
| Bauart/Achsfolge | B'2' dm | Achsstand fest | --- |
| Treibraddurchmesser | 600 mm | Achsstand gesamt | 9700 mm |
| Laufraddurchmesser vorne | --- | Motortype | Ganz VI JaR 135 |
| Laufraddurchmesser hinten | 600 mm | Motordrehzahl | 1300 U/min |
| Länge über Puffer | 13.220 mm | Zylinderanzahl | 6 |
| Höchstgeschwindigkeit | 44 km/h | Kraftübertragung | mechanisch |
| max. Achslast | 4,5 t | Besetztgewicht | |
| Reibungslast | 9 t | Sitzplätze | 12+28 |
| Dienstgewicht | 18 t | Ladefläche/Gewicht | --- |
| Dauerleistung Dieselmotor | 88 kW/120 PS | Baujahr | 1929 |
| Achsstand Drehgestell | 1700 mm | Betriebsnummer | ABamot 2 |
Ende der 1920er-Jahre bestellte die Staatliche Waldbahn Lillafüred (LÁEV) für den Personenverkehr bei der Fa. Ganz in Budapest zwei Triebwagen mit
Benzinmotor und mechanischer Kraftübertragung. Gemäß den Ausschreibungsunterlagen hatten die Triebwagen die 12,3 km lange Strecke bei einer
durchschnittlichen Steigung von 1,5% und einer maximalen Steigung von 3,9% mit zwei Beiwagen bei nur einem Zwischenaufenthalt in 39 Minuten
zurückzulegen. Die Triebwagen mit einer Motorleistung von ursprünglich 90 PS waren in Ganzstahlbauweise gefertigt und wurden im Sommer 1929
mit der Bezeichnung A 02 601 und 602 in Betrieb genommen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde im Jahr 1940 der Benzinmotor gegen einen
Ganz-Jendrassik Dieselmotor vom Typ VI JaR 135 mit 120 PS getauscht, der auch heute noch das Fahrzeug antreibt. Da der auf dem Untergestell angebrachte
Motor in den Fahrgastraum ragt, ergibt sich im 2. Klasse-Abteil eine etwas eigenartig anmutende Sitzanordnung. Die Kühler sind auf dem
Fahrzeugdach untergebracht, die Leitungsrohre für das Kühlwasser dienen gleichzeitig als Heizung für den Fahrgastraum. Wie auf ungarischen
Schmalspurbahnen auch heute noch üblich, sitzt man im 2. Klasse-Abteil auf Holzbänken, das 1. Klasse-Abteil hingegen weist 12
gepolsterte Sitzplätze in der Anordnung 2+1 auf. Die Führerstände sind auf den Einstiegsplattformen an den Wagenenden untergebracht und
sind für stehende Bedienung eingerichtet.
Als im Jahr 1950 auf der damaligen Budapester Pioniereisenbahn (heutige Kindereisenbahn) der Betrieb aufgenommen wurde, wurden die beiden
Triebwagengarnituren leihweise dorthin umstationiert, gingen jedoch nach einigen Jahren wieder an die Waldbahn Lillafüred zurück, wo sie
weiterhin verwendet wurden. Nach ihrer Außerdienststellung durch die LÁEV wurde ein Triebwagen zerlegt, der andere ging gemeinsam mit der Mehrzahl der
Beiwagen an die MÁV. Nach einer vollständigen Erneuerung steht die Garnitur nun seit 1991 für Nostalgiezüge auf der Budapester
Kindereisenbahn zur Verfügung.


