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Newsletter Außerfernbahn

AUßERFERNBAHN

Die Allgäu-Tirol-Oberbayerische
Erlebnisbahn


AKTUELLes von der AUßERFERNBAHN

25. Oktober 2010:
Informationsfahrt mit EntscheidungsträgerInnen

5 Jahre nach der ersten von der grenzüberschreitend tätigen Arbeitsgruppe "FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol" organisierten Informationsfahrt unter dem Motto "Es geht langsam voran auf der Außerfernbahn" (vom 14. Juni 2005) gab es kürzlich eine Neuauflage.

Am Montag, 25. Oktober 2010, mit Beginn um 14 Uhr in Kempten, lud die Arbeitsgruppe "FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol" sämtliche Bürgermeister, Landräte, Bahn-Verantwortliche und weitere Betroffene diesseits und jenseits der Staatsgrenze zu einem Aktionsnachmittag an der Außerfernbahn ein. Die Veranstaltung begann mit einer Präsentationsfahrt, bei der die Mitreisenden die Probleme und Zwangspunkte, aber auch Verbesserungs- und Entwicklungsmöglichkeiten speziell im deutschen Teil dieser Strecke (von Kempten bis Pfronten-Steinach Grenze) "live er-fahren" konnten. Anschließend kehrten alle Beteiligten in Pfronten-Steinach in das Bistro BBB ein und diskutierten über Erfahrungen und Ideen zur Verbesserung der Attraktivität dieser Strecke.

Details zu diesem Aktionstag können Sie hier downloaden:


Sommer 2005:
Freifahrt für 1er Schüler

Die DB Regio Bayern startete die Aktion "Freie Fahrt für 1er Schüler". War dies ursprünglich nur für Schüler aus dem Gebiet des Freistaates Bayern gedacht, wurde die Aktion nach entsprechenden Interventionen auch auf Schüler des Tiroler Bezirks Reutte ausgedehnt. Damit kann jetzt auch jeder Außerferner Schüler, der mindestens eine "Eins" im Zeugnis hat, am 1. August einen ganzen Tag lang gratis Bahn fahren. Benützt werden dürfen alle Züge der DB Regio in Bayern und im Tiroler Außerfern. Als "Fahrkarte" müssen die SchülerInnen das Zeugnis im Original oder in Kopie sowie einen Schüler- oder Personalausweis mit sich führen. Fahrtunterbrechungen zwischen 0 und 24 Uhr sind beliebig oft gestattet. Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach, der am Zustandekommen dieser Regelung maßgeblich beteiligt war: "Die Flexibilität der DG Regio ist wirklich überraschend. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Aktion auf die Schüler hier im Bezirk ausgedehnt."


März 2004:
Wieder Güterzüge auf der
Außerfernbahn
FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol fordert erneut den Wegfall der Langsamfahrstellen

Erstmals seit dem Jahr 1993 kommt mit dem "Ecco Cargo Außerfern" wieder ein Güterzug über den Grenzübergang Pfronten-Steinach auf der Strecke Kempten - Reutte/Tirol zum Einsatz. Gefahren wird der "Außerfern" mit V 100-Lokomotiven (ex DB 213) der Mittelweserbahn (MWB). Die Lokomotiven dieses Typs verfügen über eine Zulassung in Deutschland und Österreich.

Ausgehend vom Knotenbahnhof Donauwörth verkehrt ab März 2004 3-4mal wöchentlich der neue Feederzug "Außerfern" auf der Route Donauwörth - Augsburg - Buchloe - Kempten - Vils. Der "Außerfern" dient dem Transport von Einzelwaggons und Waggongruppen.
Hauptfracht sind Silowaggons mit Braunkohlestaub, welche zuvor mit dem "Austria" ab Hürth-Kalscheuren (Köln) nach Donauwörth gebracht wurden. Durch eine deutliche Erhöhung der Umlauffrequenz der eingesetzten hochwertigen privaten Silowaggons konnte eine größere wirtschaftliche Effizienz der Verkehre erreicht werden, so die Salzburger EisenbahnTransportLogistik GmbH (SETG), die zusammen mit der Salzburger Lokalbahn und der Mittelweserbahn das ECCOCARGO Netz betreibt.


Bild: Salzburger EisenbahnTransportLogistik GmbH (SETG)

Durch die Wiederaufnahme des Güterverkehrs im deutschen Abschnitt der Außerfernbahn wird der große Umweg über Hall (Tirol) - Innsbruck - Garmisch-Partenkirchen - Reutte (Tirol) vermieden.

Die Wiedereinführung des Güterverkehrs auf dem Allgäuer Abschnitt der Außerfernbahn ist für die grenzüberschreitende Arbeitsgruppe FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol wichtig, weil hiermit ein Deckungsbeitrag zum Erhalt der Strecke und die Legitimation für die immer wieder geforderten Ausbaumaßnahmen incl. Wegfall der Langsamfahrstellen gegeben wird. Weiteres Potential an Güterverkehrskunden zwischen Donauwörth, Kempten und Vils ist nach Auffassung von FAHRGAST - PRO BAHN gegeben und hat schon Interesse bekundet.


1. Dezember 2003:
Historischer Tag für die Außerfernbahn
Unbefristeter Vertrag unterzeichnet

Endgültiges Aufatmen! Aufgrund eines heute in Reutte/Tirol auf unbefristete Zeit abgeschlossenen Verkehrsdienstevertrages zwischen dem Verkehrsverbund Tirol Gesmbh (VVT) als Besteller und der DB Regio AG als Betreiberin wurde der Bahnverkehr auf dem Tiroler Abschnitt der Außerfernbahn auf eine neue, solide und sichere Basis gestellt. Der Vertrag, erstmals kündbar nach fünf Jahren, umfasst ein Volumen von jährlich knapp 330.000 Zugkilometern für dem österreichischen Abschnitt. Die Streckenabschnitte in Bayern fährt DB Regio auf Bestellung des Freistaates Bayern gesichert bis Ende 2013.

Hoher Qualitätsstandart

Dipl.-Ing. Mag. Jörg Angerer, Vorstand der Abteilung Gesamtverkehrsplanung im Land Tirol, sieht in diesem Vertrag einen wichtigen Schritt in punkto Qualität: "Zum Einsatz kommen modernste elektrische Nahverkehrs-Triebwagen ET 425 / ET 426, die einen hohen Qualitätsstandard aufweisen und damit einen zusätzlichen Anreiz zum Umsteigen auf die Bahn bewirken sollen". Auch sei vereinbart worden, dass weiterhin  "Zugbegleiter als direkte Ansprechpartner für unsere Fahrgäste zur Verfügung stehen. Denn Nahverkehr wird von Menschen zu Menschen gemacht!"


Freie Fahrt auf der Außerfernbahn - v.l.n.r.: Jörg Angerer,
Georg Fuchshuber, Diethelm Judmaier, Ferdinand Eberle,
Christoph Grimm, Berthold Huber, Dr. Dietmar Schennach

Fix sei auch, dass der Schneeexpress im Angebot bleibt, wie der Geschäftsführer des VVT Mag. Georg Fuchshuber versicherte: "Damit können Skifahrer und Langläufer zum Nulltarif die Bahn benützen, wenn sie hier im Außerfern dem Wintersportvergnügen nachgehen." Für Fuchshuber ist der Bahnverkehr im Bezirk Reutte das Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs. Daher werden die regionalen Busstrecken so ausgebaut werden, dass sie als Feinverteiler für die Bahn dienen, wobei der Bahnhof in Reutte zur "Drehscheibe" im Rahmen des vorgesehenen Mobilitätskonzeptes werden wird. Der jetzt abgeschlossene Vertrag mit der DB Regio sei der "Startschuss" für dieses Konzept.

Vorbildhaft

"Ich freue mich sehr, dass mit der heutigen Vertragsunterzeichnung die Bahnstrecke durch das schöne Außerfern von DB Regio weiterhin gefahren wird. Es erfüllt uns mit Stolz, dass DB Regio seinen ersten Auslandsauftrag vom Land Tirol erhalten hat," so Berthold Huber, Vorsitzender von DB Regio Bayern zur heutigen Vertragsunterzeichnung.

Übernommen hat die DB Regio den Bahnverkehr im Februar 2001. Seither konnte die Anzahl der Fahrgäste von rund 270.000 auf 350.000 im Jahre 2002 gesteigert werden. Damit gelte die Strecke für Huber als vorbildhaft vor allem für touristische Verkehre, der daher resümierte: "Die Außerfernbahn hat Zukunft".

"Aus der Region wurde Macht entwickelt, die die Schließung der Außerfernbahn nicht zugelassen hat", betonte Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach in seiner Ansprache. Dr. Schennach, auch Vorsitzender des österreichweit beispielhaften Marketingbeirates Außerfernbahn, kündigte weitere Maßnahmen an wie Sonderzüge in die Region für Urlauber sowie regelmäßige Nostalgiezüge von Innsbruck und München.

Rolf Bickelhaupt, stv. Sprecher von FAHRGAST Tirol und stv. Leiter von PRO BAHN Allgäu, forderte im Rahmen der Vertragsunterzeichnung sowohl die Einführung des Stundentaktes auf dem Tiroler Abschnitt der Außerfernbahn als auch die Beseitigung der Langsamfahrstellen ein, um die Bahn gegenüber dem Auto wettbewerbsfähig zu machen.
Für den Fahrgast-Interessensvertreter sei es die schnellste Reaktivierung einer Bahnstrecke gewesen, die er kenne: "Von den ÖBB eingestellt, am nächsten Tag von der DB Regio reaktiviert". Er bedankte sich für die Fahrgäste und für die von ihm repräsentierten Verbände beim Land Tirol, dem VVT, der DB Regio und bei der Bezirkshauptmannschaft Reutte für ihr Engagement zur Rettung der Bahn und für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Durchgehend München - Reutte

Das Angebot für den touristischen Verkehr wird ab 14. Dezember speziell am Wochenende dank eines neuen durchgehenden Zugs zwischen München und Reutte weiter aufgewertet. Wie die DB dabei betonte, ist der Zug für alle Ausflügler nach Ehrwald, Lermoos, zum Plansee und Reutte ideal. Er fährt um 7.31 Uhr ab München und kommt um 10.07 Uhr in Reutte an. Zurück geht es um 15.55 Uhr ab Reutte, Ankunft in München um 18.26 Uhr. Für Reisende Richtung München fährt samstags um 7.55 Uhr ein weiterer durchgehender Zug von Reutte nach München. Da dort günstige Anschlüsse zum Fernverkehr gegeben sind, ist der Zug für alle zurückreisenden Urlaubsgäste interessant, betonte Huber.
Auch für die SchülerInnen sei - so Landeshauptmannstellvertreter Ferdinand Eberle -  die Bahn durch ein neues Angebot attraktiver geworden. Jetzt gelte es, diese Pendler wieder zurück auf die Schiene zu bringen.


19. Mai 2003:
Neues Zeitalter auf der Außerfernbahn
Leichttriebzüge der Deutschen Bahn AG erhalten Zulassung

Nach zähen Verhandlungen haben die deutschen Triebzüge ET 425, ET 426 und VT 642 die Zulassung für den österreichischen Abschnitt der Außerfernbahn (AfB) erhalten. Eine Zulassung für ganz Österreich wurde nicht erteilt.

Seit 19. Juni nun pendeln auf dem elektrifizierten Abschnitt zwischen Garmisch und Reutte in Tirol zwei ET 426. Die von ADtranz, Bombadier und Siemens gebauten 2-teiligen Elektrotriebzüge haben 100 Sitz– und 112 Stehplätze und sind bis zu 160 km/h schnell, wobei diese Geschwindigkeit auf der AfB nicht erzielt werden kann.

Überwiegend dürfte die Kapazität des ET 426 ausreichend sein. Dies trifft jedoch bei dem Frühzug für Schul- und Berufspendler (Ehrwald - Reutte) sowie an Wochenenden (Tagesausflügler) oftmals nicht zu. Nach Auffassung von Dietrich Mader, dem Leiter der Produktplanung der DB Regio AG Bayern, besteht jedoch Aussicht, den Frühzug und einige Wochenendverstärkungsfahrten auf den ET 425 umzustellen, was jedoch aus "betrieblichen Gründen" erst am turnusmäßigen Fahrplanwechsel am 14. Dezember möglich sei. Bei dem 4-teiligen ET 425 handelt es sich um den "großen Bruder" des ET 426, der etwa die doppelte Kapazität hat und der gleichen Fahrzeugfamilie entstammt.

Die Zulassung für die AfB erhalten hat auch der VT 642 (Typ "Desiro") aus dem Hause Siemens. Vorgesehen ist hier der Einsatz auf dem nicht elektrifizierten Abschnitt zwischen Kempten und Reutte. Zur Zeit fährt er bereits auf dem deutschen Abschnitt zwischen Kempten und Pfronten-Steinach (Staatsgrenze). Zwar gibt es laut Mader erste Überlegungen, den "Desiro" auch bis Reutte einzusetzen, was - so das "LOK-Magazin" (Nr. 5/2003) - "wegen der derzeit überdimensional hohen Reparaturqoute" nicht möglich sei.


VT 642 "Desiro" zwischen Wertach-Haslach und Maria Rein


Die Zulassungebehörde (ÖBB-Trassenmanagement) hat strenge Auflagen erlassen: Aus Abfertigungsgründen darf nur in Einfachtraktion gefahren werden, worunter die Flexibilität leiden wird. Ein Plus für die Fahrgäste ist jedoch, dass der Einsatz der Fahrzeuge nur mit Zugbegleitern zulässig ist. Und bei starken Schneefällen ist der Einsatz eines Spurfahrzeuges vorzusehen.


Landeshaupt-Stellvertreter Ferdinand Eberle tauft einen ET 425
auf den Namen Land Tirol 
Patenschaften

Um die Verbundenheit der Region mit ihrer Außerfernbahn zu unterstreichen, haben sich das Land Tirol und die Ferienregion Reutte entschieden, Patenschaft für jeweils einen ET 426 zu übernehmen. Am 19. Mai haben der Tiroler Landeshauptmannstellvertreter Ferdinand Eberle sowie Franz Kammerlander, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ferienregion Reutte, die Taufen zusammen mit Christoph Grimm, dem Leiter Angebotsplanung bei der DB Regio AG Bayern, während einer Feierstunde u.a. in Anwesenheit von Vertretern von PRO BAHN Bayern und FAHRGAST Österreich, in Reutte vorgenommen. Die Fahrzeuge zieren jetzt das Wappen des Landes Tirol bzw. das Logo der Ferienregion Reutte.

Eberle stellte in seiner Begrüßungsansprache unmissverständlich fest, dass ein längerfristiges Engagement des Landes zur Aufrechterhaltung dieses umweltfreundlichen Nahverkehrsmittels geplant ist: Das Land Tirol steht vor unmittelbarem Abschluss einer Vereinbarung mit der DB Regio AG, um den Personenfahrgastverkehr auf der Außerfernbahn um weitere 10 Jahre zu sichern.

Der Marketingleiter der DB Regio Christoph Grimm stellt klar, dass die Außerfernbahn als regionsverbindende Bahn für die DB Regio AG von großer Bedeutung ist. Er lobte insbesondere die Partnerschaft in der Region, die beispielgebend für alle von der Schließung bedrohten Regionalbahnstrecken ist. Nur diesem starken Auftritt in der Vergangenheit war es zu verdanken, dass die Schließung der Außerfernbahn verhindert werden konnte.

Grimm, Eberle und BH Schennach vom Marketingbeirat Außerfernbahn stellten fest, dass es ihr Ziel ist, durch gemeinsame, verstärkte Marketingarbeit mehr Leute an dieses umweltfreundliche Nahverkehrsmittel zu binden. Für den Spätherbst 2003 ist eine massive Bewerbung der Fahrschüler auf der Strecke der Außerfernbahn vorgesehen.


Fahrzeugparade (v.l.n.r.): "Taurus" 1116 101-5, ET 426 029-1, VT 628 014-4, "Taurus" 1016 019-2


15. September 2002:
TAUSENDE FEIERN IHRE BAHN
Oberleitung fertiggestellt

Es war eine Demonstration der Region für "ihre" Außerfernbahn: Tausende waren gekommen, um am 15. September das "vielleicht längste Bahnfest der Welt" zu feiern. An diesem "Außerfernbahntag" wurde gleichzeitig die neu errichtete Oberleitung zwischen der österreichisch-deutschen Staatsgrenze bei Ehrwald/Griesen und Garmisch-Partenkirchen symbolisch "unter Strom" gesetzt.

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NEUE OBERLEITUNG ZWISCHEN GARMISCH-PARTENKIRCHEN UND GRIESEN

Mit der Aufstellung des ersten neuen Oberleitungsmastes auf dem rund 13 km langen Abschnitt der Außerfernbahn zwischen Garmisch-Partenkirchen und Griesen/Staatsgrenze wird nun seit 10. Juli 2002 auch für jeden sichtbar, dass die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Außerfernbahn endgültig gestellt wurden. In den kompletten Neubau der Oberleitung investiert die DB Netz AG bis zum September dieses Jahres 2,3 Millionen EURO. Nach einer Zwischenetappe mit Dieselbetrieb im Personen- und Güterverkehr kann dann wieder zwischen Garmisch und Reutte durchgehend elektrisch gefahren werden.


Am symbolischen Baubeginn nahmen auf Einladung der DB Vertreter der Tiroler Landesregierung und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums sowie Vertreter der Kommunalpolitik aus Tirol und Bayern, darunter Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach (Reutte) und Landrat Harald Kühn (Garmisch-Partenkirchen), die Grußworte überbrachten, sowie Vertreter der grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe "FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol" teil. Von einer sicheren Zukunft der Außerfernbahn ist Rainer Stretz vom DB Netz Korridormanagement Südbayern überzeugt, der in seiner Begrüßungsrede wörtlich sagte: "Die Langfristigkeit der Schienenverkehre, auf die man sich grenzüberschreitend verständigen konnte, rechtfertigt diese Investition".

Im Rahmen der Erneuerung der Oberleitung auf dem deutschen Teil der Strecke werden 291 Masten aufgestellt, gleichzeitig werden Gleis- und Weichenerneuerungen im Bahnhof Griesen durchgeführt. Die altersschwache Oberleitung zwischen Garmisch und Griesen musste nach fast 90 Jahren Betrieb im Oktober 2000 aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Die DB dazu: "Ein von DB Netz damals bereits geplanter Neubau musste gestoppt werden, weil von Seiten des Personenverkehrs aus Österreich Zweifel über die weitere Bedienung aufkamen".

Die Wende kam, als Mitte 2001 die DB Regio AG vom Land Tirol den Auftrag bekam, auch den österreichischen Abschnitt der Außerfernbahn zu bedienen. Mit dieselgetriebenen Regionalzügen konnte die DB daraufhin auch durchgehende Verbindungen auf der touristisch reizvollen Strecke von Garmisch-Partenkirchen über Ehrwald, Reutte und Pfronten nach Kempten anbieten.

Die Arbeiten werden spätestens am Freitag, 13. September beendet sein, ab 15. September bereits werden die Güterzüge auf elektrischen Betrieb umgestellt. Die Umstellung im Personenverkehr auf elektrischen Betrieb erfolgt zum turnusmäßigen Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres.

Rückfragehinweise:
Franz Lindemair
Deutsche Bahn, Pressesprecher Bayern
Tel.: ++49 (0)89 1308 1500 - Fax: ++49 (0)89 1308 1901
eMail: Medienbetreuung.Bayern@bahn.de 


Der Schneeexpress

Toll für Außerferner Einwohner und für deren Urlaubs-Gäste: sie fahren auch in der jetzigen Wintersaison zwischen Vils und Ehrwald, also auf dem österreichischen Streckenabschnitt der AUßERFERNBAHN, kostenlos. Voraussetzung: Einheimische besitzen die "Home-Card", Touristen die Gästekarte. Ein winterliches Service, welches schon in den letzten Jahren sehr gut angenommen wurde, und von den beiden Tourismusverbänden Ferienregion Reutte und Ferienregion Zugspitz Arena bezahlt wird. Start: 1.12.2001 - Ende: 7.4.2002 (Sonntag nach Ostern).


"Kreisbote" Füssen vom 04.10.2001:
Außerfernbahn erhält wieder Oberleitung
DB Regio AG: Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2002 soll sie fertiggestellt sein

Pfronten/Kempten - Der Streckenabschnitt zwischen Garmisch-Partenkirchen und Griesen der Außerfernbahn wird wieder "verdrahtet" - spätestens ab Dezember 2002 können dann wieder Elektrotriebwagen und/oder -lokomotiven eingesetzt werden.

Diese Aussage machte Helmut Zowe von der DB Regio AG im Anschluss an eine Benefizvorführung des Spielfilmes "Heinrich der Säger", die von der grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe "FAHRGAST - PRO BAHN Allgäu/Tirol" zugunsten der Außerfernbahn in Pfronten veranstaltet wurde.

Mehr zum Tag der Regionen


DB Regio AG Region Bayern gibt bekannt:
Nichtraucherfahrzeuge

Auf dem Abschnitt Kempten - Pfronten der AUßERFERNBAHN verkehren seit Juni 2001 die neuen Nahverkehrstriebwagen VT 642.

Ab September 2001 werden in diesen Fahrzeugen die Raucherplätze entfallen. Die DB Regio AG entspreche damit "einem von der Mehrheit unserer Fahrgästen geäußerten Wunsch".

Die Umwandlung in Nichtraucherfahrzeuge wird durch die Bayerische Eisenbahn Gesellschaft mbH und der DB Regio AG mit einer gemeinsamen Marktstudie begleitet. Wenn im November 2001 die Ergebnisse der Marktstudie vorliegen werden, "werden wir über die Beibehaltung der Nichtraucherzüge abschließend entscheiden".


"Kreisbote" - Garmisch-Partenkirchen 30.09.2001
Erlebnischarakter der
Außerfernbahn
Internet-Auftritt und Broschüre geben Ausflugtipps

Außerfern - Mit Internet-Auftritt und einer Info-Broschüre sowie einer Benefizvorführung des Railroad-Movies "Heinrich der Säger" des Allgäuer Kultregisseurs Klaus Gietinger will die grenzüberschreitende Arbeitsgruppe "Fahrgast - Pro Bahn Allgäu/Tirol" die Attraktivität der Außerfernbahn steigern und damit weitere Beiträge zum Erhalt der Bahn leisten.

Mit der Außerfernbahn wird das österreichische Außerfern mit seinem Hauptort Reutte erschlossen. Das Außerfern ist durch die Lechtaler Alpen vom restlichen Tirol "getrennt". Die Bahn hat keinen Anschluss an das Festnetz Österreichs. Sie beginnt in Kempten (Allgäu) und endet in Garmisch-Partenkirchen (Oberbayern). Diese "grenzüberschreitende" Lage macht die Bahn neben dem beeindruckenden Landschaftserlebnis auch historisch äußerst interessant. Doch niemand kommt heutzutage an modernen Medien vorbei. Der Internet-Auftritt der Außerfernbahn unter der Internet-Adresse: www. Erlebnisbahn.at/ausserfernbahn ist fertig gestellt. Hauptschwerpunkt sind Ausflugtipps entlang der Bahn. Rund 60 Tipps sowohl für den Sommer als auch für den Winter sollen die Gäste animieren, das Auto in der Garage stehen zu lassen und lieber mit der Außerfernbahn anzureisen: Bergbahnen, Frei- und Hallenbäder, Sehenswürdigkeiten wie Kirchen und Burgruinen, Museen, Wanderwege, Ski-Alpin, Langlaufloipen u.v.a.m werden vorgestellt, alle bequem von einem Bahnhof an der Außerfernbahn erreichbar. Aus dem Inhalt dieses Webangebot entsteht jetzt auch eine Info-Broschüre mit Ausflugtipps entlang der Außerfernbahn, die in ganz Südbayern zur Verteilung gelangen wird. Die Durchführung von zwei Benefizvorführungen mit dem brandneuen Spielfilm "Heinrich der Säger" des Allgäuer Kultfilmemachers und Tatort-Regisseurs Klaus Gietinger sind Höhepunkt eines Aktionstages am 30. September, bei dem die Außerfernbahn in den Blickpunkt gerückt werden soll. Regisseur Gietinger selbst wird am 30. September (um 14 Uhr und 16:15 Uhr) im Pfrontener Filmtheater seine neueste Produktion dem Publikum präsentieren. kb


Garmisch-Partenkirchener Tagblatt 14.08.2001
Eine Broschüre für mehr Attraktivität
Euregio bemüht sich um
Außerfernbahn

GAP (tab) Sie fährt wieder, die Außerfernbahn, und das auf alle Fälle noch bis 14. Dezember 2002. Bis dahin gilt es, ihre Attraktivität und Auslastung zu steigern. Noch im Herbst geht eine Broschüre der Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel in Druck, die Urlauber und Gäste über Ausflugsziele entlang der Strecke informieren soll.

Die Bahn werde als Erlebnisbahn vermarktet, berichtet Peter Keller, Geschäftsführer der Euregio. Schließlich könne man auf der Linie zwischen Garmisch-Partenkirchen, Reutte und Pfronten nicht nur hervorragend wandern, sondern auch Schlösser und andere Sehenswürdigkeiten besichtigen und Seen per Boot oder zu Fuß erkunden. In Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden seien die verschiedenen Angebote gesammelt worden. "Wir haben sie dann nach Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und Qualität gesiebt", erklärt Keller. Entscheidend finde er, dass "die Ausgangspunkte für mögliche Touren in Bahnhofsnähe liegen."

Erste Bemühungen in diese Richtung stammen vom Fahrgastverband "Pro Bahn", der das Heft "Wandern mit der Bahn" herausgegeben hat. Auf diesen Zug ist jetzt auch die Deutsche Bahn aufgesprungen, die einen eigenen Prospekt über dieses "Sorgenkind" gestaltet hat. Fahrplan, Streckenbeschreibung, Adressen der Verkehrsämter und Ausflugstipps seien dort nachzulesen, sagt Bahn-Sprecherin Daniela Bals. Derzeit befinde sich das Unternehmen in Verhandlungen mit den Österreichern wegen der Elektrifizierung der Linie. "Wir haben aber noch kein Ergebnis", bedauert Bals. Auch über die momentane Auslastung könne sie nichts sagen. Die Tiroler sprechen in den "Außerferner Nachrichten" von einer deutlichen Steigerung des Fahrgastaufkommens. "Die bisherige Entwicklung stimmt sehr zuversichtlich", meint Verkehrsplaner Diethelm Judmaier. Dieser Aussage kann sich Bals anschließen. Konkrete Auskünfte behält sie sich allerdings vor: "Wir müssen noch schauen", findet sie. Schließlich gelte erst seit kurzem der neue Fahrplan.

Schon jetzt setzen jedoch Keller und seine Mitstreiter, auch ohne die genauen Zahlen zu kennen, auf die Außerfernbahn: "Ich glaube, dass man den Erlebniswert steigern kann." Dazu komme, dass die Strecke - im Internet wird sie übrigens unter www.erlebnisbahn.at vorgestellt - durch eine der landschaftlich reizvollsten Gegenden im Alpenraum verlaufe. Genau deshalb locke sie auch Touristen an, weiß der Garmisch-Partenkirchner Kurdirektor Peter Maninger. "Wir haben keine Berührungsängste mit Tirol", versichert er. Daher empfehlen seine Mitarbeiter auch Touren mit der Bahn, die er "eine Möglichkeit zur Ausflugsgestaltung für unsere Gäste" nennt.


Bekenntnis der Gemeinden und der Tourismusverbände zur Außerfernbahn:
Kostenlose Fahrradbeförderung zwischen Garmisch-Partenkirchen und Kempten

Reutte, 30.07.2001 - Zusätzlich zur Vereinbarung über die Benützung der ÖBB VorteilsCard auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald konnte nunmehr mit der DB Regio ein Angebot über die kostenlose Fahrradbeförderung für Kunden der Außerfernbahn ausgearbeitet, abgestimmt und als Serviceangebot finanziert werden. Damit wird den Kunden der Außerfernbahn in den Monaten August 2001 bis Oktober 2001 die Möglichkeit geboten, ihr Fahrrad auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Kempten auf der gesamten Außerfernbahn kostenlos zu befördern. Das bedeutet, dass ein Fahrgast sowohl auf der deutschen Seite einsteigen und sein Fahrrad gratis nach Österreich mitbringen kann, sowie auch die kostenlose Fahrradbeförderung von einem Außerferner Bahnhof auf einer österreichischen Teilstrecke als auch bis zu den deutschen Endbahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Kempten möglich ist.

Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach: "Die Gemeinde Breitenwang und die Tourismusverbände Ferienregion Reutte und Tiroler Zugspitzarena werden dieses zusätzliche Angebot für Einheimische und Touristen finanzieren. Diese Einigung konnte nach der letzten Marketingbeiratsitzung Außerfernbahn innerhalb von 2 Tagen umgesetzt werden und tritt mit 1. August 2001 in Kraft. Mit diesem Service wurde von den Außerferner Gemeinden, hier vertreten durch Breitenwang, und den Tourismusverbänden ein klares Zeichen gesetzt, dass diese Selbstverwaltungskörper vorbehaltlos hinter der Außerfernbahn stehen! Mit diesem neuen Service sollen neben Tagesausflugsgästen auch unsere einheimische Bevölkerung und unsere Sommertouristen auf das attraktive Angebot unseres überregionalen Radwegenetzes hingewiesen werden.", so Schennach.

Dr. Dietmar Schennach Bezirkshauptmann


Anerkennung der ÖBB VorteilsCard ab 1.8.2001 auf der Außerfernbahn bis Mittenwald

Einen neuen Verhandlungserfolg kann man bei den Bemühungen zum Erhalt der Außerfernbahn verbuchen: Nachdem Kritik aufgetaucht war, dass die ÖBB VorteilsCard auf der Strecke zwischen dem Bezirk Reutte und Innsbruck keine Anerkennung mehr findet, wurde nunmehr die Anerkennung der ÖBB VorteilsCard auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald ausverhandelt. Die Anerkennung der ÖBB VorteilsCard gilt ab 1. August 2001. Damit wird es möglich, vom Bezirk Reutte aus mit der ÖBB VorteilsCard sowohl nach Kempten, nach Garmisch-Partenkirchen, aber auch von Garmisch-Partenkirchen bis Mittenwald zu gelangen. Natürlich gilt die ÖBB VorteilsCard im "Binnenverkehr" der Außerfernbahn zwischen Vils und Ehrwald. Bei Vorlage der ÖBB VorteilsCard werden 50 %-ermäßigte Fahrscheine für die einfache Fahrt und die Hin- und Rückfahrt ausgegeben.

Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach: "Die Verhandlungen zwischen dem Marketingbeirat Außerfernbahn und der DB Regio gestalten sich als äußerst unkompliziert. Innerhalb weniger Tage konnte die ungeklärte Frage des Geltungsbereiches der ÖBB VorteilsCard geklärt werden. Die Außerfernbahn weist damit eine österreichweite Besonderheit aus: Die ÖBB VorteilsCard gilt nicht nur auf den innerösterreichischen Strecken, sondern auch auf den Strecken der DB zwischen Vils und Kempten sowie Ehrwald-Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald. Die ersten Erfahrungen haben gezeigt, dass dieses Angebot auch sehr gut angenommen wird!", so Schennach abschließend.


Erklärung der Bürgermeister des Bezirks Außerfern vom 9. Juli 2001
zur
Außerfernbahn

Bezirkshauptmann Dr. Schennach informiert weiters, dass der Weiterbetrieb der Außerfernerbahn bis September 2002 fixiert ist. Das Land Tirol zahlt jährlich 12 Mio.ATS zum Erhalt der Außerfernerbahn. Die grenzüberschreitende Anerkennung von ermäßigten Tickets sowie der Vorteilscard wurde gesichert. Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch die Motivation der Bevölkerung.

BH Dr. Schennach schlägt eine Erklärung der Bürgermeister vor, in der sich die Gemeinden zum Erhalt der Außerfernbahn bekennen:

Dieses Bekenntnis lautet wie folgt:

Die Bürgermeister des Bezirkes Reutte legen ein klares Bekenntnis zum Erhalt der Außerfernbahn als überregionalen und regionsverbindeten Verkehrsträger ab!

Da ein mittelfristiges Überleben der Bahn von der umweltfreundlichen Elektrifizierung der Strecke zwischen Reutte in Tirol und Garmisch-Partenkirchen abhängt, werden die Verantwortungsträger, Bund, Land Tirol, ÖBB und ÖBB-Netz aufgefordert, in Zusammenarbeit mit ihren bayerischen Partnern alles daran zu setzen, dass der elektrische Vollbetrieb auf dieser Strecke noch im Jahre 2001 fahrplanmäßig wieder aufgenommen werden kann.

Die Gemeinden des Bezirkes Reutte und die Wirtschaft des Bezirkes, insbesondere die heimische Tourismuswirtschaft, sollen alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um einen wirksamen Beitrag zum Erhalt der Außerfernbahn zu leisten. Dabei soll insbesondere der konstituierte Marketingbeirat zum Erhalt der Außerfernbahn in seiner Arbeit aktiv unterstützt werden.

Die vorstehende Erklärung der Bürgermeister des Bezirkes Reutte wurde anlässlich der Bürgermeisterkonferenz am 9. Juli 2001 in der Gemeinde Ehenbichl abgegeben.
Eine Abstimmung ergibt, dass alle 37 Bürgermeister geschlossen für die Aufrechterhaltung der
Außerfernbahn sind.


Jetzt ist es amtlich: Die DB Regio AG und das Land Tirol haben am 7. Juni 2001 einen Verkehrsvertrag für die AUßERFERNBAHN unterzeichnet, der bis zum 14.12.2002 gültig ist. Damit haben sich die Bemühungen all derjenigen, die um diese Allgäu-Tirol-Oberbayerische Erlebnisbahn gekämpft haben, gelohnt. Aber: Das bedeutet nicht, daß unsere Anstrengungen bereits nachlassen könnten.

8. Juni 2001 Kreisbote Garmisch-Partenkirchen:
AUßERFERNBAHN WIEDER VOLL IM TAKT
Angebot erfolgt aus einer Hand über DB Regio

Region - Garmisch-Partenkirchen GAP/Außerfern/Allgäu – Am gestrigen Donnerstag unterzeichneten als Vertreter des Landes Tirol, Hofrat Dietheim Judmaier und als Vertreter der Deutschen Bahn Regio AG, Klaus-Dieter Josel, im Landratsamt Garmisch einen Verkehrsvertrag für die AUßERFERNBAHN, der sichert, dass das Angebot der gesamten Strecke aus einer Hand, nämlich über die DB Regio, erfolgt.

Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Juni sind die Nahverkehrszüge von DB Regio Bayern grenz-überschreitend von Oberbayern durch das Tiroler Außerfern bis in das Allgäu unterwegs. Das Angebot der gesamten Strecke erfolgt damit aus einer Hand. Das Land Tirol und DB Regio Bayern haben den entsprechenden Verkehrsvertrag unterzeichnet, der zunächst bis zum 14. Dezember 2002 gültig ist. „Das Datum wurde gewählt, weil dann ein neuer Fahrplan in Kraft tritt“, erklärt Klaus-Dieter Josel, DB Regio-Chef in Bayern. Er betonte zugleich, dass der neue Verkehrsvertrag an die am 3. Februar mit dem Schnee-Express Reutte Ehrwald begonnene gute Zusammenarbeit anknüpft.


V.l: Dr. Dietmar Schennach, Hofrat Dietheim Judmaier,
Klaus-Dieter Josel und Landrat Dr. Helmut Fischer
bei der Unterzeichnung. Foto: Trautmann

Mit einem Zwei-Stunden-Grundtakt und einzelnen Taktverdichtern verbindet die AUßERFERNBAHN die Region Außerfern mit dem Allgäu und dem Werdenfelser Land. Mit einem neuen Fahrplan und noch besseren Anschlüssen soll der Bahnverkehr zwischen Kempten und Garmisch-Partenkirchen nun deutlich attraktiver werden. Die Züge der AUßERFERNBAHN haben in Garmisch-Partenkirchen Anschluss in Richtung München bzw. Mittenwald/lnnsbruck. In Kempten erreichen die Züge weitergehende Verbindungen in Richtung Ulm, Augsburg und München. Neu und zur Freude aller Fernreisenden ist auch, dass die AUßERFERNBAHN an Samstagen in Garmisch-Partenkirchen Anschluss an die ICE-Verbindung von und nach Hamburg erhält. Die Vorteile für die Reisenden sind in einer Broschüre zusammengefasst, in der der neue Fahrplan, wichtige Hinweise und Tipps enthalten sind. „Auf ins Außerfern", lautet der wegweisende Titel. Entlang der Bahnstrecke ist sie bei den Verkaufsstellen und natürlich im Zug kostenlos erhältlich. tra KB GAP

8. Juni 2001: Garmisch-Partenkirchener Tagblatt:
DIE DB ROLLT WIEDER DURCHS AUßERFERN
Ein Fahrticket für zwei Länder

GAP (heu) - Totgesagte leben länger. Gestern hat sich diese alte Weisheit wieder einmal bestätigt. Nachdem vergangenen Sommer das "Aus" für die AUßERFERNBAHN verkündet worden war, unterzeichneten der Vertreter der Landesregierung Tirol, Hofrat Diethelm Judmaier, und der Chef der Deutschen Bahn Regio Bayern, Klaus-Dieter Josel, einen Vertrag zur Wiederaufnahme des Schienenverkehrs zwischen Garmisch-Partenkirchen, Reutte und Kempten.

Die Vereinbarung, die vorerst bis zum 14. Dezember 2002 gültig sein soll, beinhaltet, dass Sonderangebote der DB auch auf der AUßERFERNBAHN gültig sein sollen. "Auch wenn diese Einigung jetzt etwas plötzlich erscheint, haben wir hinter den Kulissen über ein halbes Jahr diskutiert", erklärt Klaus-Dieter Josel, DB-Regio-Chef in Bayern. Die Deutsche Bahn sei gerne bereit gewesen, für einen Besteller zu fahren. Nun soll also das Außerfern mit dem Allgäu und dem Werdenfelser Land verbunden werden - im zwei-Stunden-Grundtakt und mit besseren Anschlüssen. So können die Gäste samstags - "rechtzeitig zum Bettenwechsel" in Garmisch-Partenkirchen den ICE Richtung Hamburg benutzen.

Landrat Dr. Helmut Fischer sieht den neuen Verkehrsvertrag als wichtigen Schritt für die Erhaltung der AUßERFERNBAHN: "Es ist der erste Erfolg aller Rettungsbemühungen - wir hoffen, dass weitere folgen." Fischer sieht - genau wie Hofrat Diethelm Judmaier - das nächste Hauptziel in der Sanierung der Oberleitungen und der damit verbunden Wieder-Elektrifizierung der Bahnlinie. Bis dies geschehen ist, werden Dieselloks die Waggons ziehen. "Dabei ist die schwierig trassierte Gebirgsbahn für Elektrik konzipiert", erinnert Judmaier. Er hob hervor, dass der Zug nicht nur wegen des Tourismus für Tirol wichtig sei, sondern auch für den Güterverkehr.

In enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und der DB habe Tirol jetzt eine Studie über Marketing sowie technisch-fachliche Aspekte der AUßERFERNBAHN erstellen lassen. Denn "bis jetzt reisen nur fünf Prozent der Außerferner Gäste mit der Bahn an - diese Zahl dürfte sich unschwer vergrößern lassen", meinte der Hofrat. Auch Reutte-Bezirkshauptmann Dietmar Schennach will bei 4,3 Millionen Übernachtungen jährlich alles unternehmen, um die Gäste auf die Schiene zu locken: "Wir müssen versuchen, Packages zu entwickeln." Immerhin gelten sowohl Bayern- und Schönes-Wochenende-Ticket als auch die Vergünstigungen durch die Bahn Card auf dem Tiroler Streckenabschnitt.


7. Juni 2001: Presse-Information der Deutschen Bahn:
AUßERFERNBAHN
WIEDER VOLLSTÄNDIG IN BETRIEB
Sonderangebote der DB sind nun durchgehend gültig

Garmisch-Partenkirchen, 07.06.01 - Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Juni 2001 sind die Nahverkehrszüge von DB Regio Bayern grenzüberschreitend von Oberbayern durch das Tiroler Außerfern bis in das Allgäu unterwegs. Das Angebot der gesamten Strecke erfolgt aus einer Hand. Das Land Tirol und DB Regio Bayern haben dazu heute (07.06.01) in Garmisch-Partenkirchen einen entsprechenden Verkehrsvertrag unterzeichnet, der zunächst bis zum 14.12.2002 gültig ist. Damit wird die am 3. Februar 2001 mit dem Schneeexpress Reutte - Ehrwald begonnene gute Zusammenarbeit ausgedehnt.

Mit einem Zwei-Stunden-Grundtakt und einzelnen Taktverdichtern verbindet dann die Bahn die Region Außerfern mit dem Allgäu und dem Werdenfelser Land. Mit einem neuen Fahrplan und noch besseren Anschlüssen wird der Bahnverkehr zwischen Kempten (Allg) und Garmisch-Partenkirchen attraktiver. Die Züge der
AUßERFERNBAHN haben in Garmisch-Partenkirchen Anschluss in Richtung München bzw. Mittenwald/Innsbruck. In Kempten erreichen die Züge weitergehende Verbindungen in Richtung Ulm, Augsburg und München.
Neu ist auch, dass die
AUßERFERNBAHN an Samstagen in Garmisch-Partenkirchen Anschluss an die ICE-Verbindung von und nach Hamburg erhält. Die Haltestellen Untergrainau und Griesen (Oberbay) sind nur noch Bedarfshaltestellen, das heißt, der Fahrgast informiert den Lokführer über seinen Ausstiegswunsch.

Sonderangebote der Bahn gültig

Erstmals sind auf dem Tiroler Streckenabschnitt auch die Sonderangebote der DB, Bayern-Ticket und Schönes-Wochende-Ticket, gültig. Ebenso gilt der allgemeine Tarif der DB auf der
AUßERFERNBAHN. Das bedeutet für den Fahrgast, dass mit einer durchgehenden Fahrkarte das Ziel erreicht wird. Für BahnCard-Besitzer gibt es die üblichen Vergünstigungen.
"Wir haben mit dem neuen Fahrplanangebot die Außerfernbahn nicht nur attraktiver, sondern auch durch preisgünstige Angebote noch interessanter für Touristen und Ausflugsreisende gestaltet", so Klaus-Dieter Josel bei der heutigen Vertragsunterzeichnung.

"Auf ins Außerfern", so lautet der Titel einer neuen Broschüre von DB Regio Bayern. Darin sind der neue Fahrplan, wichtige Hinweise und Tipps enthalten. Diese Broschüre wird im Raum Kempten an alle Haushalte verteilt. Entlang der Bahnstrecke ist sie bei den Verkaufsstellen und natürlich im Zug kostenlos erhältlich.


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