Reihe Mk45 (neu 2945)

| Bauart/Achsfolge | B'B'-dh | Anfahrzugkraft | |
| Treibraddurchmesser | 750 mm | Achsstand Drehgestell | 1700 mm |
| Laufraddurchmesser vorne | --- | Achsstand fest | --- |
| Laufraddurchmesser hinten | --- | Achsstand gesamt | 7200 mm |
| Länge über Puffer | 10.250 mm | Motortype | MB 836 Bb |
| Höchstgeschwindigkeit | 40 km/h | Motordrehzahl | 1450 U/min |
| max. Achslast | 8 t | Zylinderanzahl | 6/Reihe |
| Reibungslast | 32 t | Kraftübertragung | hydraulisch |
| Dienstgewicht | 32 t | Baujahr | 1972 |
| Leistung | 331 kW/450 PS | Betriebsnummern | Mk45-2001 - 2010 (neu: 2945 001-006) |
Aufgrund der beschränkten Leistung und Stückzahlen der Reihen Mk48 und Mk49 bestellte die MÁV bei der
rumänische Lokomotivfabrik "23. August-Werke" in Bukarest 10 dieselhydraulische Lokomotiven der
Type L45H in der Spurweite 760mm. Sie wurden im Jahr 1972 mit den Fabriksnummern 21568-21577 geliefert und erhielten
bei der MÁV die Betriebsnummern Mk45-2001 bis 2010. Die Mk45-2001 bis 2006 waren mit automatischer Kupplung ausgestattet
und kamen auf die damalige Budapester Pionieresienbahn (heutige Kindereisenbahn), wo sie die wenig zufriedenstellenden
Mk49 ersetzten, die übrigen 4 Stück (Mk45-2007 - 2010) besaßen reguläre Zug- und Stoßvorrichtung und
verkehrten zunächst auf der MÁV-Schmalspurbahn Sárospatak, nach deren Einstellung auf dem Netz von Nyíregyháza.
Sinkende Anhängelasten kehrten die Nachteile der Mk45 in den Vordergrund: hoher Treibstoffverbrauch ließ ihren Betrieb
unwirtschaftlich erscheinen, außerdem setzte ihre hohe Achslast dem Oberbau zu. Als 1994 die Steinbruchbahn von Szob
stillgelegt wurde und deren Loks der Reihe Mk48 nach Nyíregyháza kamen, gab man die inzwischen wenig geliebten Mk45er
an die Budapester Kindereisenbahn ab. Dort wurden sie jedoch nicht mehr eingesetzt, sondern fanden nur noch als
Ersatzteilspender Verwendung. Heute sind noch sechs Maschinen der Reihe Mk45 in Betrieb, die Stirnfront der
Mk45-2010 schmückt als technisches Denkmal das Kindereisenbahnerheim in Budapest-Hűvösvölgy.
Im Februar 2006 erhielten die Loks (bis auf die Nostalgielok Mk45-2001) die neuen, UIC-konformen Betriebsnummern am Rahmen
angeschrieben, behielten aber zugleich auch ihre angestammten Mk45-Nummern an Stirnseiten und Führerhaus.
Neben der MÁV beschaffte im Jahre 1974 auch die Plattenfabrik in Borsodnádasd zwei Maschinen der Type L45H,
allerdings in Meterspur (Fabriksnummern 22186 und 22187). Von den MÁV-Loks unterscheiden sie sich weiters durch
eine etwas geringere Länge und Höhe. Sie erhielten zunächst die Betriebsnummern LDH001 und 002,
später jedoch zeichnete man sie in L45H01 und 02 um. Seit der Stillegung der Werkbahn der Plattenfabrik im
Jahr 1992 werden die beiden Maschinen nur noch innerhalb der Fabrik für Verschubzwecke eingesetzt. Eine der
beiden Loks steht angeblich unter dem Schutz des Verkehrsmuseums.


