Bregenzerwaldbahn


Betreiber: Verein Bregenzerwald-Museumsbahn

Die Bregenzerwaldbahn war die westlichste Schmalspurbahn der ÖBB. Sie führte von Bregenz durch das Tal der Bregenzer Ache nach Egg und weiter nach Bezau. Nach einer Hangrutschung wurde sie 1983 stillgelegt.
Damit das "Wälderbähnle" - wie die Bahn liebevoll genannt wurde - nicht in Vergessenheit gerät, wurde 1985 der Verein Bregenzerwald-Museumsbahn gegründet. Nach großen Anstrengungen konnten am 26. September 1987 anläßlich des Jubiläums "85 Jahre Bregenzerwaldbahn" die ersten Publikumsfahrten mit der Diesellok "Hilde" (Typ HK 130C, ex Lokalbahn Payerbach-Hirschwang) zwischen Bezau und Schwarzenberg stattfinden. 1989 konnte die Eisenbahnkreuzung beim Bahnhof Schwarzenberg wieder in Betrieb genommen werden, seither verkehren die Museumszüge auf der Strecke Bezau-Bersbuch. 1992 erwarb der Verein die Original-Wälderbahnlok U.25, die zuletzt in Eichgraben als Denkmal aufgestellt war, und setzt sie seit 1993 vor den Dampfzügen ein. Weiters steht seit 1996 auch die 2091.08 auf der Museumsbahn in Betrieb. Schließlich erfolgte im Herbst 1996 der Ankauf der Uh.102 (ÖBB 498.08) von der Gurkthalbahn. Sie war die letzte in Österreich gebaute 760mm-Schmalspur-Dampflok. Im September 2000 wurde sie nach Cluj (Rumänien) überstellt, wo sie bis Mai 2001 wieder betriebsfähig aufgearbeitet wurde.
Mit einer Streckenlänge von 6,03 km zählt die Bahn zu den kürzesten Museumsbahnen Österreichs, gemessen an den Fahrgastzahlen ist sie die erfolgreichste.
Eines der nächsten Vereinsziele ist eine Streckenverlängerung zumindest bis Andelsbuch, wofür das notwendige Gleismaterial bereits vorhanden ist.

Die Stationen der Museumsbahn

kmStationArtAnmerkungen
0,0BezauBfStreckenbeginn; ehem. km 35,3
1,7 ReutheHehem. km 33,6
5,0 SchwarzenbergBfehem. km 30,3
6,1 BersbuchHderzeitiges Streckenende; ehem. km 29,2


Die Triebfahrzeuge

Dampflokomotiven

U.25
C1'-tn2, StEG 2998/1902, ehem. kkStB/BBÖ U.25, DRB 99 7814, ÖBB 298.25; betriebsfähig
498.03
C1'-th2, Krauss Linz 1511/1929, ehem. BBÖ Uh.03, DRB 99 823, ÖBB 498.03; äußerlich restauriert
Uh.102
C1'-th2, Floridsdorf 3038/1931, ehem. BBÖ Uh.102, DRB 99 828, ÖBB 498.08, letzte für die BBÖ gebaute Schmalspur-Dampflok; betriebsfähig

Diesellokomotiven

D 1 "Hilde"
C-dh, Rheiner Maschinenfabrik Windhoff AG 767/1943, ehem. LBPH D 1; betriebsfähig
D 2 "Margreth"
B-dh, Gmeinder Moosbach 5244/1961, ehem. Zementwerke Budenheim Lok 6; betriebsfähig
2091 004
1'Bo1'-de, Simmering/ÖSSW 65690/1936, ehem. BBÖ 2041.04/s, DRB C4ivT 137 335, ÖBB 2091 004; abgestellt (Ersatzteilspender)
2091.08
1'Bo1'-de, Simmering/ÖSSW 65763/1940, ehem. DRB C4ivT 137 339, ÖBB 2091 008; betriebsfähig


Bilder der Triebfahrzeuge

U.25, Bezau
U.25 im August 1998 in Bezau.

498.03, Bezau
498.03 im August 2000 in Bezau.

Uh.102, Bezau
Uh.102 beim Verschub in Bezau, 22. August 2002.

Uh.102, Bezau
Uh.102 auf der Segmentdrehscheibe im Bf. Bezau, 22. August 2002.

D1 "Hilde", Bezau
Die erste Lok des Vereins: D1 "Hilde" in Bezau, August 1998. Dahinter die D2 "Margreth".

D 2, Schwarzenberg
D 2 "Margreth" im Bahnhof Schwarzenberg.

D 3, Bezau
D 3 "Benjamin" (Jenbach 3.251.061/1962) beim Verschub in Bezau. Sie wurde inzwischen an die ÖGEG verkauft und wird heute auf der Steyrtalbahn eingesetzt.

2091.04, Bezau
2091.04 am 5. 9. 1999 in Bezau. Die angehängten Waggons (O/s 615xy) sind mit Teilen der Uh.102 beladen, die bis Juni 2001 betriebsfähig aufgearbeitet wurde.

2091.08, Schwarzenberg
2091.08 mit einem Bummelzug in Schwarzenberg.

2091.08, Bezau
2091.08 am 2. 9. 2000 in Bezau.

2091.08, Bezau
2091.08 am 5. 9. 1999 im Heizhaus in Bezau.

neues Flugdach
Das neue Flugdach zum Schutz der Fahrzeuge im Bf. Bezau, 29. August 2002.

Bahnhofs- und Streckenaufnahmen

U.25, Bezau
Soeben ist die U.25 mit einem Bummelzug in Bezau angekommen, 2. 9. 2000.

U.25 und 2091.08, Bezau
U.25 und 2091.08 in Bezau, 5. 9. 1999.

Vorsäß Stiegeln, U.25
U.25 mit einem Bummelzug beim Vorsäß Stiegeln, August 1998.

Vorsäß Stiegeln, Uh.102
Uh.102 mit einem Bummelzug beim Vorsäß Stiegeln, 22. August 2002.

alte Sporeneggbrücke
U.25 mit einem Bummelzug im September 1998 auf der alten Sporeneggbrücke. Am 22. Mai 1999 brachte ein Hochwasser diese Brücke zum Einsturz, sie wurde wieder aufgebaut und ist seit Juni 2000 wieder befahrbar.

alte Sporeneggbrücke
2091.08 mit einem Bummelzug im August 1997 auf der alten Sporeneggbrücke.

Sporeneggbrücke nach dem Einsturz
Der Zustand der Sporeneggbrücke am 22. August 1999: Das Tragwerk ist bereits aus der Bregenzer Ache geborgen worden, im Hintergrund kann man die stehengebliebenen Gewölbeteile erkennen.

Wendezug à la BWB bei der Sporeneggbrücke
Während der Streckenunterbrechung fuhren die Bummelzüge zwischen Bezau und der provisorischen Haltestelle Sporeneggbrücke mit 2091.08 und D 2 jeweils an einem Ende (Foto vom 22. August 1999).

neue Sporeneggbrücke
2091.08 mit einem Bummelzug im August 2000 auf der neu aufgebauten Sporeneggbrücke.

neue Sporeneggbrücke
U.25 mit einem Bummelzug im August 2000 auf der neuen Sporeneggbrücke.

neue Sporeneggbrücke
Uh.102 mit einem Bummelzug auf der neuen Sporeneggbrücke am 22. August 2002.

neue Sporeneggbrücke
Uh.102 auf der Straßenkreuzung beim Bahnhof Schwarzenberg, 22. August 2002.

Einfahrt Schwarzenberg
U.25 nähert sich mit einem Bummelzug am 4. September 1994 dem Bahnhof Schwarzenberg. Diese Zugreihung mit der Lok an der Spitze ist die Ausnahme, da wegen der fehlenden Umsetzmöglichkeit in Bersbuch die Züge von Bersbuch nach Schwarzenberg geschoben werden müssen und die Lok bei der Rückfahrt erst in Schwarzenberg umsetzt.

zwischen Schwarzenberg und Bersbuch
U.25 mit einem Bummelzug zwischen Schwarzenberg und Bersbuch.

vor Bersbuch
2091.08 mit einem Bummelzug im August 2000 zwischen Schwarzenberg und Bersbuch.


Abkürzungen


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