die Fahrzeuge des Waldviertler Schmalspurbahnvereines

1a. Dampftriebfahrzeug

letzte Änderung: 2008.08.13. by schmalspURBAhN

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Dampflok 170.1 - Bild aus dem Werkskatalog WLF, 1938 (15171 Bytes)

Fabriksschild 170.1, Lokomotivfabrik Floridsdorf (Wien), 1938 (9923 Bytes)

170.1 sollte für die Floridsdorfer Lokfabrik DER Renner auf dem Werks- und Industriebahnsektor von 790 bis 900 mm Spurweite werden, wie die nebenstehende Abbildung aus dem WLF-Katalog 1938 zeigt.

170.1 aktiv im Stahlwerk Donawitz - 1 (10672 Bytes) Die Dampfloktype "Erzberg" wurde von der Lokomotivfabrik Floridsdorf (WLF) sozusagen "auf Verdacht" für die Österreichisch-Alpine Montan Gesellschaft, Hütte Donawitz gebaut.
Die Prototyplokomotive mit der Fabriknummer 3150 aus 1938 war für die Spurweite 790 mm und eine Leistung von 170 PSi ausgelegt.
170.1 aktiv im Stahlwerk Donawitz - 2 (10748 Bytes) Die wirtschaftliche Lage ließ die ÖAMG eher zurückhaltend auf die Floridsdorfer Neuentwicklung reagieren.
Nach dem Anschluß Österreichs an das "Tausendjährige Reich" jedoch, als "die Räder für den Sieg rollen", und auch die nunmehrigen "Hermann Göring-Werke" ihren Beitrag zur reichsdeutschen Rüstung beitragen mußten, war die Donawitzer Werksleitung froh, auf das mangels grösseren Erfolgs Einzelstück bleibende Prototypexemplar zurückgreifen zu können.
170.1 aktiv im neuen Leben: auf der Stainzerbahn, nach Umspurung (15733 Bytes) Die Lok wurde 1991 nach Stainz überstellt und dort von Markus Mandl wieder betriebsfähig gemacht.
Als Einzelstück mit 11 Tonnen Achsdruck wurde sie für einzelne Sonderfahrten, unter anderem auch gemeinsam mit der ebenfalls aus Donawitz stammenden Dampflok 100.13, für Sonderfahrten zwischen Stainz und Wohlsdorf eingesetzt.

Das nebenstehende Bild zeigt 170.1 im Herbersdorfer Wald (Photo: S. Rott)

170.1 - die ersten Dampfwolken im Waldviertel (15886 Bytes) Da der WSV ab 1997 ohne Dampflok auskommen mußte, konnte ein Aufenthalt im Waldviertel arrangiert werden. Wegen leckender Kesselrohre wurde die Abstellung verfügt, die Lok zerlegt und Kessel samt Feuerbox in die Hauptwerkstëtte Böhmisch Wielands (ehemalige CSD-Werkstätte) gebracht. Das Projekt Wiederinbetriebnahme, mit Kosten von rund einer halben Million Schilling (rund 36.400 Euro-Taler), konnte Mitte Dezember 1998 erfolgreich abgeschlossen werden.

Mitte Juli kam 170.1 ins Waldviertel, das Bild zeigt sie nach dem Abladen in Altnagelberg, vor der Abfahrt nach Heidenreichstein. Im Vordergrund eine Auswahl aktiver WSV-Mtglieder. (Photo: R. Mauritz, 1997.07.17.)

Bilder und Sounds von der Belastungsprobefahrt am 20. Dezember 1998

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