Waldviertler Schmalspurbahnen

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Seite erstellt: schmalspURBAhN - 1998.09.14. / letzte Änderung: 2008.01.13.

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10. bis 11. September 1998:
Weicheneinbau in der Haltestelle Altnagelberg Friedhofweg
1. bis 3. Oktober 1998:
Bahnsteig- und Haltestellentafelerrichtung

Die Umsetzung des seit Anfang 1998 bestehenden Vertrags zur Einfahrt in den Bahnhof Altnagelberg ist wegen föderalistischer Eitelkeiten für die Züge des Waldviertler Schmalspurbahnvereines nicht möglich. Aus diesem Grund mußten die Züge zwischen Kilometer 8,1 (ehemalige Halte- und Ladestelle Aalfang) und 0,4 (Haltestelle Friedhofweg) in jeweils einer Fahrtrichtung geschoben werden. Dieser Betrieb (Spitzenverschub) wurde zwar seit Anfang Juni 1998 durch den Einsatz von Funkgeräten bedeutend erleichtert, stellte jedoch noch immer eine enorme Belastung der WSV-Mitarbeiter dar.

Die erste Benützung des neuen Ausweichgleises in km 0,4 durch das Triebfahrzeug 100.2 des Zugpaares 3/4 (Garnitur: 10007, 6493, 3883 und 3889), gesehen von Süden. Am linken Bildrand ist das Gleis nach Litschau zu sehen.

neues Stutzgleis (von Süden)

Da die Durchsetzung des Vertrags nicht abzusehen war, beschloß der Vorstand, mittels eines neu zu schaffenden Gleisstutzens eine rudimentäre Umsetzmöglichkeit zu schaffen. Da das Gleis Altnagelberg - Heidenreichstein ein leichtes Gefälle in Richtung Gmünd aufweist, kann die Wagengarnitur durch Schwerkraft an der „eingesperrten“ Lok vorbeirollen. Dies ist deswegen wichtig, da für ein Umsetzgleis der verfügbare Platz nicht ausreicht.

Das Unternehmen Neue „Stölzle“ Kristall GmbH wurde mit der Bitte um Überlassung von Gleismaterial sowie Genehmigung zur Benützung firmeneigenen Grundes kontaktiert. Die Verhandlungen konnten erfolgreich abgeschlossen und der Abbau von Gleisen und Weichen ab Anfang September durch Vereinsmitglieder mit Hilfe der Marktgemeinde Brand-Nagelberg durchgeführt werden.

Das neue Ausweichgleis in der Haltestelle Friedhofweg nach der Wende von Zug 3 auf 4, von Südosten gesehen

neues Stutzgleis (von Südost)

Am 10. September erfolgte Weichenausbau und Transport, nachdem in den Vortagen durch Hilfe des Bauhofs der Marktgemeinde Brand-Nagelberg der Untergrund vorbereitet wurde, am 11. September wurde die Weiche in das Streckengleis Altnagelberg - Heidenreichstein eingebunden. Es wurde ein Stutzgleis mit 16 Meter Länge angelegt, ausreichend für eine Dampflok der Baureihe 399. Für den Einbau mußten der Regenwasserdurchlaß entlang des Friedhofwegs um 4 Meter verlängert und eine Drainage entlang der Gleisachse verlegt werden, bevor die Planierung des Platzes fertiggestellt werden konnte.

Nach Fertigstellung (Platzbefestigung) wird der Feldbahnwagen 3001 am Ende des Stutzgleises abgestellt und zugleich als Blickfang und wettergeschützer Unterstand dienen.

So präsentiert sich das Gleis vom Friedhofweg aus in Richtung Bahnhof Altnagelberg gesehen (im linken Bildhintergrund ist der durch den WSV betreuteWasserturm zu erkennen)

neues Stutzgleis (von Friedhofweg aus gesehen)

Anfang Oktober war die Witterung soweit arbeitsfreundlich, daß - wieder mit Hilfe der Marktgemeinde Brand-Nagelberg - an die Errichtung eines Bahnsteigs beim Friedhofweg gedacht werden konnte. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten konnte ein 17 Meter langer Bahnsteig hergestellt werden, der für 2 zweiachsige Personenwagen ausreicht. Das Stutzgleis konnte fertig geschottert werden, das Stopfen des Gleises ist aber noch ausständig. Die Bahnsteigoberfläche besteht aus verdichtetem Erdreich, das erst nach den Setzungen eine endgültige Oberfläche erhalten wird.

rechtes Bild: der neuerrichtete Bahnsteig der Halte- und Endstelle Altnagelberg Friedhofweg (1998.10.03)

Am Abend des 3. Oktober wurde die Haltestellentafel aufgestellt (Bilder unten), wobei die Haltestelle den neuen Namen "Herrenhaus" als Hinweis auf die Nähe des Gemeindezentrums (Restaurant, Glasmuseum, Ausstellungsräumlichkeiten) erhielt.

Bahnsteig
Errichtung Hst. 1Errichtung Hst. 3 Errichtung Haltestellentafel 2

Der Bahnsteig mit der neuerrichteten Haltestellentafel im Sonntagmorgenlicht (4.10.1998) von der Gleisseite aus gesehen.Im rechten Bildhintergrund sichtliche Gebäude bilden einen Teil des Firmenkomplexes der Neue „Stölzle“ Kristall GmbH.

Haltestelle mit Tafel
Idyll am Sonntagvormittag: neuer Bahnsteig, neue Haltestellentafel. (4.10.1998) Idyll am Sonntagvormittag

Der WSV dankt der Geschäftsführung der ehemaligen Neue "Stölzle" Kristall GmbH, Altnagelberg, und der Marktgemeinde Brand-Nagelberg unter dem damaligen Bürgermeister Wilhelm Kindlinger für die freundliche Unterstützung

Alle Aufnahmen: digImages (1. bis 3. von oben: Samstag, 12.9.1998, zwischen 14.50 und 15.10 Uhr, alle weiteren am Wochenende 3./4. Oktober) von Gerhard schmalspURBAhN.

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