Schmalspur-Diesellok der MÁV,

Reihe Mk45 (neu 2945)



Mk45-2006 im seit etwa 2003 gültigen Anstrichschema auf der Budapester Kindereisenbahn in der Haltestelle Szépjuhászné.
Die am Rahmen angeschriebene neue, UIC-konforme Betriebsnummer ist deutlich zu erkennen.


Technische Daten

Bauart/Achsfolge B'B'-dh Anfahrzugkraft  
Treibraddurchmesser 750 mm Achsstand Drehgestell 1700 mm
Laufraddurchmesser vorne --- Achsstand fest ---
Laufraddurchmesser hinten --- Achsstand gesamt 7200 mm
Länge über Puffer 10.250 mm Motortype MB 836 Bb
Höchstgeschwindigkeit 40 km/h Motordrehzahl 1450 U/min
max. Achslast 8 t Zylinderanzahl 6/Reihe
Reibungslast 32 t Kraftübertragung hydraulisch
Dienstgewicht 32 t Baujahr 1972
Leistung 331 kW/450 PS Betriebsnummern Mk45-2001 - 2010
(neu: 2945 001-006)


Aufgrund der beschränkten Leistung und Stückzahlen der Reihen Mk48 und Mk49 bestellte die MÁV bei der rumänische Lokomotivfabrik "23. August-Werke" in Bukarest 10 dieselhydraulische Lokomotiven der Type L45H in der Spurweite 760mm. Sie wurden im Jahr 1972 mit den Fabriksnummern 21568-21577 geliefert und erhielten bei der MÁV die Betriebsnummern Mk45-2001 bis 2010. Die Mk45-2001 bis 2006 waren mit automatischer Kupplung ausgestattet und kamen auf die damalige Budapester Pionieresienbahn (heutige Kindereisenbahn), wo sie die wenig zufriedenstellenden Mk49 ersetzten, die übrigen 4 Stück (Mk45-2007 - 2010) besaßen reguläre Zug- und Stoßvorrichtung und verkehrten zunächst auf der MÁV-Schmalspurbahn Sárospatak, nach deren Einstellung auf dem Netz von Nyíregyháza. Sinkende Anhängelasten kehrten die Nachteile der Mk45 in den Vordergrund: hoher Treibstoffverbrauch ließ ihren Betrieb unwirtschaftlich erscheinen, außerdem setzte ihre hohe Achslast dem Oberbau zu. Als 1994 die Steinbruchbahn von Szob stillgelegt wurde und deren Loks der Reihe Mk48 nach Nyíregyháza kamen, gab man die inzwischen wenig geliebten Mk45er an die Budapester Kindereisenbahn ab. Dort wurden sie jedoch nicht mehr eingesetzt, sondern fanden nur noch als Ersatzteilspender Verwendung. Heute sind noch sechs Maschinen der Reihe Mk45 in Betrieb, die Stirnfront der Mk45-2010 schmückt als technisches Denkmal das Kindereisenbahnerheim in Budapest-Hűvösvölgy.
Im Februar 2006 erhielten die Loks (bis auf die Nostalgielok Mk45-2001) die neuen, UIC-konformen Betriebsnummern am Rahmen angeschrieben, behielten aber zugleich auch ihre angestammten Mk45-Nummern an Stirnseiten und Führerhaus.

Neben der MÁV beschaffte im Jahre 1974 auch die Plattenfabrik in Borsodnádasd zwei Maschinen der Type L45H, allerdings in Meterspur (Fabriksnummern 22186 und 22187). Von den MÁV-Loks unterscheiden sie sich weiters durch eine etwas geringere Länge und Höhe. Sie erhielten zunächst die Betriebsnummern LDH001 und 002, später jedoch zeichnete man sie in L45H01 und 02 um. Seit der Stillegung der Werkbahn der Plattenfabrik im Jahr 1992 werden die beiden Maschinen nur noch innerhalb der Fabrik für Verschubzwecke eingesetzt. Eine der beiden Loks steht angeblich unter dem Schutz des Verkehrsmuseums.


Mk45-2005 in der Haltestelle Hárs-hegy auf der Budapester Kindereisenbahn.
Als letzte Lok ihrer Reihe verkehrte sie bis 2005 im regulären MÁV-Diesellokfarbschema
blutorange-safrangelb, erhielt aber inzwischen auch schon das neue Farbkleid.




Mk45-2001 in der Haltestelle Szépjuhászné.
Sie befindet sich in dem Anstrich, wie er zur Zeit ihrer Ablieferung üblich war,
und besitzt auch noch die ursprünglichen, gegossenen Nummerntafeln am Führerhaus.



Fabriksschild der Mk45-2004:
FAUR - 23. August-Werke, Bukarest, 21571/1972.




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