Zugbegleiter wurden übernommen, so dass die Außerfernbahn nach wie vor kein einsamer, anonymer Zug ist. "Und die Akzeptanz dieser Mitarbeiter bei den Kunden ist enorm", stellte der DB-Regio-Sprecher fest.

Für mdie Zukunft stellte Rolf Bickelhaupt weitere Projekte vor. Er betreut das Internet-Projekt der Außerfernbahn. Demnächst wird sich ein Film mit der Strecke befassen - unter dem Titel "Heinrich der Säger" gedreht vom Tatort-Regisseur Klaus Gietinger. In die Kinos kommt der Film am 16. August, im Außerfern findet dazu eine Benefizveranstaltung statt.

17.06.2001

7.Juni 2001: Verkehrsvertrag mit DB Regio AG

Jetzt ist es amtlich: Die DB Regio AG und das Land Tirol haben am 7. Juni 2001 einen Verkehrsvertrag für die Außerfernbahn unterzeichnet, der bis zum 14.12.2002 gültig ist. Damit haben sich die Bemühungen all derjenigen, die um diese Allgäu-Tirol-Oberbayerische Erlebnisbahn gekämpft haben, gelohnt. Aber: Das bedeutet nicht, daß unsere Anstrengungen bereits nachlassen könnten.

08.06.2001

8.Juni 2001: Kreisbote Garmisch-Partenkirchen

AUßERFERNBAHN WIEDER VOLL IM TAKT
Angebot erfolgt aus einer Hand über DB Regio


Region - Garmisch-Partenkirchen GAP/Außerfern/Allgäu; Am gestrigen Donnerstag unterzeichneten als Vertreter des Landes Tirol, Hofrat Dietheim Judmaier und als Vertreter der Deutschen Bahn Regio AG, Klaus-Dieter Josel, im Landratsamt Garmisch einen Verkehrsvertrag für die Azßerfernbahn, der sichert, dass das Angebot der gesamten Strecke aus einer Hand,nämlich über die DB Regio, erfolgt. Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Juni sind die Nahverkehrszüge von DB Regio Bayern grenz-überschreitend von Oberbayern durch das Tiroler Außerfern bis in das Allgäu unterwegs. Das Angebot der gesamten Strecke erfolgt damit aus einer Hand. Das Land Tirol und DB Regio Bayern haben den entsprechenden Verkehrsvertrag unterzeichnet, der zunächst bis zum 14. Dezember 2002 gültig ist. „Das Datum wurde gewählt, weil dann ein neuer Fahrplan in Kraft tritt, erklärt Klaus-Dieter Josel, DB Regio-Chef in Bayern. Er betonte zugleich, dass der neue Verkehrsvertrag an die am 3. Februar mit dem Schnee-Express Reutte Ehrwald begonnene gute Zusammenarbeit anknüpft.

Mit einem Zwei-Stunden-Grundtakt und einzelnen Taktverdichtern verbindet die Außerfernbahn die Region Außerfern mit dem Allgäu und dem Werdenfelser Land. Mit einem neuen Fahrplan und noch besseren Anschlüssen soll der Bahnverkehr zwischen Kempten und Garmisch-Partenkirchen nun deutlich attraktiver werden. Die Züge der Außerfernbahn haben in Garmisch-Partenkirchen Anschluss in Richtung München bzw. Mittenwald/lnnsbruck. In Kempten erreichen die Züge weitergehende Verbindungen in Richtung Ulm, Augsburg und München. Neu und zur Freude aller Fernreisenden ist auch, dass die Außerfernbahn an Samstagen in Garmisch-Partenkirchen Anschluss an die ICE-Verbindung von und nach Hamburg erhält. Die Vorteile für die Reisenden sind in einer Broschüre zusammengefasst, in der der neue Fahrplan, wichtige Hinweise und Tipps enthalten sind. "Auf ins Außerfern", lautet der wegweisende Titel. Entlang der Bahnstrecke ist sie bei den Verkaufsstellen und natürlich im Zug kostenlos erhältlich. tra KB GAP

08.06.2001

8.Juni 2001: Garmisch-Partenkirchener Tagblatt

DIE DB ROLLT WIEDER DURCHS AUßERFERN - Ein Fahrticket für zwei Länder

GAP(heu) - Totgesagte leben länger. Gestern hat sich diese alte Weisheit wieder einmal bestätigt. Nachdem vergangenen Sommer das "Aus" für die Außerfernbahn verkündet worden war, unterzeichneten der Vertreter der Landesregierung Tirol, Hofrat Diethelm Judmaier, und der Chef der Deutschen Bahn Regio Bayern, Klaus-Dieter Josel, einen Vertrag zur Wiederaufnahme des Schienenverkehrs zwischen Garmisch-Partenkirchen, Reutte und Kempten. Die Vereinbarung, die vorerst bis zum 14. Dezember 2002 gültig sein soll, beinhaltet, dass Sonderangebote der DB auch auf der Außerfernbahn gültig sein sollen. "Auch wenn diese Einigung jetzt etwas plötzlich erscheint, haben wir hinter den Kulissen über ein halbes Jahr diskutiert", erklärt Klaus-Dieter Josel, DB-Regio-Chef in Bayern. Die Deutsche Bahn sei gerne bereit gewesen, für einen Besteller zu fahren. Nun soll also das Außerfern mit dem Allgäu und dem Werdenfelser Land verbunden werden - im zwei-Stunden-Grundtakt und mit besseren Anschlüssen. So können die Gäste samstags - "rechtzeitig zum Bettenwechsel" in Garmisch-Partenkirchen den ICE Richtung Hamburg benutzen.

Landrat Dr. Helmut Fischer sieht den neuen Verkehrsvertrag als wichtigen Schritt für die Erhaltung der Außerfernbahn: "Es ist der erste Erfolg aller Rettungsbemühungen - wir hoffen, dass weitere folgen." Fischer sieht - genau wie Hofrat Diethelm Judmaier - das nächste Hauptziel in der Sanierung der Oberleitungen und der damit verbunden Wieder-Elektrifizierung der Bahnlinie. Bis dies geschehen ist, werden Dieselloks die Waggons ziehen. "Dabei ist die schwierig trassierte Gebirgsbahn für Elektrik konzipiert", erinnert Judmaier. Er hob hervor, dass der Zug nicht nur wegen des Tourismus für Tirol wichtig sei, sondern auch für den Güterverkehr.In enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und der DB habe Tirol jetzt eine Studie über Marketing sowie technisch-fachliche Aspekte der Außerfernbahn erstellen lassen. Denn "bis jetzt reisen nur fünf Prozent der Außerferner Gäste mit der Bahn an - diese Zahl dürfte sich unschwer vergrößern lassen", meinte der Hofrat. Auch Reutte-Bezirkshauptmann Dietmar Schennach will bei 4,3 Millionen Übernachtungen jährlich alles unternehmen, um die Gäste auf die Schiene zu locken: "Wir müssen versuchen, Packages zu entwickeln." Immerhin gelten sowohl Bayern- und Schönes-Wochenende-Ticket als auch die Vergünstigungen durch die Bahn Card auf dem Tiroler Streckenabschnitt.

08.06.2001

7.Juni 2001: Presseinformation der Deutschen Bahn AG

AUßERFERNBAHN WIEDER VOLLSTÄNDIG IN BETRIEB
Sonderangebote der DB sind nun durchgehend gültig


Garmisch-Partenkirchen, 07.06.01 - Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Juni 2001 sind die Nahverkehrszüge von DB Regio Bayern grenzüberschreitend von Oberbayern durch das Tiroler Außerfern bis in das Allgäu unterwegs. Das Angebot der gesamten Strecke erfolgt aus einer Hand. Das Land Tirol und DB Regio Bayern haben dazu heute (07.06.01) in Garmisch-Partenkirchen einen entsprechenden Verkehrsvertrag unterzeichnet, der zunächst bis zum 14.12.2002 gültig ist. Damit wird die am 3. Februar 2001 mit dem Schneeexpress Reutte - Ehrwald begonnene gute Zusammenarbeit ausgedehnt.

Mit einem Zwei-Stunden-Grundtakt und einzelnen Taktverdichtern verbindet dann die Bahn die Region Außerfern mit dem Allgäu und dem Werdenfelser Land. Mit einem neuen Fahrplan und noch besseren Anschlüssen wird der Bahnverkehr zwischen Kempten (Allg) und Garmisch-Partenkirchen attraktiver. Die Züge der Außerfernbahn haben in Garmisch-Partenkirchen Anschluss in Richtung München bzw. Mittenwald/Innsbruck. In Kempten erreichen die Züge weitergehende Verbindungen in Richtung Ulm, Augsburg und München.
Neu ist auch, dass die Außerfernbahn an Samstagen in Garmisch-Partenkirchen Anschluss an die ICE-Verbindung von und nach Hamburg erhält. Die Haltestellen Untergrainau und Griesen (Oberbay) sind nur noch Bedarfshaltestellen, das heißt, der Fahrgast informiert den Lokführer über seinen Ausstiegswunsch.

Sonderangebote der Bahn gültig

Erstmals sind auf dem Tiroler Streckenabschnitt auch die Sonderangebote der DB, Bayern-Ticket und Schönes-Wochende-Ticket, gültig. Ebenso gilt der allgemeine Tarif der DB auf der Außerfernbahn. Das bedeutet für den Fahrgast, dass mit einer durchgehenden Fahrkarte das Ziel erreicht wird. Für BahnCard-Besitzer gibt es die üblichen Vergünstigungen.
"Wir haben mit dem neuen Fahrplanangebot die Außerfernbahn nicht nur attraktiver, sondern auch durch preisgünstige Angebote noch interessanter für Touristen und Ausflugsreisende gestaltet", so Klaus-Dieter Josel bei der heutigen Vertragsunterzeichnung.

"Auf ins Außerfern", so lautet der Titel einer neuen Broschüre von DB Regio Bayern. Darin sind der neue Fahrplan, wichtige Hinweise und Tipps enthalten. Diese Broschüre wird im Raum Kempten an alle Haushalte verteilt. Entlang der Bahnstrecke ist sie bei den Verkaufsstellen und natürlich im Zug kostenlos erhältlich.

07.06.2001

merkur-online.de vom 14. April 2001:

Positive Signale aus Österreich - Kurs für Außerfernbahn steigt

AP/Innsbruck (tab) - Die Außerfernbahn muss erhalten bleiben - zumindest Politiker und Vertreter der anliegenden Gemeinden sind sich darüber völlig einig. Am Donnerstag sprach sich jetzt auch die österreichische Verkehrsministerin, Dr. Monika Forstinger, in Innsbruck für die Verbindung zwischen Garmisch-Partenkirchen, Reutte und Pfronten aus. "Sie schien sehr zuversichtlich", bestätigt Dr. Peter Hirt, der der Politikerin zusammen mit anderen Interessensvertretern eine Resolution zum Erhalt der Strecke überreicht hatte.

Die Ministerin habe von österreichischer Seite die nötige Infrastruktur zugesichert, berichtet der Präsident der Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel von dem Gespräch in "kompetenter Runde". Auch ihr Kabinettsmitglied Arnold Schiefer erklärt: "Wir haben signalisiert, dass wir alles tun werden, um eine zufriedenstellende Lösung zu finden." Diese politische Aussage hält Hirt für entscheidend. Wichtig sei aber auch, dafür zu sorgen, dass Zusagen der DB - über den Wiederaufbau der Oberleitung zwischen Garmisch-Partenkirchen und Griesen - und der Bayerischen Staatsregierung schriftlich vorliegen.
Von Seiten der Bahn gebe es bisher keine definitiven Zusicherungen. Trotzdem gelte es jetzt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten, betont Schiefer. Schließlich müssten die Bedürfnisse von Wirtschaft und Tourismus ermittelt werden. Außerdem sei zu klären, "was für ein Beitrag vom Land und von den Kommunen nötig wäre." Während des Termins in Innsbruck hätten alle hohe Bereitschaft signalisiert, sich auch an den Kosten zu beteiligen, verdeutlichte er "den konstruktiven Output des Gesprächs".
Zuversichtlich gibt sich auch Fritz Gurgiser, Obmann des Transitforums Austria-Tirol, der vor dem offiziellen Teil die Gelegenheit hatte, mit der Ministerin unter vier Augen zu sprechen. "Von Frau Dr. Forstinger muss jetzt das Signal an die ÖBB kommen", sagt er. Der monatelange, "verwunderliche" Hickhack zwischen ÖBB und DB müsse endlich beendet werden. Für die Ministerin - "sie nimmt eben die gesetzlichen Verpflichtungen wahr" - sei es völlig klar, dass die Strecke erhalten bleibt. Und dann "muss es aber auch eine Bahn sein, die den heutigen Anforderungen entspricht." Gurgiser denkt hierbei nicht nur an einen abgestimmten Fahrplan, sondern auch an moderne, komfortable Züge. "In Viehwagons will niemand reisen."

14.04.2001

Gespräch mit Österreichs Verkehrsministerin

Zur Rettung der Außerfernbahn ist eine Delegation aus Garmisch-Partenkirchen und dem benachbarten Außerfern bei der österreichischen Verkehrsministerin, Dr. Monika Forstinger, vorstellig. Bei dem Gespräch in Innsbruck soll geklärt werden, ob der Weiterbetrieb der Bahn zum Fahrplanwechsel im Juni auch tatsächlich vollzogen wird. Die Vertreter der Euregio und der betroffenen Region haben hier berechtigte Zweifel. Erst letzte Woche war eine Delegation der Euregio in Berlin im Bundesverkehrsministerium.

(Meldung des Radiosenders Radio Oberland, übermittelt von Alwin Reiter

01.04.2001

DB AG soll Personenverkehr auf der Außerfernbahn übernehmen

Bald schon soll es wieder einen durchgehenden Personen-Verkehr auf der Außerfernbahn geben. Dies berichtete auf einer Versammlung von PRO BAHN dessen Allgäuer Regionalsprecher Jürgen Schmid am 26. März 2001 im Kemptener Hauptbahnhof.

Zur Zeit würden - so Schmid - Verhandlungen zwischen dem Land Tirol und der DB AG geführt. Ziel sei es, die Außerfernbahn wieder durchgängig für den Personenverkehr zu öffnen. Derzeit klafft im Zug-Verkehr eine Lücke zwischen Ehrwald und Garmisch-Partenkirchen. Dort wird derzeit "Schienenersatzverkehr" mit Bussen durchgeführt. Ziel der Verhandlungen sei es, die Strecke mit Diesel-Triebzügen von Pfronten-Steinach durchgängig über Reutte/Tirol bis Garmisch-Partenkirchen zu bedienen.
Ab dem Fahrplanwechsel zum 2. Juni 2001 soll diese Nachricht Wirklichkeit werden. Wie aus "gut unterrichteten Kreisen" von seiten der DB AG zu erfahren war, würde diesem Vorhaben kaum mehr etwas entgegenstehen.

26.03.2001

Der Standard 06.03.2001:Energie für neuen Gästestrom
Die bedrohte Außerfernbahn hat Lobbyisten gefunden

Reutte - Drei Güterwaggons, die von zwei Dieselloks gezogen werden müssen - das ist seit Mitte Oktober 2000 nicht die einzige Skurrilität im Zugverkehr im Außerfern. Wer von Innsbruck aus den Hauptort Reutte mit der Bahn erreichen will, dem empfiehlt die Homepage der ÖBB eine sechsstündige Rundreise über München-Füssen. Denn auf der steilen Strecke über Garmisch fährt kein Zug. Wien liegt 30 Fahrminuten näher.

Der Außerfernbahn fehlt der Strom - neun Jahrzehnte nachdem sie 1913 zwischen Garmisch und Reutte als eine der ersten elektrischen Nebenbahnen der Monarchie durch einen Staatsvertrag mit Bayern eröffnet wurde. Die Deutsche Bahn hat auf dem deutschen Abschnitt die reparaturbedürftige Fahrleitung abmontiert, will für die Instandsetzung Garantien eines Betreibers; die ÖBB fahren mit Bussen und planen, mit Blick auf die Bilanzen, den Personenverkehr einzustellen.

Dennoch will ein bayerisch-tirolerischer Marketingbeirat an alte Zeiten anknüpfen. Vertreter der Länder, Wirtschaftskammern und Tourismusverbände sowie Kommunalpolitiker aus dem Allgäu, dem Außerfern und dem Raum Garmisch setzen auf eine elektrifizierte Bahn als Herzstück der regionalen Entwicklung. Als Maximalvariante ist auch an eine Elektrifizierung auf dem nur mit Diesel befahrenen Abschnitt Reutte-Pfronten gedacht.

Tourismus-Highlight

In einer Machbarkeitsstudie werden die Investitionen in acht Jahren auf 500 Mio. S (36,35 Mio. EURO) geschätzt. Als "touristisches Highlight" soll die Außerfernbahn"positioniert" werden, den Ballungsraum München vor Augen.

Der Bezirkshauptmann von Reutte, Dietmar Schennach, sieht neue Möglichkeiten: etwa Anknüpfungen an die 1999 gestartete Interreg-Initiative "Vitales Land". Elf Ferienregionen zwischen Schwangau und Pfronten, dem Lechtal und Tannheimertal präsentieren sich seither gemeinsam. Auch im derzeit entstehenden Konzept für einen Nationalpark im Natura-2000-Gebiet des Lechtals soll die Bahn zentralen Stellenwert erhalten.

Als unabdingbar gilt ein Strombetrieb für den Gütertransport, vor allem für einen der großen Betriebe im Außerfern, das Zementwerk Schretter & Cie in Vils. Jährlich werden 120.000 Tonnen zum eigenen Malwerk in Kirchbichl geführt, am anderen Ende Tirols. Mit zwei Dieselloks pro Fahrt wird es teuer. (bs)

06.03.2001

Tiroler Tageszeitung 11.02.2001: Konkurrenz für Bahn durch Schienenersatz

Trotz der von der Deutschen Bahn seit kurzem betriebenen Züge zwischen Reutte und Ehrwald lassen die ÖBB weiterhin ihren Schienenersatzverkehr fahren

REUTTE (huma). Fast schon paradiesische Zustände herrschen derzeit für Benützer von öffentlichen Verkehrsmitteln im Zwischentoren. Wer von Reutte nach Ehrwald oder retour fahren will, hat die Qual der Wahl: Neben Postbussen verkehrt auch der Schienenersatzverkehr der ÖBB und parallel dazu fahren die Züge der Deutschen Bahn.

Die Triebwagen rattern auf dieser Strecke nach längerer Pause erst wieder seit dem 3. Februar. Diese täglichen Zugverbindungen im Zweistunden-Takt von 8.30 bis 17.30 Uhr sind vom Land Tirol bestellt und werden von der Deutschen Bahn ausgeführt ein absolutes Novum. Für viele absolut unverständlich ist allerdings, dass zeitgleich auf der Straße der Schienenersatzverkehr der Österreichischen Bundesbahnen weiterläuft so, als ob es die Züge gar nicht geben würde. Emmerich Müller, der Leiter des ÖBB-Personenverkehrs für Tirol, verteidigt dieses Vorgehen und weist auf den mit dem Land Tirol abgeschlossenen Verkehrsdienstevertrag hin: Für uns gilt weiterhin der Fahrplan, den wir laut Vertrag zu erfüllen haben. Von seiner Seite könne daher keine Initiative zur Einstellung des Schienenersatzverkehrs ausgehen. Zu Vorwürfen, wonach es seinerseits eine Weisung gebe, dass die ÖBB-Busse die in Ehrwald endenden Züge nicht abwarten sollen, sagt Müller: Es gibt keine Weisung, diese Zeiten sind längst vorbei. Das Problem würden einzig zu spät kommende Züge darstellen: Wir können mit den Bussen nicht zu lange warten, sonst erreichen wir die Anschlusszüge in Garmisch nicht mehr.

Diethelm Judmaier von der Verkehrsabteilung des Landes bezeichnet die neuerliche Aufnahme des Schienenverkehrs auf dieser Strecke als ersten Schritt zur Wiederbelebung der Außerfernerbahn: Wir sind uns bewusst, dass das keine Ideallösung ist. Die Züge seien aber sehr gut ausgelastet. Außerdem würden mit den ÖBB Gespräche über eine Einstellung des Parallelverkehrs laufen: Ich hoffe in den nächsten Tagen auf eine einvernehmliche Lösung.

Wie die Zukunft der Nebenbahn nach dem 9. Juni ausschauen wird, wenn die ÖBB den Personenverkehr offiziell einstellen werden, darüber könne derzeit noch nichts Konkretes gesagt werden. Es würden derzeit mehrere Varianten geprüft. Fest stehe nur, dass man Neuland betreten werde.

Martin Teißl von PRO BAHN Allgäu/Tirol reagierte auf diese unmögliche Situation mit einem Schreiben an die österreichische Verkehrsministerin. Der Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Dipl.-Ing. Dr.Forstinger,
ich darf bitten, dass Sie SOFORT den von den ÖBB im Außerfern durchgeführten Schienenersatzverkehr einstellen lassen, weil dadurch Steuergeld vernichtet wird. Die Fakten entnehmen Sie bitte dem unten zitierten Artikel aus der Tiroler Tageszeitung vom 11.02.2001. Ich darf daran erinnern, dass der Leiter des ÖBB-Personenverkehrs für Tirol, Herr Mag. Emmerich Müller, von Ihrem Vorgänger, Dipl.-Ing. Michael Schmid "diszipliniert" wurde, weil er die Außerfernbahn stilllegen wollte. Und jetzt wirft der "disziplinierte" Regionalmanager Steuergeld beim Fenster hinaus, weil er am nicht mehr notwendigen Schienenersatzverkehr festhält. Direkt neben den Zügen der DB Regio AG fahren zeitgleich ÖBB-Busse im Schienenersatzverkehr. Ich danke für Ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Teißl
PRO BAHN Allgäu/Tirol

11.02.2001

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