Schmalspur-Tenderlok der ÖBB, Reihe 398

NÖLB Uh, BBÖ Uh/Bh, DRB 9981; StLB Bh

Einsatz 1905-1966 (ÖBB), seit 1977 (StLB)


Bh.1
Die aus Anlaß des Jubiläums "100 Jahre Mariazellerbahn" geschmückte Bh.1 in Kirchberg/Pielach, 7. Mai 2007.

Technische Daten

Bauart/Achsfolge C1' th2 Zylinderdurchmesser 340 mm
Treibraddurchmesser 820 mm Kolbenhub 400 mm
Laufraddurchmesser vorne --- Kesseldruck 12 bar
Laufraddurchmesser hinten 570 mm Überhitzerheizfläche 11,2 m2
Länge über Puffer 7804 mm Verdampferheizfläche 44,6 m2
Höchstgeschwindigkeit 35 km/h Rostfläche 1,03 m2
max. Achslast 8,0 t Tenderreihe ---
Reibungslast 22,9 t Baujahr 1905
Dienstgewicht 27,6 t Betriebsnummer 398.01
Leistung 254 kW erhalten gebliebene Lok 398.01


Betriebsnummern, Fabriksnummern, Verbleib

ÖBB
Baudaten
NÖLB (alt)
NÖLB (neu)
BBÖ
DRB
Verbleib
398.01
KrLi 5330/1905
23
Uh.1
Uh.1; ab 1928 Bh.1
99 811
StLB (Murtalbahn), betriebsfähig


Für die Verlängerung Kirchberg-Laubenbachmühle der Pielachtalbahn beschafften die NÖLB im Jahre 1905 eine der Type Uv sehr ähnliche Maschine, jedoch in Heißdampfausführung. Sie erhielt die Betriebsnummer 23 (später Uh.1) und war die erste Heißdampflok in der gesamten österreichisch-ungarischen Monarchie. Wie eng die Uh mit der Uv tatsächlich verwandt ist, und welche technische Innovation diese Lok auch war, zeigt die Tatsache, daß die Herstellerfirma Krauss & Co. für die Uh keine eigene Werktype schuf, sondern nur die im Vergleich zur Uv abzuändernden Teile (Zylinder, Überhitzer etc.) neu konstruierte. Aufgrund der bauartbedingten Änderungen stieg das Dienstgewicht gegenüber der Uv geringfügig an.
Nach der Übernahme der NÖLB durch die BBÖ war die Lok für kurze Zeit auf der SKGLB eingesetzt, deren Betrieb von Dezember 1920 bis Februar 1925 ebenfalls die BBÖ führte, und wo aufgrund der Kriegsverluste Lokomotivmangel herrschte. Nach einem kurzen Gastspiel auf der Gurktalbahn wurde die Lok auf die Bregenzerwaldbahn umstationiert, wo sie 1928, als die Loks der "neuen" Reihe Uh (ÖBB 498) geliefert wurden, die neue Bezeichnung Bh.1 (nach ihrem Einsatzort) erhielt. Von der DRB als 99 811 eingereiht, bekam sie bei den ÖBB schließlich die Betriebsnummer 398.01, unter der sie auch auf der Ybbstalbahn und im Waldviertel eingesetzt wurde. Nach ihrer Ausmusterung im Jahr 1973 erwarb zunächst der Club 760 die Maschine, gab sie aber im Jahr 1976 im Tausch gegen die Kh.111 an die StLB ab. Diese nahmen sie nach einer Hauptausbesserung unter unter ihrer alten Bezeichnung Bh.1 wieder in Betrieb. Auch heute noch steht die über 100 Jahre alte Lokomotive auf der Murtalbahn für Nostalgiefahrten zur Verfügung. Anläßlich der 100-Jahr-Feiern der Mariazellerbahn im Mai 2007 kehrte die Bh.1 für einige Wochen wieder in ihre einstige Heimat zurück, wo sie gemeinsam mit der Mh.6 mehrere Sonderzüge bespannte.

Stationierungen

ZeitraumStrecke
1905 - 1920
Mariazellerbahn
1920 - 1923
Waldviertelbahn
1923 - 1924
SKGLB
1924
Gurktalbahn
1924 - 1928
Bregenzerwaldbahn
1928 - 1931
Mariazellerbahn
1931 - 1963
Ybbstalbahn
1964 - 1966
Waldviertelbahn
1966 - 1973
Lokfriedhof Ober-Grafendorf;
† 15. 3. 1973
1973 - 1976
Club 760
seit 1976
StLB



Bh.1
Die Bh.1 beim Wassernehmen im Bf. Laubenbachmühle, 7. Mai 2007.



Letzte Änderung am 10. 5. 2007.

em@il an den Webmaster: sebastian.erben@gmx.at