
| Bauart/Achsfolge | D tn2 | Zylinderdurchmesser | 320 mm |
| Treibraddurchmesser | 750 mm | Kolbenhub | 360 mm |
| Laufraddurchmesser vorne | --- | Kesseldruck | 14 bar |
| Laufraddurchmesser hinten | --- | Überhitzerheizfläche | --- |
| Länge über Puffer | 7100 mm | Verdampferheizfläche | 41,7 m2 |
| Höchstgeschwindigkeit | 30 km/h | Rostfläche | m2 |
| max. Achslast | 6,2 t | Tenderreihe | --- |
| Reibungslast | 24,8 t | Baujahre | 1951-1958, 1982-1987 |
| Dienstgewicht | 24,8 t | Betriebsnummern | 764, 764R |
| Leistung | 110 kW/150 PS | erhalten gebliebene Loks | siehe Übersicht |
letzte in Reşiţa gebaute CFF-Lok |
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Für die damals noch zahlreichen Wald- und Industriebahnen Rumäniens lieferte die Lokomotivfabrik Reşiţa in den
1950er-Jahren in großer Stückzahl eine vierfach gekuppelte Tenderlok, um den teilweise überalteten Triebfahrzeugpark
zu modernisieren und zu vereinheitlichen. Größter Abnehmer waren die Staatlichen Waldbahnen CFF, die 120 Stück als Reihe
764-4 in Dienst stellten. Bei der oft einfach als "Reşiţa-Type" bezeichneten Lok handelte es sich um eine verbesserte
Version einer bereits vor dem 2. Weltkrieg gelieferten Bauart, die in ihrer Konzeption auf den
Budapester Werkstyp 70 zurückgeht. Im Gegensatz zu ihrer direkten Vorgängerbauart
erhielten die Neubauloks einen größeren Kessel mit zwei Dampfdomen, wodurch die Leistung von 120 auf 150 PS stieg. Auch die
Brennstoff- und Wasservorräte wurden erhöht. Die Loks konnten mit Kohle wie auch mit Holz befeuert werden und waren in der Lage,
auch unterwegs aus Flüssen etc. Wasser zu nehmen. Zur besseren Kurvengängigkeit waren die äußeren Radsätze wieder als
Klien-Lindner-Hohlachsen ausgeführt, die Höchstgeschwindigkeit betrug 30 km/h. Manche Loks waren für den Verschub von
normalspurigen Wagen mit Zug- und Stoßvorrichtungen für Normalspur ausgerüstet. Eine dieser Maschinen fährt heute auf der
ungarischen Waldbahn Királyrét.
Als zu Beginn der 1980er-Jahre die Reparaturanfälligkeit der mittlerweile bald 30 Jahre alten Loks stark zunahm, entschloß man sich
zur Beschaffung von insgesamt 12 Nachbauloks, die zwischen 1982 und 1987 vom Traktorenwerk in Reghin nach originalen Plänen aus
Reşiţa gebaut wurden. Zur besseren Unterscheidung von den optisch gleich aussehenden "echten" Reşiţa-Loks
erhielten die Nachbauten nach der Typennummer ein angehängtes R (764-402R bis 764-412R), nur die erste Nachbaulok erhielt die nicht
systemkonforme Betriebsnummer 764-001. Der Grund für diese doch etwas ungewöhnliche Nachbeschaffungsaktion liegt darin, daß man
das an sich genügend vorhandene rumänische Erdöl lieber teuer gegen Devisen ins Ausland verkaufte, während auf den
Waldbahnen das Holz praktisch kostenlos zur Verfügung stand. Diese Loks aus Reghin sind vermutlich die letzten, in Europa gebauten
Dampfloks, wenn man von den Neubau-Zahnradloks der schweizerischen Lokomotivfabrik Winterthur absieht, die jedoch rein für touristische
Zwecke entstanden.
Mit der politischen Wende kam auch das Ende für fast alle der noch verbliebenen Waldbahnen, wodurch auch die noch in größerer
Zahl vorhandenen Loks überzählig und abgestellt wurden. Viele Maschinen konnten ins Ausland verkauft werden, sodaß diese Type
heute in mehreren Ländern Europas im Nostalgiebetrieb erlebt werden kann.

