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letzte Änderung/last update: 2007.12.26.

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Die Nikolauszüge vom 5. und 6.12.1998

Nach dem in diesem Ausmaß nicht erwartetem Erfolg der "Osterhasenzüge" in diesem Jahr lag es nahe, ein ähnlich beeindruckendes Angebot speziell für die kleinen Fahrgäste vor allem aus der Region auch vor Weihnachten - analog zu den im englischsprachigen Raum als "Santa Specials" bezeichneten Aktivitäten der Museumsbahnen - in geeigneter Form anzubieten.

Nachdem Anfang Dezember in der »REGION an der BAHN« bereits mit Schnee zu rechnen ist, hofften wir alle darauf, daß zwar einerseits genügend Schnee die Landschaft "verzuckert", aber andererseits nicht so viel Schnee fallen würde, daß der Zugbetrieb beeinträchtigt wäre. Erstmalig wurde zu den herkömmlichen Wegen der Bewerbung dieser neuen Vereinsaktivität zusätzlich die Bekanntmachung über den regionalen Sender "Radio Waldviertel" in der Woche vor dem Nikolauswochenende durchgeführt. Zum Zeitpunkt des ersten Hinweises am 28. November war der samstägliche Zug bereits ausverkauft, aber die interessierten Hörer konnten ja noch immerhin den Sonntagszug buchen. Letztendlich fuhren je Zug rund 100 Personen, davon rund die Hälfte Kinder, mit.

Krampus und Nikolaus in der Pferdekutsche
Nikolaus und sein Kumpan Krampus kamen mit der Pferdekutsche.
Dahinter steht der Sonntags-Nikolauszug bei km 3.1
(passenderweise heißt diese Forststraße "Nikolausweg"!)

Nikolaus und Krampus konnten standesgemäß mit der Pferdekutsche zum Treffen mit dem WSV-Zug Nr. 901/902 anreisen. Leider lag nicht genug Schnee für einen (noch standesgemäßeren) Pferdeschlitten! Durch den Bedürfnishalt in der Haltestelle Aalfang verzögerte sich am Samstag das Treffen mit den beiden Gabenbringern und deren Transportmittel - Pferd und Kutschenpassagiere froren während der Wartezeit beinahe im Wald fest.

Bei Kilometer 3.1 trafen Zug und Kutsche zusammen und fuhren ein Stück nebeneinander her. Die beiden Genossen ließen sich vor dem Einsteigen noch von anwesenden Photographen ablichten und bestiegen dann - schwer mit Geschenken für die kleinen Passagiere beladen - den WSV-Zug.


Nikolaus und sein (mit dem Geschenksack schwer bepackter) Geselle
werden vor dem Einsteigen von einem Fahrgast
photographiert, während Zugchef Manfred Schwingenschlögl (rechts)
auf die Abfahrt wartet. Lokführer Stefan Wurz betrachtet die Szene
aus gebührender Entfernung.

Trotzdem seitens des WSV darauf hingewiesen wurde, daß die mitfahrenden Kinder automatisch beim Einsteigen in den Zug brav werden, dürfte anscheinend doch einige Buben und Mädel das schlechte Gewissen gedrückt haben: beim Nahen des Krampus verkroch sich so manches Kind unter die Sitze, während andere zu weinen begannen - dabei hatte der Krampus alle Hände voll zu tun, um dem Nikolaus die Geschenke aus dem großen Sack zu reichen, die Rute blieb währenddessen "außer Betrieb". Erst nachdem die Beiden den Zug auf der Rückfahrt in Langegg wieder verließen (der Nikolaus hatte um 1700 Uhr in der Heidenreichsteiner Theateraufführung des "Räuber Hotzenplotz" seinen Auftritt), lebten die bis dahin ruhigen Kinder sichtlich erleichtert auf und wurden - jetzt gefahrlos - wieder sehr tapfer und vorlaut.

Die während des gesamten Wochenendes vorherrschenden niedrigen Temperaturen ließen den Absatz des WSV-Punsches (sowohl Kinder- als auch Erwachsenenpunsch) derartig in die Höhe schnellen, daß wir (Petra Weinstabl und Gerhard Urban) im Jausenwagerl nicht mit dem Punschkochen nachkamen. Das am Samstag (und auch noch am Sonntagmorgen) sonnige Wetter wich ab Sonntag Mittag stark einsetzendem Schneefall, der dem sonntäglichen Zug eine besonders vorweihnachtliche Stimmung verlieh.

Der WSV möchte allen Helfern danken, daß die Nikolauszüge erfolgreich und ohne Zwischenfälle verliefen, insbesondere aber:

Nikolaus und Krampus
Stadtgemeinde und Gästeservice Heidenreichstein
Reitstall Inghofer, Kleinpertholz

Alle Bilder: Siegfried Rott (1998.12.06.)

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