Streckenbeschreibungen AUßERFERNBAHN:
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Kempten - Pfronten
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Pfronten - Garmisch-Partenkirchen

Bildergalerien:
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AUßERFERNBAHN

Die Allgäu-Tirol-Oberbayerische
Erlebnisbahn


Geschichtliches:
AUßERFERNBAHN

Abschnitt Kempten - Pfronten - Reutte i. T.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts tauchte immer wieder der Begriff einer "Fernbahn" im Allgäu auf. Damit war eine Bahnstrecke von Kempten über den Fernpaß bis nach Innsbruck gemeint. Dazu wurde 1867 in Kempten sogar ein Komitee gebildet. Allein die Planung dieser Verbindung entwickelte sich zum Politikum: in Österreich wurde diese Idee als Konkurrenz zur Arlbergstrecke angesehen, die ebenfalls um diese Zeit geplant wurde. Danach verschwand dieser Vorschlag.

Erst Anfang der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts kam wieder eine Trasse - diesmal als Lokalbahn - von Kempten Richtung Tirol ins Gespräch. Und im Lokalbahngesetz von 1892 wurde die Strecke Kempten - Pfronten genehmigt. Noch im gleichen Jahr begannen die Bauarbeiten und schon am 30. November 1895 rollte der erste Zug auf dieser Strecke.

Nach der Eröffnung der Lokalbahnstrecke Kempten - Pfronten-Ried am 1. Dezember 1895 wurde die Forderung nach Weiterführung bis Reutte i. T. laut. 10 Jahre später, am 16. Dezember 1905, war es so weit: die Züge fuhren nun bei Pfronten-Steinach über die deutsch-österreichische Staatsgrenze bis Schönbichl. Von dort aus verkehrte die im Jahre 1905 mit Sitz in Reutte i. T. unter Beteiligung der Stadt Kempten gegründete Privatgesellschaft "Lokalbahn Reutte - Schönbichl AG" nach Reutte i. T..

Abschnitt Garmisch - Reutte i. T.

Nach dieser Eröffnung wurden Stimmen nach Weiterführung der Linie laut. Drei Varianten standen schließlich zur Diskussion:

  • 1. von Reutte i. T. nach Garmisch über Ehrwald,
  • 2. von Reutte i. T. nach Leutasch über Ehrwald und das Gaistal sowie
  • 3. von Reutte i. T. nach Imst über den Fernpass (sog. "Fernbahn").


Bahnhof Griesen. Sammlung: Siegfried Bufe

Garmisch hatte zu jener Zeit bereits einen Bahnanschluss durch die Trasse nach München via Murnau, Weilheim und Starnberg. So lag es nahe, eine direkte Verbindung zwischen München und Innsbruck und in diesem Zusammenhang die Erschließung des Außerfern von Innsbruck aus über den "Umweg" Garmisch zu betreiben. Im Staatsvertrag zwischen Österreich und Bayern aus dem Jahre 1910, auch als "Außerfern - Mittenwald - Abkommen" (AMÜ) bekannt, wurde letztendlich der Bau der "Karwendelbahn" Garmisch - Innsbruck und auch die Fortsetzung von Garmisch ins Außerfern über Ehrwald besiegelt. Dieser Vertrag regelte nicht nur den Bau, sondern auch die Betriebsführung sowie -abrechnung und auch die Instandhaltungspflichten.

Eröffnet wurde die "Karwendelbahn" Garmisch - Innsbruck am 1. Mai 1912, und gut ein Jahr später, am 29. Mai 1913, war es soweit: der erste Zug rollte von Garmisch kommend in Reutte i. T. ein.

Mit der Eisenbahn Reute - Garmisch - Mittenwald - Innsbruck erhielt Kempten 1913 doch noch die gewünschte Verbindung zur Tiroler Landeshauptstadt. Und somit war schließlich die AUßERFERNBAHN (bis Garmisch) "geboren".

Sowohl die Karwendelbahn als auch die AUßERFERNBAHN zwischen Garmisch und Reutte i. T. waren von Beginn an elektrifiziert.

Überlegungen

Die exponierte Streckenführung für Fahrgäste aus dem Außerfern ins übrige Tirol, also von Tirol über Bayern nach Tirol, führte immer wieder zu Überlegungen, eine innerösterreichische Verbindung zu bauen. Schwerpunkt der Überlegungen war der Bau einer Bahnstrecke über den Fernpass insbesondere in den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Weitere Gedanken war der Anschluss der AUßERFERNBAHN mit der Strecke (Kaufbeuren) - Biessenhofen - Marktoberdorf - Füssen, deren Gleise nur rund vier Kilometer auseinanderliegen und - zuletzt - in den 90-er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Alternative zum geplanten Brennerbasistunnel eine Neubaustrecke von Füssen über Imst und Mals nach Meran.


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