1.
September 2007:
Außerferner Bahntag
Die Vorbereitungen zum
Außerferner Bahntag sind weitestgehend abgeschlossen.
Nachfolgend geben wir Ihnen einen Einblick in die aktuelle
Entwicklung zum Außerferner Bahntag:
Speis
und Trank
Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt: in einem großen
Zelt am Bahnhof in Reutte besteht für alle Besucher die
Möglichkeit, sich in gemütlicher Atmosphäre zu stärken.
Kostenloser
Busservice zu vielen Zielen
Ziele, die weiter von den Haltepunkten der Außerfernbahn
entfernt liegen, werden am Außerferner Bahntag von
kostenlosen Shuttlebussen bedient:
- Walderlebniszentrum Ostallgäu/Außerfern, ab Ulrichsbrücke
- Europäisches Burgenmuseum in Ehrenberg, ab Reutte
- Schutzgebiet Ehrwalder Becken in Lermoos
- Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald
- Ehrwalder Almbahn
- Ehrwalder Familienbad
Mit den Stuttlebussen kommen sie schnell und bequem von den
entsprechenden Haltepunkten zu den unterschiedlichen Zielen.
An-
und Abreise in historischen Fahrzeugen
Ein ganz besonderes Angebot für Bahnfans, die aus dem
Münchener und aus dem Innsbrucker Raum zum Außerferner
Bahntag kommen wollen:
VT 12.5 'Stuttgarter Rössle' ab München:
Morgens besteht die
Möglichkeit, ab dem Münchener Hauptbahnhof mit VT 12.5 über
Kempten nach Reutte anzureisen. Rückfahrt um 15.56 ab Reutte
über Garmisch zurück nach München. Als Tickets gelten alle
im Nahverkehr gültigen Tickets, auch die Bayern-Tickets.
VR 1110 mit Schlierenwagen ab Innsbruck
Von Innsbruck über die Mittenwaldbahn nach Reutte. Rückfahrt
in Reutte um 17.53 Uhr. Tickets im Zug (Erwachsene einfach 10
EUR, hin und zurück 15 EUR).
Pendelfahrten
mit historischen Fahrzeugen
Historische Bahnerlebnisse auf dem Außerferner Bahntag - der
historische Triebwagen VT 12.5 und der historische Zug der
ÖBB mit der Lok der BR 1110 mit Schlierenwagen unternehmen im
Laufe des Tages eine zusätzliche Pendelfahrt von Reutte nach
Erwald und zurück. Als Tickets gelten alle Tickets, die auf
der Außerfernbahn gültig
sind.
Loks
hautnah
Historische und aktuelle Bahntechnik hautnah: mit Loks der
Baureihen 103, 110 und 111 können Sie E-Loks
unterschiedlicher Epochen und Einsatzzwecke ganz aus der Nähe
von innen und außen in Augenschein nehmen
Fahrten
mit dem historischen Postbus Saurer Alpenwagen
Der Saurer Alpenwagen pendelt am Bahntag zwischen Reutte und
Füssen.
Mehr
Infos?
Bitte sehr, im Programmprospekt, dass Sie downloaden können.
Download Programmprospekt
9.
September 2006:
Außerfernbahn: Behinderte Menschen der Lebenshilfe Reutte
haben Wanderweg mit neuen Wegweisern ausgeschildert
(Pressemeldung der
grenzüberschreitend tätigen Arbeitsgruppe "FAHRGAST-PRO
BAHN Allgäu/Tirol"
Griesen (Oberbayern)/Reutte
(Tirol) - Zur Feier der Neuausschilderung des so genannten
"Schlossweges" fanden sich am 9. September 2006 bei
strahlendem Sonnenschein VertreterInnen der Lebenshilfe Reutte
und der grenzüberschreitend tätigen Arbeitsgruppe
"FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol" am
Bahnhofsvorplatz in Griesen (Oberbayern) ein. Mit dieser Maßnahme
sollen Wanderbegeisterte für eine noch stärkere
Inanspruchnahme der umweltfreundlichen Außerfernbahn gewonnen
werden

Wanderlustige Gesellschaft beim Ausgangspunkt auf dem
Bahnhofsvorplatz in Griesen;
Rechts neben
der Eisenstange mit dem Wegweiser Roland Deutsch von der Lebenshilfe Reutte.
|

Waltraud Kaiser von der
Lebenshilfe Reutte
verliest in
Vertretung
von Franz-Peter Witting
Gruß und Dankesworte.
|
Roland Deutsch von der Lebenshilfe Reutte hat den neuen
Holzwegweisern in Dampflokomotivform den entscheidenden
Schliff verpasst, so dass hinkünftig alle Wanderlustigen das
Ziel - Schloss Linderhof - sicheren Schrittes erreichen
werden. Da der Leiter der Lebenshilfe Reutte, Franz-Peter
Witting, verhindert war, verlas Waltraud Kaiser in seinem
Auftrag Gruß und Dankesworte. Frau Kaiser brachte
insbesondere die Freude darüber zum Ausdruck, dass die
Lebenshilfe Reutte diesen Auftrag von der Arbeitsgruppe "FAHRGAST-PRO
BAHN Allgäu/Tirol" erhalten hat. Frau Kaiser hat ihre
Rede mit einer solchen Sicherheit vorgetragen, dass sich so
mancher Nichtbehinderte ein Beispiel daran nehmen könnte. Die
Anwesenden klatschten begeistert in die Hände. Frau Kaiser
hat Herrn Witting in der Tat würdig vertreten.
Landrat Harald Kühn vom
Landkreis Garmisch-Partenkirchen zeigte sich in seiner
Ansprache vom Engagement der Lebenshilfe Reutte sehr
beeindruckt und wünschte für weitere Aktivitäten viel
Erfolg.
Rolf Bickelhaupt stellte den von der Arbeitsgruppe "FAHRGAST-PRO
BAHN Allgäu/Tirol" herausgegebenen Wanderfolder
"Mit der Außerfernbahn auf den Spuren König Ludwig
II." vor. Der Folder enthält alle Wanderwege, welche von
der Lebenshilfe Reutte in den letzten Jahren im Auftrag der
Arbeitsgruppe "FAHRGAST-PRO BAHN Allgäu/Tirol"
ausgeschildert wurden:
1.) Die "Fürstenstraße" von der Haltestelle
Ulrichsbrücke-Füssen zum Schloss Neuschwanstein
2.) Der "Burgenweg" vom Bahnhof Vils über die
Salober-Alm zur Ruine Falkenstein und weiter zum Bahnhof
Pfronten-Steinach
3.) Der "Schlossweg" vom Bahnhof Griesen zum Schloss
Linderhof |
|

Links:
Titelblatt des Wanderfolders "Mit der
Außerfernbahn auf den Spuren König Ludwigs II.
Rechts: Rolf
Bickelhaupt, Mitarbeiter der Arbeitsgruppe "FAHRGAST
- PRO
BAHN Allgäu/Tirol" (links) und Landrat
Harald Kühn vom Landkreis Garmisch-Partenkirchen stellen den von der Arbeitsgruppe
"FAHRGAST-PRO
BAHN Allgäu/Tirol" herausgegebenen Wanderfolder
"Mit der Außerfernbahn auf den Spuren König Ludwig
II." vor.
|
 |
9.
September 2006:
AUßERFERNBAHN
- Projekt zur Förderung behinderter Menschen wird
abgeschlossen
Einladung der "Arbeitsgruppe FAHRGAST-PRO BAHN Allgäu/Tirol"
|
Die grenzüberschreitend tätige
"Arbeitsgruppe FAHRGAST-PRO BAHN Allgäu/Tirol" hat
- wie in früheren Jahren - wieder einmal bei der Lebenshilfe
Reutte Wegweiser in Auftrag geben, welche einen weiteren
Wanderweg ausschildern. Der Ausgangspunkt dieses Wanderweges -
man nennt ihn "Schlossweg" - liegt direkt an der von
Garmisch-Partenkirchen über Reutte in Tirol nach Kempten
(Allgäu) verlaufenden Außerfernbahn,
und zwar am Bahnhof Griesen (Oberbayern). Vom Bahnhof Griesen
verläuft der Weg, welcher von der Lebenshilfe Reutte mit
Wegweisern in Dampflokomotivform ausgeschildert wurde, zum
Schloss Linderhof.
Die "Arbeitsgruppe FAHRGAST-PRO BAHN
Allgäu/Tirol" möchte auf diese Weise einerseits einen
Beitrag dazu leisten, dass die Außerfernbahn
auch in den nächsten Jahren insbesondere von wanderlustigen
Fahrgästen gut frequentiert wird. Andererseits sollte mit der
Auftragsvergabe an die Lebenshilfe Reutte behinderten Menschen
die Möglichkeit geboten werden, mit ihrer Arbeit der
Allgemeinheit einen wertvollen Dienst zu leisten.
Da nun sämtliche Arbeiten
abgeschlossen sind, wird der "Schlossweg" am
09.09.2006 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Dazu sind
alle Wanderbegeisterten herzlich eingeladen.
Folgender Programmablauf ist vorgesehen:
9.45 Uhr Bahnhof Griesen (Oberbayern):
Zur Begrüßung sprechen:
- Harald Kühn, Landrat des
Landkreises Garmisch-Partenkirchen
- Rolf Bickelhaupt,
FAHRGAST-PRO BAHN Allgäu/Tirol
- VertreterInnen der
Lebenshilfe Reutte
Rolf Bickelhaupt wird die
Neuauflage des Wanderfolders "Mit der Außerfernbahn
auf den Spuren König Ludwig II." vorstellen.
Der neue Wanderfolder enthält neben einer Beschreibung des
"Schlossweges" zwei weitere Wanderwege, welche in früheren
Jahren von der Lebenshilfe Reutte mit Wegweisern
ausgeschildert wurden. Es sind dies der "Burgenweg"
vom Bahnhof Vils zur Ruine Falkenstein und weiter zum Bahnhof
Pfronten Steinach sowie die "Fürstenstraße" von
der Haltestelle Ulrichsbrücke-Füssen zum Schloss
Neuschwanstein.
Anschließend Wanderung zum Schloss Linderhof
Die Wanderung wird ca. 5 1/2 Stunden dauern. Dabei ist ein Höhenunterschied
von ungefähr 250 Metern zurückzulegen.
Um 16.35 Uhr können die TeilnehmerInnen mit einem Linienbus
von Linderhof nach Oberammergau fahren. In Oberammergau kann
schließlich um 17.40 Uhr mit dem Zug die Heimreise angetreten
werden.
14. Juni
2005:
Präsentationsfahrt
beeindruckt Teilnehmer
Bezirkshauptmann für Engagement geehrt
"Es geht langsam voran
auf der Außerfernbahn", lautete der Titel einer
Informationsfahrt, zu welcher die grenzüberschreitende
Arbeitsgruppe FAHRGAST-PRO BAHN Allgäu/Tirol am 14.06.2005 sämtliche
Entscheidungsträger (Bürgermeister, Landräte,
Landtagsabgeordnete, natürlich auch Vertreter der
Bahnunternehmen) eingeladen hat, die dann erfreulicherweise
auch zahlreich erschienen sind.
| 85 Bahnübergänge bestehen
allein im deutschen Teil der Außerfernbahn zwischen Kempten
(Allgäu) und Pfronten-Steinach (Grenze), 20 davon verfügen
über Ampel und Schranken, 65 sind technisch nicht gesichert.
Davon widerum bedeuten ausgerechnet 13(!) Überwege (z.B.
wegen schlechter Sicht) für den Zug eine
"Langsamfahrstelle"; d.h. der Zug muss dort auf 20
oder sogar 10 km/h abbremsen. Dies führt zu langen,
unattraktiven Reisezeiten, wie die Teilnehmer im wahrsten
Sinne des Wortes "er-fahren" konnten.
Bei der anschließenden
Fachtagung im Gasthaus "Pfrontener Hof" berichtete
Dr. Alfred Lintner vom Amt der Tiroler Landesregierung, dass für
den österreichischen Abschnitt bereits ein Maßnahmenpaket im
Wert von 55 Mio. Euro fix eingeplant ist, um dort die Außerfernbahn
schneller und attraktiver zu machen. Allein durch eine
modernere Signal- und Stellwerkstechnik könnten bereits 3
Min. Fahrzeit eingespart und gleichzeitig der Betrieb
rationeller abgewickelt werden. Eine weitere Beschleunigung
wird durch Verbesserung des Oberbaus, Linienverbesserungen
sowie vor allem durch die Auflassung von rund 1/3 aller
unbeschrankten Bahnübergänge erreicht (für die betroffenen
Landwirte wird eine alternative Zufahrt ggf. zu einem
technisch gesicherten Überweg gebaut). Daneben ist auch die
Elektrifizierung der Teilstrecke von Reutte bis
Pfronten-Steinach/ -Ried (von Innsbruck bzw. Garmisch bis
Reutte fährt man schon heute elektrisch) sowie der Bau von
210m langen, auch für den Fernverkehr (ICE/-IC-Urlauberzüge!)
geeigneten Bahnsteigen an den Bahnhöfen Ehrwald,
Bichlbach-Berwang und Reutte im Paket enthalten. |
|

Das Foto
zeigt einen technisch nicht gesicherten Bahnübergang in
Pfronten-Steinach (kein rotes Blinklicht / keine Halbschranke
vorhanden); der Zug darf dort und wegen zwei benachbarter Überwege,
bei denen die "Abräumstrecke" fehlt (die kreuzenden
Wege münden selbst in die ehemalige Bundesstraße 309 ein) -
auf ca. 400 m Länge (!) nur mit 20 km/h fahren.
|
|
Alle Anwesenden waren sich
einig, dass auch auf deutscher Seite Einiges getan muss, um
zumindest dem Problem der Bahnübergänge zu begegnen. Einige
Überwege würden nicht unbedingt benötigt - um nur ein
Beispiel zu nennen: Ein die Bahnlinie kreuzender Privatweg
gleich am Anfang der Strecke noch im Stadtgebiet von Kempten führt
zu einer einzelnen Villa; im aktuellen Bebauungsplan der Stadt
ist bereits vorgesehen, dass diese künftig von der
"anderen" Seite, sprich von der Rolandstraße aus,
angebunden werden soll. Danach könnte der Bahnübergang
komplett geschlossen werden. Dessen Realisierung, die nicht
viel Geld kostet, sollte möglichst bald angegangen werden.
Andere Überwege könnten anders gestaltet oder mit Ampeln und
Schranken technisch gesichert werden. Danach können die Züge
nicht nur schneller fahren, sondern müssen auch nicht mehr
pfeifen, was für die Anwohner sicher sehr angenehm wird.
Durch die in Tirol bereits
geplanten und die in Deutschland angestrebten Maßnahmen sollte
sich die Gesamtfahrzeit von Kempten bis Garmisch-Partenkirchen
in der Summe um eine halbe Stunde verkürzen, und die Außerfernbahn
könnte ohne lange Wartezeiten sowohl in Kempten an den Allgäu-Schwaben-Takt
als auch in Garmisch optimal an den Werdenfels-Takt (nach
Innsbruck und auch nach München) eingebunden werden.
| Bei Präsentationsfahrt und
Fachtagung waren neben Politikern aus Bayern und Tirol auch
VertreterInnen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), der
Deutschen Bahn AG (DB-Regio und DB-Netz), des Allgäu-Express
(ALEX), der RVA Regionalverkehr Schwaben-Allgäu, des
Tourismus, des Amtes der Tiroler Landesregierung und der
Tiroler Wirtschaft anwesend. Gemeinsam wurde vereinbart, Maßnahmen
zur moderaten Beschleunigung der Züge zielstrebig und in
absehbarer Zeit zu realisieren.
Am Ende der Fachtagung
wurden insbesondere die Verdienste des Bezirkshauptmannes von
Reutte, Dr. Dietmar Schennach, welche sich dieser als
Vorsitzender des "Marketingbeirates Außerfernbahn"
in der Vergangenheit zweifelsohne erworben hat, von
"FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol" gewürdigt. Herr
Jürgen Schmid überreichte Dr. Schennach im Namen von
"FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol" das
Ehrengeschenk: ein Buch vom Autor Siegfried Bufe über die Außerfernbahn.
Dr. Schennach dankte mit den Worten: "Ich nehme diese
Ehrung stellvertretend für all jene entgegen, welche sich in
den vergangenen Jahren zugunsten der Außerfernbahn engagiert
haben!"
|
|

Jürgen Schmid
(links) von FAHRGAST / PRO BAHN Allgäu
überreicht Dr. Schennach das
"Ehrengeschenk"
|
|
3. Oktober
2004:
"Beim Verkehr enger zusammenarbeiten
Diskussion in Pfronten: "Wir müssen unsere Kräfte bündeln"
Die grenzüberschreitend tätige, von Fahrgast Tirol und Pro Bahn Bayern getragene Arbeitsgruppe "Fahrgast - Pro Bahn Allgäu/Tirol" hatte sich am 03.10.2004 mit einem Informationsstand in Pfronten-Steinach am "Tag der Regionen" beteiligt.
Am Nachmittag fand ein Fachvortrag mit anschließender Diskussion zum Thema "RegioBus Achensee - ein Vorbild für den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr im Allgäu und
Tirol" statt. Als Moderator fungierte Dipl.-Verw. Rolf Bickelhaupt von der Fachzeitschrift "Regionale Schienen". Mag. Georg Fuchshuber (Geschäftsführer des
Verkehrsverbund Tirol VVT) war aufgrund seiner Erkrankung an einer Teilnahme verhindert.

Sie diskutierten bei der
Verkehrskonferenz von FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol im
Haus
des Gastes in Pfronten: Martin Teißl (Sprecher FAHRGAST
Tirol), Bürgermeister Beppo Zeislmeier
(Pfronten), Hermann Wißmiller (Leiter Verkehrswesen
Landratsamt Ostallgäu), Helmut Zowe
Leiter Marketing DB Regio AG Allgäu), Moderator Rolf
Bickelhaupt (Fahrgast - Pro Bahn Allgäu/Tirol),
Jürgen Schmid (Leiter PRO BAHN Allgäu) und Klaus von
Petersdorff (Geschäftsführer Regionalverkehr
Allgäu RVA).
BERICHT
Füssener Blatt / Allgäuer Zeitung vom 6. Okt.
2004:
Pfronten (dim). - Eine engere Zusammenarbeit zwischen dem südlichen Ostallgäu und der Region Reutte/Tannheimer Tal wünscht sich Pfrontens Bürgermeister Beppo Zeislmeier beim öffentlichen Personennahverkehr. Bei einer Podiumsdiskussion in Pfronten wurde aber auch klar, dass vor einer solchen Zusammenarbeit noch etliche Hürden zu bewältigen sind.
Zunächst berichtete Magister Martin Teißl von "Fahrgast pro Bahn" in Vertretung des verhinderten Geschäftsführers Fuchshuber über ein Verkehrskonzept des Verkehrsverbundes Tirol. Zu Beginn des Projekts habe man die bestehenden Verkehre analysiert und alle mit einbezogen, beispielsweise
auch Skibusse. Inzwischen seien nicht nur Touristen, sondern auch viele Einheimische auf den komfortabel vertakteten öffentlichen Verkehr umgestiegen. Bürgermeister Beppo Zeislmeier meinte dazu: "Der Vortrag bestärkt uns in dem Wunsch, so etwas mal näher anzuschauen." Man müsse die
verkehrsmäßige Verknüpfung der gesamten Region überprüfen, so Zeislmeier weiter. Es würden einfach Strecken eingestellt, darüber habe er ein ganzes Bündel von Beschwerden. Dabei gebe es bestimmt ein riesiges Potenzial einer möglichen regionalen Zusammenarbeit. Man könne Synergieeffekte nutzen, das südliche Ostallgäu sollte mit der Region Reutte/ Tannheimer Tal auf vielen Gebieten zusammenarbeiten.
Aushöhlung durch Parallelverkehr
Auf die Frage von Moderator Rolf Bickelhaupt, warum Strecken eingestellt wurden, antwortete der Geschäftsführer des Regionalverkehrs Allgäu, Klaus von Petersdorff: "Der Linienverkehr wird häufig durch Parallelverkehr ausgehöhlt. Ein Bähnchen ist bei schönem Wetter sicher attraktiv, wir sollen
dann allerdings bei Regen fahren". Der Leiter des Verkehrswesens beim Landratsamt Ostallgäu, Hermann Wißmiller, wies auf die enorme Kürzung der
staatlichen ÖVNP-Mittel hin. Daher seien die Rahmenbedingungen für neue Projekte sehr schwierig. Bürgermeister Zeislmeier appellierte an alle Gesprächsteilnehmer: "Wir müssen unsere Kräfte bündeln. Das Konkurrenzdenken stammt aus der Steinzeit des Tourismus. Entweder man macht etwas oder man geht unter". Das veranlasste Rolf Bickelhaupt zu der Bemerkung: "Man sollte
Sie zum Bürgermeister des Jahres vorschlagen, wir haben bisher von Ihnen noch kein Wort vom Sparen gehört."
Ein Ärgernis bei der Außerfernbahn wurde von Fahrgastsprecher Jürgen Schmid angesprochen. Im südlichen Pfronten müsse
wegen der vielen Bahnübergänge teilweise Tempo 20 gefahren werden. Bürgermeister Beppo Zeislmeier dazu: "Da sehe ich keine Perspektive, ich verstehe die Anlieger, das geht nur über eine Flurneuregelung. Die können wir allein nicht schultern". Schmid darauf: "Wegen ein paar Leuten muss man
also auch in 20 Jahren dort noch Tempo 20 fahren"? Ohne Bahnübergänge könnte man beispielsweise von Kempten bis Garmisch etwa 20 Minuten Fahrtzeit einsparen.
Unter dem Punkt Zukunftsstrategie brachte der Pfrontener Bürgermeister das Vitale Land ins Spiel. "Dort hat man mit EU-Fördergeld ein einheitliches Kassensystem für alle Bahnen der Region geschaffen. Rolf Bickelhaupt zog schließlich ein Resümee: "Ich denke, wir haben viele Probleme, aber auch einen Lösungsansatz über das Vitale Land gefunden. Nun müssen wir uns alle miteinander darum kümmern, dass etwas weiter geht".
EINLADUNG
Sonntag,
03.10.2004: "Tag der Regionen" in Pfronten
Die grenzüberschreitende Arbeitsgruppe
FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol
beteiligt sich an diesem Aktionstag mit folgenden "Beiträgen":
11.00 bis
14.45 Uhr: Infostand von FAHRGAST - PRO BAHN vor
dem Haus des Gastes, Vilstalstraße 2, in der Ortsmitte von
Pfronten - hier sind unter anderem Bücher über die Außerfernbahn,
Infos über unsere ehrenamtliche Arbeit und der neue Folder
des Marketingbeirates mit dem Wanderführer zur Außerfernbahn
erhältlich
15.00 bis
ca. 16.30 Uhr: Fachvortrag mit anschließender
Diskussion zum Thema "RegioBus Achensee" - ein
Vorbild für grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr im
Allgäu und Tirol
Refernt: Georg Fuchshuber, Geschäftsführer des
Verkehrsverbundes Tirol GmbH (VVT), Innsbruck
Anschl. Diskussion mit
- Georg Fuchshuber, Geschäftsführer
Verkehrsverbund Tirol GmbH (VVT), Innsbruck
- Klaus von Petersdorff, Geschäftsführer
Regionalverkehr Allgäu GmbH (RVA), Oberstdorf
- Jürgen Schmid, Sprecher
FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol, Waltenhofen
- Beppo Zeislmeier, Bürgermeister
Gemeinde Pfronten
- Helmut Zowe, Leiter Marketing DB
Regio Allgäu, Kempten
Der Verkehrsverbund Tirol GmbH hat in Zusammenarbeit mit den
Gemeinden ein durchgängiges Verkehrskonzept für die Region
Achensee - Tegernsee koordiniert, entwickelt und umgesetzt.
Dadurch wurden sowohl für die Touristen als auch für die
einheimische Bevölkerung ein nutzbares öffentliches
Nahverkehrsangebot zur Verfügung gestellt. Vertaktet und auch
mit den Eisenbahnen in Jenbach (Zillertalbahn und ÖBB) und in
Tegernsee (Bayerische Oberlandbahn) verknotet, wurde ein
beispielhaftes Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr
geschaffen.
Zunächst wird das Konzept des
RegioBus Achensee in einer Powerpoint-Präsentation
vorgestellt, sodann diskutieren Vertreter aus Tirol und dem
Allgäu Möglichkeiten der Attraktivierung grenzüberschreitender
Verkehre in der Region.
|
Mitte August 2004:
Freizeitvergnügen
pur mit der Außerfernbahn:
Broschüre mit Ausflugstipps in 2. Auflage erschienen
Vor rund vier Jahren schien
der schleichende Tod bei der Außerfernbahn zuzuschlagen:
Abbau der elektrischen Fahrleitung zwischen
Garmisch-Partenkirchen und Ehrwald und Ankündigung der Sperre
der Regionalbahn durch die Österreichische Bundesbahnen
(ÖBB).
Durch eine Kraftanstrengung
aus der Region mit einem beispiellosen Kampf zum Erhalt dieses
umweltfreundlichen Verkehrsmittels ist es der EUREGIO VIA
SALINA unter Präsident Landrat Gebhard Kaiser und der EUREGIO
ZUGSPITZE-WETTERSTEIN-KARWENDEL unter Präsident
Bürgermeister Ing. Erwin Seelos gelungen, den Bestand der
Bahn abzusichern: Wiederaufbau der elektrischen Fahrleitung,
grenzüberschreitende Anerkennung von ermäßigten Tickets,
Gratis-Fahrradbeförderung, Einrichtung eines Schneeexpress,
moderne und komfortable Fahrbetriebsmittel, der Einsatz von
Nostalgiezügen und die Veranstaltung mehrere Bahnfeste sind
einige der "Highlights" im neuen Leben der Außerfernbahn. |

|
Auch die Zukunftspläne sind ambitioniert: Verbesserte
Fahrplanabstimmung im Öffentlichen Personennahverkehr, ein
neues Halstestellenkonzept, Ausbau der Bahnstrecke zur
Beschleunigung, Verkürzung des Taktes, Sicherung von
Eisenbahnkreuzungen und der Einbau eines modernen
Zugleitsystemes sind einige der vielen Punkte zur Stärkung
dieser Regionalbahn.
Durch eine Partnerschaft in der Region soll die Mischung
zwischen Erlebnisbahn und Alltagsbahn zum fortgesetzten Erfolg
werden! Die vorliegende Broschüre "Vier Regionen - ein
Ziel" ist ein kleiner 'guide' durch die Freizeitziele der
Region. Damit soll das breit gefächerte Angebot für unseren
Sommer- und Wintertourismus Tagesausflüglern näher gebracht
werden. Damit sollen insbesondere die Tagesausflügler zur
Nutzung der Bahn (ver-)führt werden!
Folgende 39 Ausflugsziele,
ausgehend von allen 25 Bahnhöfen und Haltestellen der Außerfernbahn,
werden vorgestellt:
- Kempten-Hauptbahnhof:
- Allgäu-Museum
- Bahnhof
Durach:
- Flugplatz Durach
- Kemptener Wald
- Haltepunkt Sulzberg-Ried:
- Kreislehrgarten
- Burgruine und -museum
- Haltepunkt
Bodelsberg:
- Rottachsee
- Haltepunkt
Zollhaus-Petersthal:
-
Rottachsee
- Bahnhof Wertach-Haslach:
- Langlauf/Wanderung "Rund um den Grüntensee"
- Haltepunkt Maria Rain:
- Wallfahrtskirche Maria Rain
- Bahnhof Nesselwang:
- Alpspitzbahn
- Haltepunkt
Pfronten-Weissbach:
- Bergwiesenweg
- Bahnhof Pfronten-Ried:
- Moor- und Streuwiesenweg
- Bahnhof
Pfronten-Steinach:
- Breitenbergbahn
- Planzenpfad
- Bahnhof Vils:
- Burgenweg (Wanderung zur Burgruine Falkenstein)
- Haltestelle
Ulrichsbrücke-Füssen:
Fürstenstraße (Wanderung zu den Königsschlössern)
- Haltestelle
Musau:
- Wanderung in das Raintal
|
- Haltestelle
Pflach:
- Wanderung zum Säulinghaus und -gipfel
- Bahnhof Reutte in Tirol:
- Festungsensemble Ehrenberg
- Reuttener Seilbahnen - Wandern
und Ski-Alpin
- Wanderung über die Stuibenfälle zum
Plansee
- Halstestelle
Heiterwang-Plansee:
- Heiterwanger See / Plansee
- Reiten und Kutschenfahrten
- Haltestelle
Bichlbach-Almkopfbach:
- Almkopfbahn - Wandern
- Sommerrodeln & Ski-Alpin
- Bahnhof
Bichlbach-Berwang:
- Tier-, Spiel und Streichelzoo
- Haltestelle
Lähn:
- Langlauf
- Bikertouren
- Bahnhof
Lermoos:
- Grubigsteinbahnen Lermoos - Wandern und Ski-Alpin
- Sommerrodel
- Panoramabad Lermoos
- Bahnhof Ehrwald-Zugspitzbahn:
- Tiroler Zugspitzbahn - Event & Ski-Alpin
- Ehrwalder
Almbahn - Wandern & Ski-Alpin
- Bikertouren
- Bahnhof Griesen:
- Fahrrad-Tour
- Bahnhof
Untergrainau:
- Zugspitze: Event & Ski-Alpin
- Höllentalklamm
- Bahnhof Garmisch-Partenkirchen:
- Zugspitze: Event & Ski-Alpin
- Skipaß "Classic
Garmisch-Partenkirchen"
|
Einzelheiten zur
Ausflugsbroschüre:
- Herausgeber:
Marketingbeirat Außerfernbahn, c/o Dr. Dietmar Schennach,
Bezirkshauptmann von Reutte, Obermarkt 7, A-6600 Reute in
Tirol
- Redaktion:
Rolf Bickelhaupt, FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol,
Sittersdorf 34, A-9133 Sittersdorf (vormals: Von-Grünenstein-Straße 10, D-87634 Obergünzburg
- Verlag:
PRO BAHN - Verlag und Reisen GmbH, Schwanthalerstraße 74,
D-80336 München
Dieses Heft kann unter
folg. Anschriften gegen Zusendung einer Briefmarke von 1,00
EUR in Deutschland bzw. 0,75 EUR in Österreich (andere Länder auf Anfrage)
bezogen werden:
|
| 14. September 2003:

Mehr... |
"Mit
aller Kraft für die Schiene"
Impressionen vom Fest
Tausende von Besuchern und die
Aussagen von Politik, DB Regio Südbayern und vom Verkehrsbund
Tirol (VVT) waren ausdrucksvolles Zeugnis eines klaren
Bekenntnisses zur Außerfernbahn
anlässlich des Festtages "90 Jahre Außerfernbahn"
(Abschnitt Garmisch-Partenkirchen - Reutte). Reuttes
Bürgermeister Helmut Wiesenegg unterstrich dabei vor allem die
zukünftige Bedeutung: "Wir sind mit aller Kraft für die
Schiene im Außerfern".
Der Bürgermeister forderte bei
seiner Ansprache, die Bahn als Konkurrenz zur Strasse noch
schneller und effizienter zu machen und durch den Bau des
Fernpasstunnels das Außerfern an die österreichische
"Westbahn" (Anm.: Bregenz - Innsbruck) anzuschließen.
Desgleichen müssten die vier Kilometer von der Außerfernbahn
nach Füssen (Anm.: zur sog. "König Ludwig Bahn")
ebenfalls überbrückt und somit der Anschluss an den
Süddeutschen Raum geschaffen werden. Wiesenegg dankte der Tiroler
Landesregierung, der DB Regio Südbayern und auch der Firma Schretter & Cie. (Vils),
die durch ihr Engagement für die Erhaltung der Außerfernbahn
maßgeblich beigetragen hätten. Mit
der Außerfernbahn, wie sie
seit rund zweieinhalb Jahren verkehrt und im Grundsatz auf das
Engagement von Hofrat DI Diethelm Judmaier vom Amt der Tiroler
Landesregierung und dem Reuttener Bezirkshauptmann Dr. Dietmar
Schennach zurückkehrt, verkehren im Schnitt derzeit rund 900
Fahrgäste am Tag. Mit dieser Steigerung um über 30 Prozent will
man jetzt ein zwischen Bus und Bahn vertaktetes Verkehrsnetz im
Tiroler Bezirk Reutte errichten, das dazu noch von Sonthofen über
Füssen bis nach Garmisch-Partenkirchen reicht, kündigte der Chef
des VVT, DI Mag. Jörg Angerer an, der genauso eine Garantie für
den Bestand der Außerfernbahn
abgab wie der Leiter
der Angebotsplanung und des Marketing bei der DB Regio Südbayern
Christoph
Grimm. |
|
|
12.
November 2002:
Außerfernbahn-"Gipfel" im Bayerischen Landtag
"FAHRGAST - PRO BAHN" und CSU wollen
"flotteren" Fahrplan
München - Die Außerfernbahn
"flotter" zu machen, das war das Thema eines
Fachgesprächs mit Vertretern der CSU-Fraktion im Bayerischen
Landtag, des Verkehrsministeriums und der Fahrgastverbände
"PRO BAHN Allgäu" und "FAHRGAST Tirol",
das jetzt im Bayerischen Landtag in München stattfand. So könne
nach Auffassung der Arbeitsgruppe "FAHRGAST - PRO BAHN
Allgäu/Tirol", die von den österreichischen und
deutschen Fahrgastverbänden zur Förderung des grenzüberschreitenden
öffentlichen Personennahverkehrs getragen wird, die Fahrzeit
auf der Gesamtstrecke von Kempten über Reutte bis nach
Garmisch um fast eine halbe Stunde reduziert werden.
Hauptproblem für die "Langsamkeit" sind
insbesondere im Allgäuer Teil der Bahn die nicht gesicherten
Bahnübergänge, die teilweise nur selten genutzt werden wie
Feldwege für die Landwirtschaft, die von den Zügen nur mit
20 km/h, teilweise gar mit 10 km/h befahren werden dürfen.
Derartige Übergänge - so fordern die Fahrgastverbände in
einer vom Allgäuer PRO BAHN Regionalleiter Jürgen Schmid
erstellten Studie "Maßnahmen zur Beschleunigung der Außerfernbahn"
- sind entweder völlig zu beseitigen, durch Unterführungen
zu ersetzen oder mit technischen Anlagen (Ampel und Schranken)
zu sichern.
Im Tiroler Teil dagegen sind insbesondere Brücken nicht mehr
in einem einwandfreien Zustand, so dass vom Triebwagenführer
auf 40 km/h, in einem Fall gar auf 10 km/h abgebremst werden
muss.
Sowohl im deutschen als auch im österreichischen Teil der
Bahn ist der Oberbau in einem äußerst bedenklichen Zustand,
im Bereich Nesselwang bis Pfronten-Weissbach sowie von
Pfronten-Ried bis Pfronten-Steinach sei eine Totalsanierung längst
überfällig.
Würden alle vorgeschlagenen Infraskstruktur-Maßnahmen
erfolgen, könne - so die Fahrgastverbände - die Fahrzeit auf
der Gesamtstrecke von derzeit 2:23 auf 1:55 Stunden reduziert
werden, was auch dringend notwendig sei, denn: Aufgrund von
Fahrplanänderungen des "Werdenfels-Taktes" können
ab 15. Dezember 2002 in Kempten die dortigen Anschlüsse des
"Allgäu-Schwaben-Taktes" überwiegend nur noch mit
langen Wartezeiten erreicht werden.
Für die Bewohner im Außerfern, die insbesondere an einer
schnelleren Verbindung in ihre Landeshauptstadt Innsbruck
interessiert sind, könne die Fahrzeit von derzeit rund
zweieinhalb Stunden auf unter zwei Stunden, von Reutte nach
Innsbruck, reduziert werden, wenn - so "FAHRGAST - PRO
BAHN Allgäu/Tirol" - neben den notwendigen Maßnahmen
auf der Außerfernbahn
auch auf der anschließenden Mittenwaldbahn von Garmisch nach
Innsbruck notwendige Maßnahmen der Infrastruktur ergriffen
und ein "strafferer, intelligenter Fahrplan" eingeführt
werde.
Ministerialrat Dr. Kurt Bechtold, im Bayerischen
Verkehrsministerium zuständig für die Verkehrsdurchführung
und die Regionalisierung im Eisenbahnwesen, sagte noch für
dieses Jahr eine Prüfung der von den Fahrgastverbänden
vorgeschlagenen Infrastruktur-Maßnahmen, die ihren Ursprung
in der u.a. von den Ländern Bayern und Tirol in Auftrag
gegebenen Interreg-II-Studie "Zukunft der Außerfernbahn"
hat, zu. Gemeinsam waren die CSU-Abgeordneten und die
Fahrgast-Vertreter der Auffassung, dass die Fahrzeitverkürzung
nicht nur für die Pendler, sondern insbesondere auch für den
Tourismus unbedingt notwendig sei. Nach Auffassung von
Staatssekretär a.D. und Landtagsabgeordneten Alfons Zeller würde
sich die Sanierung gerade jetzt anbieten, da das Land Tirol
nunmehr die DB Regio AG für 10 Jahre mit der Betriebsführung
des Personenverkehrs beauftragt habe, damit die Gesamtstrecke
längerfristig gesichert sei und sich somit die Investitionen
auch lohnen würden.
Der Tiroler Sprecher von FAHRGAST Österreich, MMag. Martin
Teißl, hat bei dem Gespräch deutlich gemacht, dass er alles
unternehmen werde, damit das jetzige Gespräch im kommenden
Jahr beim dann neuen österreichischen Infrastrukturminister
in Wien seine Fortsetzung findet, um zu gewährleisten, dass
die vorgeschlagenen Beschleunigungen vom Außerfern bis nach
Innsbruck auch tatsächlich realisiert werden. Die
ehrenamtlich tätigen Fahrgastvertreter wollen auf diese Weise
ein Modellprojekt verwirklicht sehen, das u.a. auch die
politisch Verantwortlichen des Landes Tirol dazu bewegen soll,
in Zusammenarbeit mit dem Land Südtirol zur moderaten
Beschleunigung der Pustertalbahn eine analoge Interreg-Studie
in Auftrag zu geben. Denn die Tiroler Verkehrspolitik ist nach
Ansicht der Fahrgastvertreter verpflichtet, den bestehenden
Tiroler Regionalbahnen durch Schaffung entsprechender
Rahmenbedingungen eine tragende Funktion im Öffentlichen
Personen- aber auch Güterverkehr zuzuweisen, um so das Straßennetz
spürbar zu entlasten.

"Gipfeltreffen"
zur Außerfernbahn (v.l.n.r.):
Ministerialrat Dr. Kurt Bechtold, Bayerisches
Verkehrsministerium;
Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter, Verkehrsausschuss des
Bayerischen Landtages;
MMag. Martin Teißl, Tiroler Landessprecher von FAHRGAST Österreich;
Dipl.-Betrw. Jürgen Schmid, Allgäuer PRO BAHN Leiter;
Dipl.-Verw. Rolf Bickelhaupt, Stellv. Allgäuer PRO BAHN
Leiter sowie
Stellv. Tiroler Landessprecher von FAHRGAST Österreich;
Landtagsabgeordneter Helmut Schreck (Ostallgäu)
sowie Staatssekretär a.D. und Landtagsabgeordneter Alfons
Zeller (Oberallgäu).
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15.
September 2002:
TAUSENDE FEIERN IHRE
BAHN
Endgültiger Bestand der Außerfernbahn nun fast gesichert |
| Es war eine
Demonstration der Region für "ihre" Außerfernbahn:
Tausende waren gekommen, um am 15. September das
"vielleicht längste Bahnfest der Welt" zu feiern.
An diesem "Außerfernbahntag" wurde gleichzeitig die
neu errichtete Oberleitung zwischen der österreichisch-deutschen
Staatsgrenze bei Ehrwald/Griesen und Garmisch-Partenkirchen
symbolisch "unter Strom" gesetzt.
Mehr...
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9.
Juni 2002:
Für
die Außerfernbahn etwas tun
FAHRGAST
– PRO BAHN Allgäu/Tirol setzt weiteres Zeichen
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„Wer die
Außerfernbahn will, muss dafür auch etwas tun!“ Mit dieser
Botschaft begrüßte der Vilser Bürgermeister Otto Erd am
Bahnhof rund 100 Gäste aus Anlass der feierlichen Eröffnung
und Beschilderung des „Burgenweg Vils – Pfronten“. Mit
dieser Aktion hat die von „FAHRGAST Österreich“ und von
„PRO BAHN Bayern“ gebildete grenzüberschreitende
Arbeitsgruppe „FAHRGAST – PRO BAHN Allgäu/Tirol“ nach der
„Fürstenstraße“ (siehe Bericht in FAHRGAST Nr. 3/2001)
einen weiteren Wanderweg zur Förderung der Außerfernbahn (AfB)
von der Lebenshilfe Reutte ausschildern lassen. Der Verlauf des
jetzt ausgeschilderten Burgenweges vom Bahnhof Vils (Tirol) zum
Bahnhof Pfronten-Steinach (Bayern) ist in einem jetzt von
„FAHRGAST – PRO BAHN Allgäu/Tirol herausgegebenen Folder
ausführlich beschrieben.

Auf
der Festveranstaltung v.l.n.r.: Bürgermeister Josef
Zeislmeier (Pfronten), Roland Deutsch (Werkstätte der
Lebenshilfe Reutte), Bürgermeister Otto Erd (Vils),
Bürgermeister Karl Wechselberger (Pinswang), MMag. Martin
Teißl (Landessprecher Tirol von „FAHRGAST
Österreich“) und Vizebürgermeister Reinhard Walk
(Vils) |
|
Der stellvertretende
Tiroler Landessprecher Dipl.-Verwaltungswirt Rolf Bickelhaupt von
„FAHRGAST Österreich“ nahm die eingangs geschilderten Worte von
Bürgermeister Erd auf und regte in seiner Ansprache vor rund 100
Teilnehmern die Verlegung des am Stadtrand von Vils ungünstig
gelegenen Bahnhofes in das Stadtinnere an. Auch damit würde sich
die Attraktivität der AfB gerade für die Einwohner und
Urlaubsgäste steigern lassen. Beendet wurde die von der
Stadtgemeinde Vils ausgerichtete Feierlichkeit mit der Enthüllung
des ersten Wegweisers durch Roland Deutsch von der Werkstätte der
Lebenshilfe Reutte zu den Klängen der vollzählig angetretenen rund
40-köpfigen Bürgerkapelle Vils. |
Zuvor
hatte die Gemeinde Pfronten mit rund 70 Gästen eine
Festveranstaltung organisiert, auf der Bürgermeister Josef
Zeislmeier sich bei „FAHRGAST – PRO BAHN Allgäu/Tirol“
ausdrücklich für deren Aktivitäten zum Erhalt der AfB bedankte
und die Grüße des Ostallgäuer Landrates Johann Fleschhut überbrachte.
Mag. Dr. Peter Romen forderte für die Arbeitsgruppe in seiner
Ansprache von der Deutschen Bahn AG und vom Freistaat Bayern für
den deutschen Abschnitt der AfB die Erhöhung der Geschwindigkeit
durch Streckensanierungen und durch Sicherung von Bahnübergängen,
um insbesondere für Berufspendler die Bahn interessanter zu
machen.
18 Wegweiser
waren notwendig, um den grenzüberschreitenden Burgenweg
auszuschildern. Die Gesamtkosten betragen rund 2.400 €,
wobei das „Transitforum Austria/Tirol“, dessen Obmann
Fritz Gurgiser an den Feierlichkeiten teilnahm, die Kosten für
sieben Wegweiser übernommen hat. Weitere Einzelspender sind
die Tiroler Landtagsabgeordnete Dr. Maria Unterlercher (SPÖ)
und der Pinswanger Bürgermeister Karl Wechselberger (ÖVP).
In einer Grußbotschaft hatte der österreichische
Verkehrsminister Mathias Reinhold (FPÖ) der Veranstaltung
„alles Gute und viel Erfolg“ gewünscht.
Weitere Spenden
zur Finanzierung der Wegweiser sind notwendig. Helfen Sie bitte. Auf
folgendes Konto können Spenden eingezahlt werden: Raiffeisen
Landesbank Tirol, BLZ 36 000, Konto-Nr. 30.664.551, Empfänger:
„Lebenshilfe“, Verwendungszweck: „Wegweiser“.
Unter
Ausflugtipps "Vils"
können Sie den zu diesem Weg herausgegebenen Folder downloaden.
9.
Juni 2002:
Bahn
frei für den Kunstzug
Die Kulturzeit Reutte sorgt für farbenfrohe Bewegung. Ein Zug der Außerfernerbahn
wurde künstlerisch gestaltet.
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REUTTE (klim). Spraydosen, Pinsel und Air-Brush-Geräte prägten am
Wochenende das Bild am Reuttener Bahnhof. Die heimische Gruppe "Contigo"
und andere namhafte Außerferner Künstler verzierten die 60 Meter
lange Garnitur innen und außen mit Graffitis und anderen außergewöhnlichen
Werken. Mundartgedichte auf Zugfenstern, Holzreliefs in den Abteils
oder von der Decke hängende abstrakte Beobachter prägen den Kunstzug
zusätzlich. Das "bewegliche Meisterwerk" wird übrigens im
normalen Personenverkehr in Südbayern und im Außerfern eingesetzt -
die Kulturzeit Reutte entwickelt so eine nachhaltige Wirkung. Obfrau
Sissi Taferner bedankt sich bei der DB Regio AG, die die Waggons zur
Verfügung stellt, und bei allen beteiligten Künstlern: "Sie
haben nicht nur etwas fürs Auge geschaffen, sondern werden zukünftige
Zug-Passagiere auch zum Nachdenken anregen."

Küstlerzug auf der AUßERFERNBAHN.
|
| 21.
Februar 2002:
Regionalbahnen sichern durch
Partnerschaften mit den Regionen
Erfolgreiches Symposium von FAHRGAST
|
| Regionalbahnen können in
der Zukunft nur durch Partnerschaften mit der
jeweiligen Region bestehen! Das ist die zentrale
Botschaft des Symposiums
"Regionalbahnen:Wegweiser", das im
Februar 2002 im vollbesetzten Saal des CENTRUM
166, dem Kultur- und Kommunikationszentrum der
Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE) in Wien
stattfand. Anhand des Beispieles Außerfernbahn
wurden dabei in dem von FAHRGAST Österreich mit
Unterstützung der GdE und der
grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe
"FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol"
durchgeführten Symposiums Möglichkeiten
erörtert, wie durch erfolgreiche
Marketingstrategien die Schließung von
Regionalbahnen verhindert bzw. bereits
eingestellte Linien wieder reaktiviert werden
können. MEHR...
|

Das Podium
v.l.n.r.: Rolf Bickelhaupt FAHRGAST - PRO BAHN
Allgäu/Tirol; BH Dr. Dietmar Schennach, Reutte;
Andreas Offenborn, FAHRGAST Österreich; Norbert
Bacher, Geschäftsf. Zentralsekretär GdE
(Gesprächsleitung); Otfried Knoll, NÖVOG; Karl
Zöchmeister, Leiter Personenverkehr ÖBB. Foto:
Johannes Novohradsky.
|
Anfang 2002:
Freizeitvergnügen
pur mit der Außerfernbahn:
Broschüre mit Ausflugstipps neu erschienen
 |
"Außerfernbahn:
Vier Regionen - ein Ziel": Unter
diesem Motto präsentiert eine neue Broschüre
auf 24 Seiten Freizeittipps rund um die
Erlebnisbahn von Kempten über Reutte und Ehrwald
bis Garmisch-Partenkirchen. Für jeden Geschmack
ist Winter wie Sommer etwas dabei: Von den
zahlreichen Skiliften und Bergbahnen über
Langlaufrouten und Naturlehrpfade bis hin zu
Mountainbike- und Radtouren, aber auch Museen und
Kirchen, die allemal einen Besuch wert sind. Wer diese
Freizeitangebote mit einer Fahrt auf der Außerfernbahn verknüpft, kann
gleich zwei Vorteile genießen: Zum einen die
Zugfahrt durch eine der schönsten
Alpenlandschaften überhaupt, zum anderen die
Möglichkeit, Ausgangs- und Endpunkt einer Tour
flexibel zu wählen, ohne zum geparkten Auto
zurückkehren zu müssen. Die Broschüre
beschreibt rund 30 attraktive Ausflugstipps und
hält darüber hinaus auch Angaben zu
Öffnungszeiten sowie nützliche Info-Adressen
bereit. Verlegt wird sie bei der "PRO BAHN
Verlag & Reisen GmbH" in einer Auflage
von 100.000 Stück, die an den Bahnhöfen bis
nach München, Augsburg und Ulm sowie Innsbruck
verteilt werden, um Tagesausflügler auch ohne
Auto für die Region zu begeistern. Darüber
hinaus ist das neue Heft bei den Gemeinden und
Tourismusstellen entlang der Außerfernbahn erhältlich, damit
auch Urlaubsgäste und Einheimische auf den
Geschmack kommen, mit der Bahn etwas zu
unternehmen.
|
|
Bis
vor kurzem erschien die Zukunft der Außerfernbahn noch unsicher. Durch die
Bemühungen des Landes Tirol und des Freistaates Bayern,
der betroffenen Regionen sowie privater Initiativen ist
es jedoch gelungen, den Weiterbestand der Außerfernbahn vorerst zu sichern. Die
Idee zur Broschüre wurde im "Marketingbeirat Außerfernbahn" aus der Taufe
gehoben, der von den EUREGIONES via Salina und
Zugspitze-Wetterstein-Karwendel sowie dem Bezirk Reutte
getragen wird. "Durch grenzüberschreitende
Anerkennung von ermäßigten Tickets, kostenlose
Fahrradbeförderung und viele Initiativen mehr ist es in
den letzten Monaten gelungen, die Kundenfrequenz auf der Außerfernbahn erheblich zu steigern.
Wenn es uns gelingt, durch die in der Broschüre
angebotenen Tipps zu einer unvergesslichen Fahrt mit der Außerfernbahn zu verführen, sind wir
unserem Ziel zur dauerhaften Absicherung dieser
Regionalbahnstrecke wieder einen Schritt näher
gekommen" so die EUREGIO-Präsidenten Landrat Kaiser
und Bürgermeister Seelos sowie Bezirkshauptmann Dr.
Schennach einstimmig im Vorwort der Broschüre, die
insbesondere auch das Engagement der beiden
Fahrgastverbände "PRO BAHN Bayern" und
"FAHRGAST Österreich" zum Erhalt der Bahn
hervorheben.
Auch in Zukunft
wird der "Marketingbeirat Außerfernbahn" weiterhin Maßnahmen
anstoßen, die die Außerfernbahn für ihre Fahrgäste noch
attraktiver machen. Geplant ist z.B., bei ausgewählten
Freizeiteinrichtungen ermäßigte Eintrittspreise gegen
Vorlage der Bahnfahrkarte zu ermöglichen und noch
stärker als bisher regionale Tages- oder Wochentickets
für Bus und Bahn anzubieten.
|
30. September 2001:
BERICHT
ÜBER DEN "TAG DER REGIONEN" AM IN PFRONTEN:
|
"Kreisbote"
Füssen vom 4. Oktober 2001:
Oberleitung
wird wieder aufgebaut
Pfronten: Zusage der DB Regio AG beim "Tag
der Regionen"
Pfronten
/ Außerfern. "Die Chancen stehen gut, dass
die zwischen Garmisch-Partenkirchen und Griesen
demontierte Oberleitung auf der Außerfernbahn
spätestens zum nächsten Fahrplanwechsel im
Dezember 2002 wieder aufgebaut ist".
Diese
Aussage machte Helmut Zowe von der DB Regio AG im
Anschluss an eine Benefizvorführung des
Spielfilmes "Heinrich der Säger", die
von der grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe
"FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol"
zugunsten der Außerfernbahn in Pfronten
veranstaltet wurde.
Anlass
für diese Filmvorführung war der
"Startschuss" für die Ausschilderung
eines neuen Wanderweg vom Bahnhof Vils über den
Falkenstein zum Bahnhof Pfronten-Steinach.
Der
Wanderweg bietet nicht nur imposante Ausblicke
auf die umliegende Natur- und insbesondere
Seenlandschaft, sondern ist auch kulturhistorisch
bedeutend: Führt der Weg in Vils doch in die
Nähe der ehemaligen Hammerschmiede, der
einzigartigen Kirche St. Anna und der Ruine
Vilseck, aber auch vorbei an der Ruine
Falkenstein.
Auf
dem Falkenstein wollte der Bayernkönig Ludwig II
ein Schloss errichten, das Neuschwanstein um
nichts nachstehen sollte.
Der
König konnte allerdings nur noch die Straße
bauen. FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu / Tirol will
mit der Ausschilderung des Weges wandernden
Fahrgästen einen Anreiz bieten, mit der
Außerfernbahn anzureisen, wobei die Wegweiser
zur Förderung behinderter Menschen bei der
Lebenshilfe Reutte angefertig und aufgestellt
werden.
Zur
Filmvorführung konnte Fahrgast - Pro Bahn
Sprecher Rolf Bickelhaupt neben dem
Drehbuch-Autor und Regisseur des Filmes Klaus
Gietinger und dem Schauspieler Heribert Weber,
der in "Heinrich der Säger" den
Bahnchef miemte, auch die Tiroler
Landtagsabgeordnete Dr. Maria Unterlercher, die
Bürgermeister Helmut Wiesenegg (Reutte), Erich
Köck (Pflach), Karl Wechselberger (Pinswang),
Wolfgang Hützler (Oy-Mittelberg) und den
Pfrontener Tourismusdirektor Jan Schubert, der
den erkrankten Pfrontener Bürgermeister Josef
Zeislmeier vertrat, sowie den bayerischen PRO
BAHN Landesvorsitzenden Dr. Matthias Wiegener
begrüßen.
Der
kritische Film handelt auf äußerst
unterhaltsame und erheiternde Weise über
"Heinrich", der mit modernen
Robin-Hood-Methoden die Schließung einer
Provinzbahn verhindern möchte.
Der
Film kam beim Publikum sehr gut an, was der
Applaus des Gäste zum Schluss des Filmes
eindrucksvoll bestätigte.
Der
durch mehrere Tatort-Folgen bekannt gewordene
Regisseur Klaus Gietinger stand im Anschluss an
die Vorführung für Gespräche und Autogramme
zur Verfügung.
|

Gut
frequentiert war der Infostand von
FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol
auf dem Bahnsteig des Bahnhofes Pfronten-Ried

Zur
Besichtigung "freigegeben":
VT 642 "Desiro" Bahnhof
Pfronten-Steinach

Zwei
"alte" Weggefährde trafen sich auf dem
Bahnsteig
des Bahnhofes Pfronten-Ried:
die Regisseure Klaus Gietinger (links) und Leo
Hiemer,
die zusammen den Allgäuer Kultfilm
"Daheim sterben die Leut" schufen.

Dicht
umlagert bei den Autogrammen:
Heribert Weber (vorne) und Klaus Gietinger.
|
Gietinger, selbst eifriger
und "überzeugter" Bahnfahrer, und
weitere Diskutanten kritisierten dabei die
Weigerung der Österreichischen Bundesbahnen
(ÖBB), dem nagelneuen Diesel-Triebwagen VT 642
(Typ "Desiro") der Deutschen Bahn AG
die erforderliche Betriebsgenehmigung wegen
fehlender Außenspiegel und eines fehlenden
Schneepfluges zu erteilen, was zur Folge hat,
dass die Fahrgäste in Pfronten-Steinach
umsteigen müssen, da die DB auf dem Abschnitt
Kempten - Pfronten diesen bequemen Triebwagen im
Interesse der Fahrgäste einsetzt.
Diesen
Triebwagen konnten am vergangenen Sonntag die
interessierte Bevölkerung aus Anlass eines
Informationsstandes von FAHRGAST PRO BAHN am
Bahnhof Pfronten-Ried besichtigen.
Kritisiert
wurden auch die vielen
"Langsamfahrstellen" insbesondere im
Abschnitt Kempten - Pfronten. Durch deren
Beseitigung könnten hier rund 15 Minuten
Fahrzeit eingespart werden, womit - so
Bickelhaupt - insbesondere auch der Berufsverkehr
attraktiver werden würde.
Und
für Fernreisende forderte FAHRGAST PRO BAHN auf
der Veranstaltung die Einrichtung eines
Interregio-Betriebes zwischen Ulm über Kempten
und die Außerfernbahn nach Innsbruck. Eine
solche Verbindung wäre eine gute Alternative, um
den chronisch überlasteten Münchner
Hauptbahnhof zu entlasten.
FAHRGAST
- PRO BAHN begrüßt die Ankündigung über die
Wiedererrichtung der abmontierten Fahrleitung.
Dies wäre ein wesentliches Indiz dafür, dass
der Bestand der Außerfernbahn für längere Zeit
gewährleistet ist.
ZUM
FILM: MEHR
|
| 17. Juni 2001:
"Ofizieller
Start" der Homepage der AUßERFERNBAHN
In unserer heutigen
Zeit besteht die großartige Möglichkeit, über
das Internet Kontakt zu halten mit all
denjenigen, die sich als Freund/in der Außerfernbahn verstehen. Das
Internet bietet sich aber auch an, um die
Attraktivität der Außerfernbahn zu erhöhen,
als Mittel schlechthin des Marketings.
Die
grenzüberschreitende Arbeitsgruppe Fahrgast -
Pro Bahn Allgäu/Tirol und das Internet-Projekt
Allgäu-Bahn haben sich daher entschlossen, eine
eigene Homepage für die Außerfernbahn einzurichten, die
Außerfernbahn darzustellen als ein Juwel unter
den Bahnen in Österreich und Deutschland, als
die Allgäu-Tirol-Oberbayerische Erlebnisbahn.
Diese
Homepage wurde am 17. Juni 2001
"offiziell" im Rahmen der Veranstaltung
über die Einweihung der Wegweiser
"Fürstenstraße" (siehe nächste
Aktion - unten) eröffnet.
17. Juni
2001:
Einweihung
der Wegweiser für die Fürstenstraße unter dem
Motto:
"Mit der Außerfernbahn auf den Spuren von
König Ludwig"
Füssener
Blatt vom 18.06.2001:
Außerfernbahn muss fahren
Anbindung an Wanderwege für neue Fahrgäste -
Hinweisschilder offiziell übergeben
| Außerfern/Ostallgäu
(rea). Eine Dampflok aus Holz weist jetzt
offiziell den Wander-Weg von Pinswang
nach Hohenschwangau - von der Außerfernbahn zu den
Königsschlössern über die
Fürstenstraße. Die Arbeitsgruppe
»Fahrgast Pro Bahn Allgäu/Tirol« will
mit dieser und anderen Aktionen der
Außerfernbahn mehr Attraktivität geben
und die Züge besser auslasten. Denn, und
daran ließ der Haupt-Initiator der
Aktion, Martin Teißl, bei der
Vorstellung der Schilder keinen Zweifel:
»Die Außerfernbahn muss
weiterfahren. Zahlreiche
Kommunal- und Landespolitiker aus dem
Außerfern und dem Ostallgäu nahmen an
der Einweihungsfeier der neuen
Hinweisschilder teil. Für den Landkreis
Ostallgäu und die Schlössergemeinde
Schwangau sprach Bürgermeister und
stellvertretender Landrat Reinhold
Sontheimer. Er wie auch die Gemeindechefs
von Musau, Franz Heid, und Pinswang, Karl
Wechselberger, ließen keinen Zweifel
daran, dass die Bahn im Interesse der
Infrastruktur und des Tourismus
weiterfahren muss - über den 1. Dezember
2002 hinaus. So lange läuft der Vertrag
der Deutsche Bahn Regio AG (DB Regio),
die die Außerfernbahn betreibt.
|

|
Martin
Teißl dankte auch den Sponsoren, neben dem
Tourismusverein Reutte vor allem der Firma
Schretter. »Wenn der Güterverkehr nicht so gut
laufen würde, wer weiß, ob es die Bahn dann
überhaupt noch gäbe«. Doch was für die Güter
noch relativ normal sei, müsse auch für den
Personennahverkehr gelten: eine sinnvolle
Verkehrspolitik von der Straße weg wieder mehr
hin zur Schiene.

Die Segnung der
Wegweiser führte
Pfarrer Rupert Bader (Musau-Pinswang)
durch.
|
Das
funktioniere nur, so betonte der Sprecher
von »Pro Bahn« weiter, wenn die Bahn
gut genutzt wird. Und mehr Fahrgäste
bekomme man nur, wenn man sie attraktiver
mache und beweise, dass die Außerfernbahn wirklich
eine Erlebnisbahn sei. Dem sollen nun die
neuen Hinweisschilder eine erste Rechnung
tragen. Dass sie in Form einer Dampflok
entstanden, war die Idee von Karl
Wechselberger. Hergestellt wurden sie in
den Werkstätten der Lebenshilfe Reutte
unter Leitung von Stefan Kätzler.
|
| Dass es
auch mit der Bahn wieder aufwärts geht,
dafür will die DB Regio sorgen. Ihr
Vertreter Helmut Zowe betonte, dass die Außerfernbahn erhalten
bleibe - hoffentlich über das Jahr 2002
hinaus. Da die Österreichische
Bundesbahn sich voll und ganz aus der
Region zurückgezogen habe, gelten die
deutschen Tarife auch auf den
österreichischen Strecken. Zowe verwies
hier auf das Wochenendticket und andere
Angebote, »die uns sicher einen
Fahrgast-Zuwachs bringen werden«. Auch
einem anderen Wunsch von »Pro Bahn«
wurde entsprochen: Die Zugbegleiter
wurden übernommen, so dass die Außerfernbahn nach wie
vor kein einsamer, anonymer Zug ist.
»Und die Akzeptanz dieser Mitarbeiter
bei den Kunden ist enorm«, stellte der
DB-Regio-Sprecher fest. |

DB-Sprecher Helmut Zowe (Kempten)
|
Für
die Zukunft stellte Rolf Bickelhaupt weitere
Projekte vor. Er betreut das Internet-Projekt der
Außerfernbahn. Demnächst wird
sich ein Film mit der Strecke befassen - unter
dem Titel »Heinrich der Säger« gedreht vom
Tatort-Regisseur Klaus Gietinger. In die Kinos
kommt der Film am 16. August, im Außerfern
findet dazu eine Benefizveranstaltung statt.

Roland Deutsch (rechts) von der Lebenshilfe
Reutte und seine Freunde fertigten den neuen
Wegweiser
in Form einer Dampflok an. Links Fahrgast - Pro
Bahn Sprecher Martin Teißl
8.
Juni 2000
FAHRT
ZU EINEM "BEGRÄBNIS"
Protestkundgebung gegen die Schließung der Außerfernbahn
Die
Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) lässt keinen
Zweifel: sie will so schnell als möglich die Außerfernbahn schliessen. Daher
trafen sich am 8. Juni 2000 Tiroler Landtags- und
Kommunalpolitiker zu einer Protestkundgebung im
bayerischen Grenzbahnhof Griessen.
Dass die
Demonstration nicht im außerferner
Tirol, sondern in Bayern stattfand, hatte
zwei Gründe: einmal will die Deutsche
Bahn AG der ÖBB insoweit
"Schützenhilfe leisten", in
dem sie die Fahrleitung auf der
oberbayerischen Seite zwischen
Garmisch-Partenkirchen und Griessen ab 5.
Oktober dieses Jahres kappen will, und
zweitens stellte der südbayerische
Fahrgastverband PRO BAHN den Politikern
einen hypermodernen Triebwagenzug vor.
Und der erhielt von der ÖBB keine
"Einreisegenehmigung".Auf der
Zugfahrt zur Kundgebung brachte es der
Bürgermeister von Reutte, Helmut
Wiesenegg, auf den Punkt: "Ich fahr
jetzt zu einem Begräbnis". Und er
war es auch, der die Akzente auf der
Kundgebung setzte: so habe die ÖBB die
Strecke "bewusst
heruntergewirtschaftet", um sie
sodann aus Gründen der Ökonomie
schließen zu können. Dies sei ein
"Todesstoß für die ganze
Region". Die Fahrleitungen wären
"noch für 30 Jahre gut",
betonte der langjährige Eisenbahner
immer wieder. Die Schließung der Bahn
würde auch eine massive Belastung des
Straßenverkehrs mitsichbringen: bis zu
8.000 zusätzliche LKW würden dann
jährlich über den Fernpaß fahren.

Zwei
Politker pro Außerfernbahn:
die Tiroler Landtagsabgeordnete Maria
Scheiber
und der Bürgermeister von Reutte, Helmut
Wiesenegg
|
Die
Tiroler Landtagsabgeordnete Maria
Scheiber betonte, dass die Außerfernbahn für die
Region eine "Hauptbahn" sei.
Die Trasse müsse
"betriebswirtschaftlich
interessant" gemacht werden.
Gleichzeitg forderte sie die Regierungen
in Wien, Berlin, Innsbruck und München
sowie die ÖBB und die DB auf, die
Verträge einzuhalten, die den Bestand
der Bahn bis zum Jahr 2007 garantieren
würden. In die gleiche Richtung gingen
die Beiträge des Landtagsabgeordneten
Bernhard Eggel und von Hofrat Diethelm
Judmaier vom Amt der Tiroler
Landesregierung, der einen Stundentakt
zwischen Garmisch-Partenkirchen und
Kempten einforderte. Und für die
Außerferner Wirtschaft betonte Dr.
Reinhard Schretter aus Vils, dass auch
der Güterverkehr auf der Schiene für
die Region ein wesentliches
wirtschaftliches Standbein sei.
Angereist
war der Fahrtgastverband PRO BAHN mit
einem Triebzug aus München, den die
Organisation leihweise von der
Saarbrücker Stadtbahn erhalten hatte.
Und als Bürgermeister Wiesenegg den
hypermodernen Zug sah, schöpfte er
wieder Hoffnung. Mit einem solchen
Triebwagenangebot - so hofft er - könne
auch die Außerfernbahn erhalten
werden.
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| FRÜHJAHR
2000: Faltblatt
"Wandern mit der Außerfernbahn"
Wandern
mit der Außerfernbahn - so
lautet ein Faltblatt des PRO BAHN
Regionalverbandes Oberbayern e.V.
Darin werden Ausflüge entlang der Außerfernbahn
vorgestellt.
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