Seite erstellt: 2011.07.02./letzte Aktualisierung: 2012.03.24.


Waldviertler Schmalspurbahnverein
Gerhard Urban
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Aktivitäten in 2011

Dezember

24.

Der mit 2091.09 und der erweiterten WSV-Garnitur (Di 6900, Bi 3890, 3889, 3883 und den ausgeborgten B4ipüh 3244) gefahrene Christkindlzug war bereits 1 Woche vor dem Termin ausgebucht, nicht einmal 1 Sitzplatz mehr war frei. Aus diesem Grund mußten auch mehrere potentielle Fahrgäste, die auf Verdacht gekommen waren, wieder entäuscht und unverrichteter Dinge wieder den Bahnhof Heidenreichstein verlassen.

Als die Anfahrtszeit nahte, kam es zu einer ungeplanten Verzögerung: die Vakuumbremsleitung war nicht dicht. Hektische Suche nach einem Leck wies letztendlich auf den lokseitigen Bremsschlauch des Generatorwagens 10007 hin, wobei nach kurzer Beratung beschlossen wurde, die Zufahrt nach Aalfang mittels Handbremsung durchzuführen. Heidenreichstein wurde mit rund 15 Minuten Verspätung verlassen. Nach dem Umsetzen in Aalfang wurde die Bremsleitung zwischen Dienstwagen 6900 und dem nunmehr am Zugschluß laufenden 10007 getrennt, und der Rest der Garnitur konnte normal mit Vakuumbremse verkehren.

3./4.

Die Nikolauszüge der Saison 2011 waren trotz massiver Konkurrenz in der Region praktisch ausgebucht, auch wenn der Winter bis dato eher ausgelassen hat. Bei Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Plus und teilweise strahlendem Sonnenschein ist es schwer, Adventstimmung zu vermitteln. Aufgrund der aktuellen Betriebssituation beschränkte sich die Fahrtstrecke auf den Abschnitt bis Aalfang, der mit 2091.09 und der erweiterten WSV-Garnitur (Di 6900, Bi 3890, 3889, 3883 und den ausgeborgten B4ipüh 3244) befahren wurde.

2091.09 erreicht Aalfang Wendezeit für 2091.09
Die Diesellok 2091.09 erreicht mit dem samstäglichen Nikolauszug die ehemalige Halte- und Ladestelle Aalfang bei strahlendem Frühwinterwetter. Während Krampus und Nikolaus die braven Kinder belohnen und die schlimmen disziplinieren, verabschiedet sich das Zugfahrzeug über Weiche 1, Gleis 3 und Weiche 51, um die Garnitur für die Rückfahrt zu umfahren.
Dazu gibt es auch einen Bericht (ca. 130kB) in der Wochenzeitung NÖN-Gmünder Zeitung.

November

26./27.

Eine Gruppe von WSV-Mitarbeitern bewirtete am Bahnhof Weitra die Fahrgäste der Schmalspurzüge zum Weitraer Advent mit Punsch und Gulaschsuppe. Während der Novembertypische Samstag mit Niesel, Nebel und Kälte weihnachtliche Stimmung zu erzeugen in der Lage war, zeigte sich der Sonntag von einer eher schönwetterlich geprägten Seite. Diese Wettersituationen wirkten sich auch auf die Einnahmensituation für den WSV aus: während der Samstag den Kassier zufrieden die Kasse schließen ließ, lohnte der Sonntag den doch nicht unbeträchtlichen Aufwand kaum. Dem Vernehmen nach hat die Geschäftsführung der NÖVOG beschlossen, ab 2012 keine Schmalspurfahrten zwischen November und April durchzuführen, wohl, um die durch Winterereignisse erhöhten Betriebskosten zu vermeiden.

Oktober

22., 23., 29.-31.

Die in 2010 erstmals verkehrenden Herbstzeitzüge verkehrten unter dem Namen "Waldgeisterzüge" auch in 2011, diesmal an zwei Wochenenden, als Saisonabschluß. Aufgrund der aktuellen Betriebssituation beschränkte sich die Fahrtstrecke auf den Abschnitt bis Aalfang, der stilgerecht mit 2091.09 und der originalen WSV-Garnitur (Di 6493, Bi 3890, 3889 und 3883) befahren wurde. Obwohl nicht an jedem der 5 Fahrttage gleichermaßen herrliches Herbstwetter wie an den beiden letzten Oktobertagen herrschte, waren die Fahrten, bei denen während des Aufenthalts in Aalfang Kürbiscremesuppe zur Stärkung gereicht und gerne angenommen wurde, sehr gut besucht. Die WSV-Küchenmannschaft mußte gleich mehrmals außertourlich zusätzliche Suppe kochen. Während der Fahrt gab es im Jausenwagerl "Geisterdrinks" sowohl für Erwachsene, als auch für kleingewachsene Fahrgäste - früh übt sich, was ein Österreicher werden will! Der WSV dankt der Kulturinitiative Amaliendorf-Aalfang für die Erlaubnis zur Nutzung des Haltestellenareals.

2091.09 erreicht Aalfang der Kessel ist bereit
Die Diesellok 2091.09 erreicht mit dem sonntäglichen Waldgeisterzug die ehemalige Halte- und Ladestelle Aalfang bei strahlendem Spätherbstsonnenschein. Gleich werden die Fahrgäste von den guten Waldgeistern des WSV mit Kürbiscremesuppe gelabt, die hier bereits im Kessel über dem Feuer vor sich hin brodelt.

8.

Der WSV wurde von der FF Langegg gebeten, an der jährlich stattfindenden, in 2011 von Langegg ausgerichteten, Abschnittsübung der Feuerwehren des Bezirkes Gmünd aktiv teilzunehmen. Von den 4 Stationen waren 2 mit WSV-Anteil vorgesehen, als Übungsorte dieser 2 Stationen mit WSV-Beteiligung dienten der Haltestellenbereich Langegg sowie nächst Streckenkilometer 5.3 (Katastralgemeinde Mexiko/Langegg).
Im Bereich der Haltestelle Langegg wurde vom WSV der Kesselwagen P101 plaziert, der als Übungsannahme als mit umweltschädigenden Chemikalien gefüllt angesehen und leckte, wobei die örtlichen Oberfläcjenwässer und die Kanalisation bedroht wurde.
Die in der Vorwoche aus Altnagelberg zugeführte "Zuggarnitur" wurde bei der nichtöffentlichen EK nahe Kilometer 5.5 bereitgestellt und bestand aus dem Niederbordwagen O 306 (mit Schwellen beladen), dem Dienstwagen 6493 und den Vierachsern 3448 und 3449. Diese Fahrzeuge wurden mit Hilfe eines Krans von der FF Langegg fachgerecht ausgegleist. Die Übungsannahme lautete "Zugentgleisung mit Notwendigkeit einer Personenevakuierung wegen drohenden Kippens eines Wagens".
Um den Feuerwehrmänner und -frauen der für den ganzen Tag angesetzten Abschnittsübung auch angesichts der niedrigen Temperaturen und zeitweise strömenden Regens die Möglichkeit zu geben, sich zumindest innerlich zu wärmen, wurde der bewirtschaftete Jausenwagen 3889 nahe den ausgegleisten Wagen aufgestellt und auch regelmäßig frequentiert. Am frühen Nachmittag wurde die Übung durch hohen Besuch geehrt, als mehrere Honoratioren, darunter der Schremser Bürgermeister Österreicher und Landtagsabgeordneter Antoni, dem WSV-Jausenwagerl ihre Aufwartung machten, um den ärgsten Regenguß "abzuwettern".

Lok und Wagen nahe Mexiko entgleister Güterwagen
Diesellok 2091.09 und Jausenwagerl 3889 im Wald nahe Mexiko, bei Streckenkilomter 5.5. "Entgleister", mit Schwellen beladener Güterwagen WSV O/s 306, der vom Zugverband gelöst ist. Dahinter ist das Dach des Dienstwagens 6493 zu sehen.
Hektometerstein 5,5 entgleister Personenwaggon
Die ausgegleisten Fahrzeuge (gesehen in Richtung Altnagelberg): Dienstwagen 6493, C4i/s 3448 und 3449. In den Personenwagen waren für die Übung 20 Personen in verschiedenen Verletzungsstadien angenommen. Der Wagen 3449 stand, mit einem Drehgestell entgleist, neben der nicht öffentlichen Eisenbahnkreuzung, und drohte, umzustürzen, was die Bergung der Verletzten um einiges erschwerte.
Verletztenbergung Feuerwehrleute bergen verletzte Person
Die "Unfallstelle" mitten im Wald, ohne ausreichende Zufahrtmöglichkeit für Straßenfahrzeuge, erforderte den Abtransport der Verletzten mittels Bergetuch durch sumpfiges Gelände. Der Bahndamm bietet einen wesentlich komfortableren Abtransportweg für Feuerwehrhelfer und Verletzter Person. Hier Männer der Wehren Eibenstein (Gmünd) und Groß Höbarten auf dem Weg zur Übergabe an die Rettung.
Als Ergebnis zeigte sich, daß die Notwendigkeit kontinuierlichen Übens von immenser Bedeutung für die Wirksamkeit der Feuerwehren ist, insbesondere die Zusammenabeit mit anderen Organisationen (Bahn, Rettung, Umweltbehörde) betreffend. Deswegen ist auch die Mitarbeit des WSV an solchen Übungen seit vielen Jahren Standard.

August

19.

Für zwei Gruppen französischer Eisenbahnfreunde (FACS und COPEF) verkehren am 19. August Sonderzüge von Gmünd nach Litschau und Groß Gerungs. Um auch Heidenreichstein einzubinden, wird ein Bustransfer Gmünd - Heidenreichstein (Burgführung und Bahnhofsbesichtigung) - Litschau - Heidenreichstein - Gmünd zusätzlich erfolgen.

16.

Für eine Gruppe englischer Eisenbahnfreunde verkehrt am 16. August ein Sonderzug von Gmünd nach Norden, inklusive einer vom WSV inszenierten Doppelausfahrt in Altnagelberg.

15.

Anläßlich des Langegger Familienwandertages warb der WSV mit dem ex-Ischlerbahnwagen Bu/s 3571 an der Eisenbahnkreuzung bei Streckenkilometer 6.3 für die wiedereröffnete Strecke Heidenreichstein - Aalfang. Der Wagen wurde mit Zug Nr. 5 am Sonntag zugeführt, und am Nachmittag des Feiertagmontags mit Zug Nr. 6 wieder abgeholt (jeweils als Fahrt ohne Publikum zwischen Aalfang und km 6.3). Die im Landesbahnprospekt nicht angekündigten Fahrten am 15.8. waren - wohl auch aufgrund des wechselhaften Wetters - nur zaghaft besetzt.

14.

Das regnerisch-kalte Wetter ist für kurze Zeit strahlendem Sonnenschein gewichen, mit adequater Temperatur. In Altnagelberg erwartete eine Gruppe den bereits trotz Badewetters gut besetzten Vormittagszug R204, der von der 2091.09 nach Litschau geführt wurde.

2091.09 in Altnagelberg 2091.09 in Altnagelberg
NÖVOG 2091.09 erreicht mit R204 den ehemaligen Bahnhof Altnagelberg im strahlenden Sonnenschein NÖVOG 2091.09 erreicht mit dem Litschauer Zug die Einfahrtsweiche des Bahnhofs Altnagelberg. Die abgestellten Wagen sind wegen Aufnahme des WSV-Betriebs aus Aalfang hier hinterstellt

13.

Auch durch das etwas durchwachsene Wetter des heutigen Tages konnte der Ansturm von Fahrgästen auf die Garnitur des Wackelstein Expreß nicht abgewendet werden. Der zweite Planfahrtag der Saison konnte ebenso als kräftiges Lebenszeichen des WSV gesehen werden.

10.

Nach der tags zuvor erfolgten Genehmigung durch die zuständige Behörde können die Züge des Wackelstein Expreß wieder verkehren - vorläufig zwischen Heidenreichstein und Aalfang. Die restlichen acht Kilometer bedürfen noch einiger Arbeit.

Nach Ankunft des letzten WSV-Zuges konnte eine willkommene Erhöhung der liquiden Mittel vermerkt werden: mehr als 70 zahlende Fahrgäste und deren Konsumation im Jausenwagerl ließen die Kassen klingeln.

8./9.

Der Abschluß der Gleisbauarbeiten mit teilweiser Neulage zwischen Heidenreichstein und Aalfang wurde durch den Besuch des Ziviltechnikers begangen, der mit der Arbeit der Oberbaugruppe sehr zufrieden war und seine uneingeschränkte Zustimmung zum Start der sommerlichen Planfahrten zwischen Kilometer 13.1 und 8 gab.

Die umgehende Meldung an die zuständige Behörde wurde ebenso prompt - natürlich im erwarteten Sinne des Vereins - erteilt. Damit steht den ersten Mittwochfahrten am 10. August nichts mehr im Wege.

3.

Presseschau: Da die für 26. Juli in Gmünd anberaumte Pressekonferenz des neuen Landesrates Karl Wilfing zu knapp vor dem Erscheinungsdatum der Wochenblätter des Bezirkes anberaumt war, erschienen die entsprechenden Artikel erst eine Woche danach.
Karikatur aus der Wochenzeitung Bezirksblätter 
               Bezirk Gmünd, Ausgabe 31/2011 vom 3.8.2011 Karikatur aus dem Gmünder Bezirksblatt Nr. 31/2011, betreffend die "Aushungerung der WSV-Strecke Heidenreichstein-Altnagelberg" durch das Land. Mit dem Ausdruck, daß dafür eine Lösung gefunden werde, wird der Bevölkerungsmeinung Ausdruck verliehen.
1. Bezirksblatt Gmünd, Ausgabe 31 vom 3.8.2011, Seiten 2 und 3 (PDF-Dokument, 152kB)
2. NÖ Nachrichten, Bez. Gmünd, Ausgabe 31 vom 3.8.2011, Seite 39 (PDF-Dokument, 86kB)
Beide Zeitungen berichten ausführlich über die seitens Land und NÖVOG geplanten Ausgaben in Höhe von 12 Millionen Euro "für die Waldviertler Schmalspurbahnen" bis Ende 2012, die in vornehmlich Bauinvestitionen fließen sollen (Neubau eines Empfangsgebädes in Gmünd, mit angeschlossener kleiner Werkstätte), sowie die punktuelle Sanierung der Strecken nach Litschau und Groß Gerungs. Während die NÖN eine Berichterstattung im Sinne der Landesregierung durchführten, "erdreistet" sich das Bezirksblatt, die Frage nach dem Verbleib des aus bislang praktisch ausschließlich aus privater Initiative erhaltenen und betriebenen Heidenreichsteiner Streckenastes zu stellen.

Bemerkenswerter Lesestoff zu den Artikeln sind auch die begleitenden Kommentare.

Juli

31.

Das regnerisch-kalte Wetter hielt auch am letzten Julisonntag an. Die Besetzung der Nordastzüge litt eindeutig nicht darunter - auch in Altnagelberg erwartete eine Gruppe den bereits gut besetzten Vormittagszug R204, der von der ehemaligen Waidhofner 2091.09 nach Litschau geführt wurde.
2091.09 in Altnagelberg NÖVOG Zug R204 in Altnagelberg
NÖVOG 2091.09 erreicht mit R204 den ehemaligen Bahnhof Altnagelberg im strömenden Regen (daher die Bewegungsunschärfe!) Der Litschauer Zug wird von einsteigenden Fahrgästen gestürmt und dem Regen entkommen wollen.
In den letzten Wochen hat die kleine WSV-Mannschaft trotz des unfreundlichen Wetters die Gleisbauarbeiten zwischen Heidenreichstein und Aalfang plangemäß durchgeführt. Wenn sich die Witterung nicht wesentlich verschlechtert und keine Erkrsnkungen in der Oberbau Crew auftreten, sollte die ziviltechnische Untersuchung des Abschnitts und die darauf erfolgende Betriebsbewilligung für den Notbetrieb kein Problem darstellen. Ab Mittwoch 10. August sollte der WSV-Betrieb wieder aufgenommen werden können.

26.

Im Rahmen der in Gmünd stattgefundenen Pressekonferenz des Landesrats Wilfing wurde die Zusammenarbeit von WSV und NÖVOG hervorgehoben. Interessanterweise findet dies weder in der Presseaussendung (APA) noch in den bislang veröffentlichten Artikeln in verschiedenen Medien seinen Niederschlag.
Nach der Pressekonferenz fand ein Treffen zwischen WSV Vizeobmann Kaller und dem NÖVOG Geschäftsführer Dr. Stindl statt, im Rahmen dessen die weitere Zusammenarbeit besprochen wurde.

Juni

10.

Am Vormittag verkehrte ein Probezug mit der von Waidhofen/Ybbs nach Gmünd überstellten Diesellok 2091.09, die bereits mit den neuen Eigner NÖVOG bezeichnet war.
2091.09 in Altnagelberg
NÖVOG 2091.09 mit Probezug von Litschau kommend

7.

Wie aus den NÖN, Ausgabe 23/2011 zu entnehmen war, bleiben die Gleise der WSV-Strecke zwischen Heidenreichstein und Altnagelberg während der Sommersaison 2011 bis auf Weiteres ohne die angekündigten Planzüge. Wegen geplatzter Finanzierungsgespräche des Vereinsvorstandes mit dem Land und der landeseigenen Infrastrukturbetriebsgesellschaft betreffend einer finanziellen Beteiligung an den Streckenerhaltungskosten konnten die gemäß ziviltechnischer Auflagen geforderten Erhaltungsmaßnahmen des Oberbaus nicht zeitgerecht in Angriff genommen werden.

Aufgrund der Nichteinhaltung der Finanzierungszusage wird sich der WSV mit den vorhandenen Materialien und Mitteln um die Sanierung des Abschnitts Heidenreichstein - Aalfang bemühen, um zumindest ab voraussichtlich Mitte Sommer wenigstens ein Rumpfangebot stellen zu können.


Konzept und Realisation: schmalspURBAhN
Dank Unterstützung von: Ronny
Webspace: Freunde der Mariazellerbahn