Waldviertler Schmalspurbahnen

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letzte Aktualisierung: schmalspURBAhN - 2008.01.13.

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H0e - Modell beim Waldviertler Schmalspurbahnverein

ausverkauft !

Der WSV dankt allen Käufern des Modells für Ihren Beitrag zur Wiederinbetriebnahme der Dampflok 170.1

Bild: WSV-Generator- und Fahrradtransportwagen Gw/s 10007 vor dem Magazin im Bf Heidenreichstein (Gleis 2), am Samstag, den 20. Juni 1998.

digImage © 1998 by schmalspURBAhN

Der vereinseigene Güterwagen ex-ÖBB Gw/s 10007 wurde von der Grazer Waggonfabrik 1903 für die Bregenzerwald-Bahn (BWB) als Teil einer sechs Stück umfassenden Serie (G 241-246) als G 243 (mit Vakuumbremse System Hardy) nach Standardplänen erbaut. Im Zuge der Neunummerierung durch die BBÖ (1928) erhielt der Wagen die Nummer Gw/s 1050, die einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg durch die nunmehrigen ÖBB (nach 1953) auf Gw/s 10007 geändert wurde [1, 2].

Sicherlich bis zum 1. April 1977, höchstwahrscheinlich aber bis zur Einstellung des Betriebs der BWB im Jahr 1980, verblieb der Wagen auf jener Bahn, für die er gebaut wurde. Nach dem unrühmlichen Ende des gesamten Verkehrs auf der Bregenzerwald Bahn dürfte er umgehend nach Gmünd NÖ umstationiert worden sein (darüber konnten in den zur Verfügung stehenden Quellen keine Angaben entdeckt werden).

Skizze 10007

Nach Gründung des WSV 1987 wurde dieser Wagen gemeinsam mit den anderen Fahrzeugen von den ÖBB angemietet, um als Geräte- und Werkstatt-, aber auch als Fahrradtransportwagen zu dienen. Als sich nach dem ersten Sylvesterzug zur Jahreswende 87/88 die auf der 399.003-3 installierte Lichtmaschine als nicht ausreichend für die elektrische Versorgung der Wagen (Beleuchtung und Webasto-Heizung) erwies, wurde nach eingehenden Untersuchungen beschlossen, ein durch Verbrennungsmotor betriebenes Aggregat zur Versorgung der WSV-Garnitur mit elektrischer Energie im Wagen 10007 einzubauen.

Aufgrund der baulichen Eingriffe wurde der Wagen 1988 käuflich erworben und wurde seither bei allen Fahrten im Winterhalbjahr im Zugsverband mitgeführt. Ein über einer Achse montierter Briggs & Stretton-Motor (Superbenzin ROZ 98) mit 20 PS, luftgekühlt, liefert die mechanische Energie (die Abgase werden über einen flexiblen Metallschlauch durch den Wagenboden ins Freie geleitet, die benötigte Luft wird aus dem Wageninnern angesaugt - daher ist während des Aggregatbetriebs immer zumindest eine Türe teilweise geöffnet), die elektronische Regelung des Motors und der Generatorteil stammen von der Wiener Firma Fein. Da die Waldviertler Winter extrem niedrige Temperaturen aufweisen können, fiel die Entscheidung der technischen Gruppe zugunsten eines Ottomotors, um Probleme mit dem Auskristallisieren von Paraffin aus Dieseltreibstoff hintanzuhalten. Der Generator liefert 24V Gleichstrom und genügend Stromstärke für Beleuchtung und Heizung einer 14-Wagen-Garnitur.

Literatur:

[1] Krobot, W., Slezak, J.O. und Sternhart, H.: Schmalspurig durch Österreich. 4. Aufl., Verlag J.O. Slezak, Wien 1991.
[2] Beer, L.: Die Bregenzerwaldbahn. Verlag EUROVAPOR, Zürich 1977.


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